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Allergietest bei jungem Mann © Fotolia VII

Allergiediagnostik

Die Allergiediagnostik dient dazu, das auslösende Allergen zu identifizieren. Die betreffende Substanz kann so nach Möglichkeit gemieden werden. Die häufigsten Allergene stammen von Hausstaubmilben, Katzen- und Hundefell, Pollen und Schimmelpilzen. Bei bestimmten Allergien wie beispielsweise gegen Pollen oder Insektengift besteht die Möglichkeit einer spezifischen weiterführenden Behandlung. Patientinnen und Patienten, bei denen eine Allergie nachgewiesen wurde, können einen Allergiepass ausgestellt bekommen, in dem die relevanten Allergene vermerkt werden.

Standardtests der Allergiediagnostik

Um eine Sensibilisierung auf bestimmte Allergene nachzuweisen, werden bestimmte Standardtests eingesetzt.

Prick-Test: Dabei werden auf die Innenfläche der beiden Unterarme die häufigsten regionalen Allergene aufgetropft und die Haut mit einem kleinen spitzen Messerchen – fast schmerzlos – angeritzt. Nach 15–30 Minuten ist das Testergebnis abzulesen. Abhängig von der Hautreaktion (Quaddelbildung) ist eine vorliegende Allergie nachweisbar.

Intrakutan-Test: In manchen Fällen wird alternativ zum Prick-Test der sogenannte Intrakutan-Test verwendet. Dabei wird die allergenhaltige Testlösung mit einer feinen Nadel in die Haut in Form einer „Quaddel“ gespritzt. Das Ergebnis wird ebenso wie der Prick-Test nach 15–30 Minuten abgelesen. Der Intrakutan-Test wird verwendet, wenn der Prick-Test negativ ausfällt, jedoch der Verdacht auf eine allergische Erkrankung weiterhin besteht.
 
Gesamt IgE und RAST-Test: Bei diesen immunologischen Tests wird mittels Blutprobe das Immunglobulin E (IgE) ermittelt, das bei Allergien meistens erhöht ist. Insgesamt sind solche Laboruntersuchungen jedoch nur selten hilfreich und ersetzen nicht einen Allergiehauttest. Deren Bestimmung ist lediglich bei nicht eindeutigen Ergebnissen der Hauttestung sinnvoll.

Mögliche weiterführende Untersuchungen

Wenn Anamnese, Hauttests und IgE-Testung keinen Hinweis auf die Ursache der Überempfindlichkeit geben, können spezifische Provokationstestungen zum Einsatz kommen.

Inhalativer Provokationstest mit Allergenextrakten: Dieser Test wird nur in spezialisierten Einrichtungen vorgenommen und ist relativ langwierig. Dabei wird ein Antigen (Stoff, der durch einen Antikörper gebunden oder von einer Zelle des Immunsystems als körperfremd erkannt wird) mit steigender Konzentration in Aerosolform (Tröpfchenform) inhaliert.

Wohin kann ich mich wenden?

Für die Diagnose von Allergien gibt es spezielle Einrichtungen – wie Allergieambulatorien und Spitalsambulanzen. Die dafür erforderliche Überweisung erhalten Sie von Ihrer betreuenden Ärztin/Ihrem betreuenden Arzt.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die Allergiediagnostik werden von den einzelnen Krankenkassen unterschiedlich abgegolten. Für nähere Informationen fragen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse nach.

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