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Pollen Symbolbild © Sebastian Kaulitzki

Pollenallergie: Auslöser

Eine Pollenallergie wird durch Blütenstaub von Pflanzen ausgelöst. Da die Pollen eingeatmet werden, gehört diese Allergieform zu den sogenannten Inhalationsallergien. Die eingeatmeten Pollen führen durch eine allergische Reaktion unter anderem zu Schnupfen (der sogenannte „Heuschnupfen“ ist die häufigste Form der „allergischen Rhinitis“), Bindehautentzündung oder Husten bis hin zu Asthma. Meist treten die unangenehmen Symptome zwischen Frühjahr und Herbst auf. Bei der Pollenallergie handelt es sich um eine allergische Reaktion vom Soforttyp. Die Beschwerden treten somit innerhalb kürzester Zeit (Minuten) nach Kontakt mit dem Allergen auf. Nahrungsmittelallergien kommen gehäuft gemeinsam mit Allergien gegen Pollen vor. 

Ursachen einer Pollenallergie

Das Auftreten der Pollenallergie wird familiär gehäuft beobachtet. Aber nicht nur Veranlagung, sondern auch Umweltfaktoren dürften an der Entstehung von Allergien beteiligt sein. Übertriebene Hygiene etwa könnte das Immunsystem unterfordern und somit zur Entstehung von allergischen Erkrankungen beitragen.

Folgende Pollenarten sind die Hauptverursacher einer Pollenallergie:

  • Baum-,
  • Gräser-/Roggen-,
  • Ragweed-,
  • Beifußpollen.

Pollenallergien haben einen streng saisonalen Verlauf. Die Betroffenen zeigen nur Symptome während der Blütezeit jener Pflanzen, auf deren Pollen sie allergisch sind.

Blüteperioden in Österreich

Wann welche Pflanze blüht, ist für Allergikerinnen/Allergiker wichtig, um sich darauf einzustellen. In Österreich unterscheidet man drei wichtige Blüteperioden:

  • Blüteperiode 1: Frühling (Februar bis April/Blütezeit der Bäume): Die Blütezeit ist von den Wetterbedingungen abhängig. Je wärmer, desto stärker ist die Pollenbelastung. Früh blühen z.B. Erle und Hasel. Von Mitte März bis Mitte April verursachen Birkenpollen die stärksten Belastungen.

  • Blüteperiode 2: Frühsommer (Mai bis Juli/Blütezeit für Gräser und Getreide): Auch hier ist die Pollenbelastung bei Schönwetter stärker. Gräser- und Getreidepollenallergien treten am häufigsten auf. Getreide sind mit Gräsern verwandt, sodass Gräserallergikerinnen/Gräserallergiker auch auf verschiedene Getreidepollen reagieren.

  • Blüteperiode 3: Spätsommer/Herbst (Juli bis September/Blütezeit der Kräuter): Beifuß- und Ragweed-Allergien sind in Österreich weit verbreitet. Beides sind Unkrautarten.

Sie möchten wissen, in welchen Regionen Österreichs mit welcher Pollenbelastung zu rechnen ist? Die aktuelle Prognose finden Sie unter Wetter & Gesundheit.

Kreuzreaktionen Pollen – Nahrungsmittel

Bei einer Kreuzreaktivität auf Nahrungsmittel reagieren Betroffene nicht nur auf bestimmte Pollen, sondern auch auf gewisse Lebensmittel allergisch. Manche Nahrungsmittel weisen Stoffe auf, die jenen von Pollen ähnlich sind. Der Körper kann dies aber nicht unterscheiden und reagiert in weiterer Folge auch auf diese Lebensmittel allergisch. Allergien gegen Beifußpollen kommen oft gemeinsam mit jenen gegen Gewürze oder Sellerie vor.

Birkenpollenallergikerinnen/Birkenpollenallergiker sind wiederum oft gegen Haselnüsse oder Äpfel allergisch. Weitere Informationen finden Sie unter Kreuzallergien.

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