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Glückliches Paar mit Tablet © Rido

Organtransplantation: Nachsorge & Alltag

Organtransplantationen haben sehr gute Erfolgsaussichten und bringen den Patientinnen/Patienten in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Voraussetzung hierfür ist eine lebenslange Nachsorge. In die Nachsorge wird die Hausärztin/der Hausarzt eingebunden. Spezialistinnen/Spezialisten des Transplantationszentrums beraten die Patientin/den Patienten im Zuge der Nachsorge, welche Vorsichtsmaßnahmen im Alltag zu beachten sind.

Medikamente ordnungsgemäß einnehmen

Wichtig ist, dass die Organempfängerin/der Organempfänger die verordneten Medikamente (Immunsuppressiva) verlässlich einnimmt, um eine Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern. Die Patientin/der Patient wird geschult, Anzeichen von Komplikationen selbst erkennen zu können.

Kommt es zu Beschwerden, die auf eine Abstoßungsreaktion hindeuten, muss die Patientin/der Patient rasch die betreuende Ärztin/den betreuenden Arzt aufsuchen.

Symptome einer Abstoßungsreaktion sind z.B.:

  • Fieber, Anzeichen einer Erkältung, 
  • Schmerzen, 
  • Erbrechen oder Durchfall, 
  • Wasser in Beinen oder Bauch, 
  • Gelbfärbungen der Augen oder der Haut,
  • Schmerzen beim Wasserlassen.

Infektionen vermeiden

Die nach einer Transplantation notwendigen Medikamente schwächen das Immunsystem. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen. Vorbeugende Maßnahmen gegen Infektionen sind sorgfältige Körperpflege, regelmäßiges Händewaschen und Schutz vor Hautwunden. Die Ärztinnen/Ärzte können weitere Vorsichtsmaßnahmen anordnen, wie z.B.

  • Vermeiden großer Menschenmengen und Kontakt zu Haustieren, 
  • Tragen eines Mundschutzes,
  • sorgfältige Küchenhygiene oder
  • Schutzimpfungen (Influenza, Pneumokokken).

Auf die Gesundheit im Alltag achten

Nach einer Transplantation können Patientinnen/Patienten durch einen gesunden Lebensstil selbst einen Beitrag leisten, gesund zu bleiben. Dazu zählen gesunde Ernährung, Normalgewicht, regelmäßige Bewegung und Nichtrauchen.

Für manche Patientinnen/Patienten kann es eine psychische Herausforderung sein, mit einem gespendeten Organ zu leben. Auch gilt es, mit den notwendigen Verhaltensmaßnahmen im Alltag zurechtzukommen. Diese psychischen Belastungen können im Einzelfall die Therapie durch Psychologinnen/Psychologen notwendig machen.

Nach einer Transplantation ist ein normales Sexualleben möglich. Bei den Verhütungsmethoden raten Expertinnen/Experten von Hormonspirale und Diaphragma wegen einer erhöhten Infektionsgefahr ab. Der Wunsch einer Schwangerschaft sollte mit der Ärztin/dem Arzt abgeklärt werden.

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