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Heilmasseurin © Hetizia

Heilmasseurin/Heilmasseur

Massagen und andere Anwendungsverfahren zeigen Wirkung im Körper. Heilmasseurinnen und Heilmasseure widmen sich diesen Methoden. Darunter fallen zum Beispiel Massagen, Packungsanwendungen, Thermotherapie, Ultraschalltherapie, aber auch Spezialanwendungen wie Elektrotherapie (elektrischer Strom zu Heilzwecken), Hydro- und Balneotherapie (u.a. Heilwasser, Medizinalbäder, Unterwassermassagen) sowie Basis-Mobilisation . . .

Offizielle Berufsbezeichnung

Heilmasseurin/Heilmasseur

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Der Beruf der Heilmasseurin/des Heilmasseurs umfasst die eigenverantwortliche Durchführung folgender Verfahren zu Heilzwecken nach ärztlicher Anordnung:

  • klassische Massage (Heilmassagen manueller und apparativer Art),
  • Packungsanwendungen (insbesondere Kataplasmen, Wärme- und Kältepackungen),
  • Thermotherapie (Anwendung von Wärme oder Kälte zu Heilzwecken, wie insbesondere durch Wärmeleitung oder -strahlung, Energietransformation, Wärmeentzug),
  • Ultraschalltherapie (Anwendung von Schwingungen mit einer Frequenz von 20 kHz bis 10 GHz zu Heilzwecken) und
  • Spezialmassagen (insbesondere Lymphdrainage, Reflexzonen- und Akupunktmassage).
  • Spezialqualifikationen wie Elektrotherapie (Anwendung von elektrischem Strom zu Heilzwecken), Hydro- und Balneotherapie (u.a. Heilwasser, Medizinalbäder, Unterwassermassagen) sowie sowie Basis-Mobilisation (Unterstützung der Patienten bei der Verbesserung ihrer Mobilität und im sicheren Umgang mit Gehhilfen).

Wo arbeiten Heilmasseurinnen/Heilmasseure?

Heilmasseurinnen/Heilmasseure arbeiten selbstständig (freiberuflich) oder in einem Dienstverhältnis in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, wie z.B. in:

  • Kranken- und Kuranstalten oder sonstigen unter ärztlicher Leitung oder Aufsicht stehenden Einrichtungen, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Betreuung pflegebedürftiger Menschen dienen,
  • Arztpraxen,
  • Praxen freiberuflich tätiger Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten.

Fundierte Ausbildung

Die Ausbildung zur Heilmasseurin/zum Heilmasseur besteht aus einem Aufschulungsmodul für bereits berufsberechtigte Medizinische Masseurinnen/Medizinische Masseure und umfasst einen theoretischen Unterricht einschließlich praktischer Übungen im Ausmaß von insgesamt 800 Stunden und die positive Absolvierung einer kommissionellen Abschlussprüfung. Zudem sind Spezialqualifikationen zu Elektro-, Hydro- und Balneotherapie möglich.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Wenn Sie während eines Spitalsaufenthaltes von einer Heilmasseurin/einem Heilmasseur betreut werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie unter Krankenhausaufenthalt. Manche Krankenhäuser haben Ambulanzen, in denen Heilmassagen angeboten werden. Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung und deren Bewilligung können Sie eine Therapie in Anspruch nehmen. Die Kosten hierfür sind durch den Krankenversicherungsträger abgedeckt.

Bei einem Reha- oder Kuraufenthalt

Wenn Sie während eines von der Sozialversicherung bewilligten Reha- oder Kuraufenthaltes von einer Heilmasseurin/einem Heilmasseur betreut werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Es sind für Reha- und Kuraufenthalte allerdings von den Versicherten Zuzahlungen – von den Einkommensverhältnissen abhängig – zu leisten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Sozialversicherung. Wissenswertes über den Kuraufenthalt und damit verbundene Kosten finden Sie unter Rehabilitations- und Kuraufenhalt.

Im niedergelassenen Bereich

Heilmasseurinnen/Heilmasseure haben keine Kassenverträge. Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung und einer chefärztlichen Bewilligung wird wie bei anderen Wahlbehandlern ein Teilbetrag rückerstattet.

Angebote der Krankenkassen

Bestimmte Krankenversicherungsträger bieten Heilmassagen in eigenen Einrichtungen an. In diesem Fall wird von der ärztlichen Leiterin/dem ärztlichen Leiter die Therapie festgelegt, Vorbewilligung ist keine erforderlich. Anzahl und Dauer der Therapieeinheiten sind abhängig vom Krankheitsbild und können variieren. Für nähere Informationen wenden Sie sich an Ihren Krankenversicherungsträger.

Informative Links

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