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Grippe

Mann schneuzt sich © detailblick-foto

Häufig fängt es mit Halsschmerzen, Husten und Schnupfen an. Dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen sowie eventuell Fieber. Ein allgemeines Krankheitsgefühl breitet sich aus. Atemwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten und haben insbesondere in der kalten Jahreszeit Hochsaison.

Grippe oder grippaler Infekt?

Durch Viren hervorgerufene Erkrankungen der Atemwege sind nicht immer auf den ersten Blick sicher voneinander abzugrenzen. Stellt sich konkret die Frage, ob es sich nur um einen grippalen Infekt oder um eine saisonale Grippe handelt, muss die endgültige Diagnose immer von einer Ärztin oder einem Arzt gestellt werden. Diese Frage kann weitgehend zuverlässig aus der Krankengeschichte, den körperlichen Merkmalen und Symptomen sowie der Verbreitung der jeweiligen Erkrankung in der Bevölkerung beantwortet werden. Bestimmte Informationen liefern jedoch bereits Hinweise darauf, ob es sich eher nur um eine Erkältung oder um eine „echte“ Grippe handelt.

Grippaler Infekt: Diagnose & Therapie

Der grippale Infekt (Erkältung) ist eine meist durch Viren verursachte Infektion der oberen Atemwege. Mehr als 200 verschiedene Viren können das typische Beschwerdebild verursachen, darunter Rhino-, Corona-, Adeno-, Parainfluenza- und Respiratory-Syncytial-Viren. Beim grippalen Infekt kommt es zu einer Entzündung der Nasen-, Nebenhöhlen- und Rachenschleimhaut. Manche dieser Viren können auch die unteren Atemwege befallen und zum Beispiel eine Bronchitis verursachen. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion (Niesen oder Husten) übertragen, können aber auch durch direkten Kontakt (zum Beispiel Händeschütteln mit anschließendem Hand-zu-Mund-Kontakt) in den Körper gelangen.

Grippe: Risikogruppen & Vorbeugung

An saisonaler Grippe kann generell jeder Mensch erkranken. Das Auftreten von Komplikationen sowie deren Schweregrad unterscheidet sich jedoch sehr stark bei den Betroffenen. So gibt es bestimmte Personengruppen, die durch eine Influenzainfektion besonders gefährdet sind. Insbesondere für diese bekannten Risikogruppen sollten daher entsprechende Maßnahmen zur Vorsorge getroffen werden, um eine Influenzaerkrankung zu vermeiden. Bereits an Grippe erkrankte Personen müssen besonders sorgfältig überwacht und frühzeitig behandelt werden. Die wirksamste Maßnahme, um einer Grippeerkrankung vorzubeugen, ist die Influenzaschutzimpfung. 

Grippe: Diagnose & Therapie

Die „echte“ Grippe (Influenza) ist im Vergleich zum grippalen Infekt eine weitaus schwerere Erkrankung, die unter Umständen sogar zum Tod führen kann. Sie darf nicht mit einer banalen Erkältungskrankheit verwechselt werden. Bei der Grippe handelt es sich um eine akute Infektion der Atemwege, die durch verschiedene Influenzaviren ausgelöst werden kann. Die Viren sind insbesondere in geschlossenen Räumen sehr leicht auf andere Menschen übertragbar. Unter einer „saisonalen Influenza“ versteht man die jährlich in der kalten Jahreszeit („Grippesaison“) wiederkehrende Grippewelle. 

Grippe: FAQ

Ist die saisonale Grippe eine gefährliche Krankheit? In einem Großteil der Fälle verläuft eine saisonale Grippe unkompliziert. Umgangssprachlich wird die Grippe allerdings oft mit einer einfachen Erkältung (einem grippalen Infekt) verwechselt. Die durch Influenzaviren verursachte „echte“ Grippe kann manchmal zu schweren Komplikationen führen, vor allem bei Risikogruppen wie Säuglingen oder  Menschen über 65 Jahren, mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Diese Komplikationen können ganz unterschiedlich sein. Am häufigsten ist eine Lungenentzündung die Ursache für einen komplizierten Verlauf. Aber auch andere Komplikationen wie zum Beispiel Mittelohr-, Nasennebenhöhlen-, Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung sowie Bronchitis, Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute oder Entzündungen des Gehirns können auftreten. Sie sind auf das Grippevirus selbst oder eine bakterielle Zusatzinfektion zurückzuführen. Bei Personen mit einer Herz- oder Lungenerkrankung kann manchmal eine (virale und bakterielle) Mischinfektion der Lunge auftreten.

Hygienetipps

Um die Ausbreitung der Grippe zu verhindern, hat das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen gemeinsam mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer Plakate und Merkblätter zur Aufklärung über präventive Hygienemaßnahmen erstellt, welche die wichtigsten Maßnahmen in Erinnerung rufen. Die Maßnahmen umfassen die folgenden Punkte . . .

Grippe: Ursachen von Pandemien

Aufgrund der ständigen Mutationen unterscheiden sich die Stämme jedes Jahr mehr oder weniger ausgeprägt voneinander und können so vom Immunsystem des Menschen bei einer erneuten Infektion nicht wiedererkannt werden. Eine durchgemachte Grippe schützt daher nicht vor einer neuerlichen Erkrankung. Grippeformen, die sich innerhalb kurzer Zeit weltweit ausbreiten, werden Grippepandemien genannt. 

Grippe A (H1N1, „Schweinegrippe“)

Die für die jährlichen Grippewellen verantwortlichen Influenzaviren sind relativ gut bekannt. Der Impfstoff wird regelmäßig an die zirkulierenden Viren angepasst und kann jedes Jahr rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison verabreicht werden. Das Influenzavirus A (H1N1) ist dagegen erstmals Mitte April 2009 auf dem amerikanischen Kontinent aufgetreten und hat sich von dort aus weltweit verbreitet. Es wird nur von Mensch zu Mensch übertragen, enthält aber Gene von Schweine-, Menschen- und Vogelinfluenzaviren. Im Vergleich zur saisonalen Grippe war der Krankheitsverlauf allerdings überwiegend mild. Aufgrund der raschen weltweiten Verbreitung wurde eine Pandemie ausgerufen, welche im August 2010 von der WHO (World Health Organization) für beendet erklärt wurde.

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