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Symbolbild Lunge © hywards

COPD: Was ist das?

COPD (chronic obstructive pulmonary disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine langsam voranschreitende Erkrankung der Lunge, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind. Sie entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre hinweg, und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. COPD ist zwar behandelbar, nicht alle Schädigungen sind jedoch wieder vollständig rückgängig zu machen . . .

Dauerhaft entzündet & verengt

Bei der Entwicklung und im Verlauf einer COPD kommt es zu chronisch entzündeten Bronchien (chronische Bronchitis) und/oder geschädigten bzw. geblähten Lungenbläschen (Emphysem), die teils auch zerstört werden. Durch eine ständige Verengung der Atemwege sind Atmen, die Aufnahme von Sauerstoff (O2) sowie die Abgabe von Kohlendioxid (CO2) erschwert. Für Betroffene bedeutet das eine unzureichende Versorgung mit Sauerstoff, die den gesamten Körper betrifft. Herz-Kreislauf und Muskulatur werden beeinträchtigt und sind nicht mehr voll leistungsfähig. Außerdem können bei stark eingeschränkter Atemfunktion Organe geschädigt werden. Die Gefahr einer sogenannten Exazerbation, einer akuten Verschlechterung, steigt vor allem bei schwerer Erkrankung. Weitere Informationen finden Sie unter COPD: Akute Verschlechterung.

Von ersten Anzeichen zu Spätfolgen

Beschwerden wie andauernder Husten, Auswurf und Atemnot sind charakteristisch für COPD. Sie beginnen schleichend. Anfangs ist Atemnot oft lediglich unter Belastung bemerkbar. Auch Atemgeräusche (z.B. pfeifende oder brummende Geräusche) sowie häufig auftretende Erkältungen oder Grippeinfektionen können auf COPD hinweisen.

Hartnäckiger Husten, Verschleimung und Atemnot verschlechtern sich meist mit zunehmender Dauer der Erkrankung – insbesondere wenn diese nicht adäquat behandelt wird. Vor allem Patientinnen/Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung haben das Gefühl, gar keine Luft mehr zu bekommen, und leiden unter akuten Krankheitsschüben, sogenannten Exazerbationen.

Einschränkung der Leistungsfähigkeit

Beschwerden wie Atemnot führen oft zur Einschränkung bzw. zur Vermeidung körperlicher Betätigung. Dies wirkt sich jedoch negativ auf Kondition und Muskelkraft aus: Die Fitness sinkt und die Bewegung wird noch anstrengender, sodass Betroffene ihre körperliche Betätigung noch weiter reduzieren – und sich Befinden und körperliche Leistungsfähigkeit noch weiter verschlechtern.

Bei schwerer bzw. fortgeschrittener Erkrankung sind Lungenfunktion und Leistungsfähigkeit derart stark beeinträchtigt, dass Betroffene Schwierigkeiten haben, alltäglichen Tätigkeiten (z.B. Treppensteigen) nachzukommen und am sozialen Leben teilzunehmen. Mangelnde Bewegung begünstigt zudem u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes mellitus Typ 2. Weitere Informationen finden Sie unter Der gesundheitliche Nutzen von Bewegung.

Erkrankungsstadien einer COPD

Eine chronisch obstrukive Lungenerkrankung verläuft schleichend. Unterschieden werden verschiedene Stadien, die unter anderem die Ausprägung der Symptome sowie den Lungenfunktionswert FEV1 und die Exazerbationsrate berücksichtigen:

  • Leichtgradige COPD. Der Lungenfunktionswert FEV1 beträgt mindestens 80 Prozent des Normalwertes. Es kann zu dauerhaftem Husten und zu Schleimproduktion kommen. Leistungseinschränkungen zeigen sich meist erst bei starker körperlicher Belastung.
  • Mittelschwere COPD. Der Lungenfunktionswert FEV1 liegt zwischen 50 und 79 Prozent des Normalwertes. Chronischer Husten und Auswurf können stärker werden. Die Verengung der Atemwege ist meist etwas stärker ausgeprägt.
  • Schwere COPD. Der Lungenfunktionswert FEV1 liegt zwischen 30 und 49 Prozent des Normalwertes. Die Atemwege sind stark verengt. Bei manchen alltäglichen Tätigkeiten leiden die Betroffenen unter Atemnot. Zudem können plötzliche Anfälle mit Atemnot auftreten. Husten und Auswurf sind meist verstärkt.
  • Sehr schwere COPD. Der Lungenfunktionswert FEV1 liegt unter 30 Prozent des Normalwertes. Menschen mit sehr schwerer Erkrankung haben meist mit ständiger Atemnot zu kämpfen. Die Lebensqualität ist entsprechend beeinträchtigt, die Teilnahme am Leben eingeschränkt. Oft kann aufgrund der Erkrankung keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgegangen werden. Selbst bei alltäglichen Tätigkeiten (z.B. Verrichtungen im Haushalt, Einkauf etc.) können Betroffene auf Hilfe angewiesen sein (Invalidität). Eine Versorgung mittels Sauerstoff- oder Beatmungsgeräten ist u.U. erforderlich. Akute Verschlimmerungen (Exazerbationen) können auftreten. In besonders schweren Fällen entsteht eine lebensbedrohliche Situation.
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