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Transplantation

Ärztin hält Herzsymbol © lenetsnikolai

Schwere Erkrankungen können dazu führen, dass ein Organ nicht mehr richtig funktioniert oder sogar seine Funktion zur Gänze verliert. Meist nur durch eine Organtransplantation können die Überlebenschancen der Patientin/des Patienten langfristig verbessert werden.

Transplantation: Was ist das?

Unter Transplantation versteht man die Übertragung von menschlichen Organen, Teilen von Organen, Geweben oder Zellen. Organe müssen kurze Zeit nach der Entnahme übertragen werden, da sie sonst absterben. Gewebe und Zellen können nach der Entnahme und einer entsprechenden Behandlung längere Zeit gelagert werden. 

Transplantation: Immunsuppression

Das Immunsystem schützt den Körper vor Krankheiten, Infektionen und schädlichen Entwicklungen. Bei einer Transplantation von fremden Organen, Geweben oder Zellen reagiert das Immunsystem der Empfängerin/des Empfängers meist mit einer Abstoßungsreaktion. Diese kann mehr oder weniger stark ausfallen. Eine akute oder chronische Abstoßung kann zu einer kompletten Schädigung des Organs führen.

Transplantation: Rechtliche Grundlagen

Transplantierte Organe stammen zum großen Teil von Verstorbenen. Die österreichische Rechtslage zur Organspende folgt der sogenannten Widerspruchslösung. Diese besagt, dass eine Organentnahme bei einer potenzellen Spenderin/einem potenziellen Spender nach Feststellung des Todes zulässig ist, sofern diese/dieser nicht schon zu Lebzeiten einer solchen widersprochen hat. Organe und Zellen dürfen nur freiwillig und unentgeltlich gespendet werden und dürfen nicht Gegenstand von Rechtsgeschäften sein, die auf Gewinn ausgerichtet sind.

Organspende: Was ist das?

Die Transplantation eines Organs ist eine bewährte Therapie bei Patientinnen/Patienten mit unwiederbringlichem Organversagen. Etabliert sind Transplantationen von Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Meist stammen Spenderorgane von Personen, die im Spital verstorben sind und bei denen der Hirntod diagnostiziert wurde. Bei bestimmen Organen, z.B. Nieren oder Leber ist auch eine Lebendspende möglich. 

Organspende von Verstorbenen: Ablauf

Eine Organspende wird prinzipiell möglich, wenn bei einer Patientin/einem Patienten im Spital schwere Hirnschäden zum Ausfall des gesamten Gehirns führen. Intensivmedizinische Maßnahmen werden fortgesetzt, um die Organe für eine Transplantation zu erhalten. Die zuständigen Ärztinnen/Ärzte führen alle notwendigen Untersuchungen der potenziellen Organspenderin/des potentiellen Organspenders durch. Dazu zählen die Hirntod-Diagnostik, Blutuntersuchungen etc. Das Spenderspital verständigt das zuständige Koordinationszentrum. Es ist im gleichen Spital wie das Transplantationszentrum angesiedelt. Vom Koordinationszentrum werden die nächsten Schritte für die Organtransplantation organisiert . . .

Organspende von Verstorbenen: Hirntod Diagnostik

Voraussetzung für die Durchführung einer Organentnahme ist die Feststellung des Todes durch eine Ärztin/einen Arzt. Wenn das Gehirn ohne Blut- und Sauerstoffversorgung bleibt, beginnen nach kurzer Zeit Gehirnzellen abzusterben. Schon nach wenigen Minuten können die Hirnfunktionen unwiederbringlich verloren sein. Durch intensivmedizinische Maßnahmen ist es möglich, Beatmung und Kreislauf künstlich aufrechtzuerhalten und so die Blutversorgung der Organe zu gewährleisten. Ist jedoch bereits die gesamte Funktion des Groß- und Kleinhirns sowie des Hirnstamms unwiederbringlich ausgefallen, so ist der Hirntod eingetreten. Der Hirntod ist der sichere Tod des Menschen.

Organtransplantation: Nachsorge & Alltag

Organtransplantationen haben sehr gute Erfolgsaussichten und bringen den Patientinnen/Patienten in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Voraussetzung hierfür ist eine lebenslange Nachsorge. In die Nachsorge wird die Hausärztin/der Hausarzt eingebunden. Spezialistinnen/Spezialisten des Transplantationszentrums beraten die Patientin/den Patienten im Zuge der Nachsorge, welche Vorsichtsmaßnahmen im Alltag zu beachten sind.

Stammzelltransplantation

Die Stammzelltransplantation ist eine bewährte Therapie bei verschiedenen bösartigen und nicht bösartigen Erkrankungen des Blutes bzw. der Blutbildung. So wird eine Stammzelltransplantation z.B. für die Behandlung von bestimmten Formen von Leukämie eingesetzt.

Stammzellspende

Für Patientinnen und Patienten mit einer bösartigen Blutkrankheit wie Leukämie ist eine Stammzellspende oft die einzige Aussicht auf Hilfe oder Heilung. Mit einer Stammzellspende kann eine Stammzelltransplantation durchgeführt werden, die den Wiederaufbau einer gesunden Blutbildung ermöglicht. Je nach Indikation erhält die Patientin/der Patient eigene Stammzellen (autologe Stammzelltransplantation) oder Stammzellspenden einer verwandten oder nicht verwandten Person (allogene Stammzelltransplantation). Stammzellen können aus peripherem Blut, Knochenmark oder Nabelschnurblut gewonnen werden.

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