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Symbolfoto Kardiotechniker © beerkoff
Symbolfoto Kardiotechniker © beerkoff

Kardiotechnikerin/Kardiotechniker

Die diplomierte Kardiotechnikerin/der diplomierte Kardiotechniker ist zusammen mit Chirurginnen/Chirurgen, Anästhesistinnen/Anästhesisten und dem OP-Pflegepersonal ein hochqualifiziertes Mitglied des Herz-OP-Teams. Die wichtigste Aufgabe der Kardiotechnikerin/des Kardiotechnikers ist es, bei Herz-Lungen-Operationen die Herz-Lungen-Maschine zu bedienen.

Offizielle Berufsbezeichnung

Diplomierte Kardiotechnikerin/Diplomierter Kardiotechniker

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Bei Herz-Lungen-Operationen hat die diplomierte Kardiotechnikerin/der diplomierte Kardiotechniker die Durchführungsverantwortung an der Herz-Lungen-Maschine zur Aufrechterhaltung der Kreislauf- sowie Atemfunktion.

Dabei gibt es ein Spektrum von Körperparametern, die von der diplomierten Kardiotechnikerin/dem diplomierten Kardiotechniker überwacht und auf die aktuellen Bedürfnisse der Patientin/des Patienten angepasst werden müssen. Jene Aufgabengebiete des kardiotechnischen Dienstes während der extrakorporalen Zirkulation sind die Überwachung der Blutgerinnungshemmung (Antikoagulation), des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes und der Blutgaszusammensetzung sowie die Verabreichung von Blutprodukten. Weitere Aufgaben betreffen die Anwendung einer intraaortalen Ballonpumpe oder extrakorporalen Membranoxigenierung (ECMO) zur postoperativen Kreislaufunterstützung. In einigen Kliniken sind diplomierte Kardiotechnikerinnen/Kardiotechniker auch mit der Betreuung von Herzunterstützungssystemen betraut, die als Überbrückung vor einer Transplantation bzw. der Erholung der Patientinnen/Patienten dienen sollen.

Wo arbeiten Kardiotechnikerinnen/Kardiotechniker?

Diplomierte Kardiotechnikerinnen/diplomierte Kardiotechniker arbeiten in jenen Krankenhäusern, in denen Operationen am offenen Herzen durchgeführt werden.

Fundierte Ausbildung

Die Ausbildung zur diplomierten Kardiotechnikerin/zum diplomierten Kardiotechniker erfolgt berufsbegleitend im Rahmen eines Dienstverhältnisses in einem Krankenhaus, das über eine ministerielle Zulassung als Ausbildungsstätte verfügt. Sie dauert mindestens 18 Monate und endet mit der positiven Absolvierung einer kommissionellen Abschlussprüfung. Voraussetzung sind wahlweise eine Ausbildung als Radiologietechnologin/Radiologietechnologe oder als Biomedizinische Analytikerin/Biomedizinischer Analytiker oder eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege und entweder eine erfolgreich absolvierte Sonderausbildung in der Intensivpflege oder in der Anästhesiepflege oder die Ausübung der Intensivpflege oder der Anästhesiepflege durch mindestens zwei Jahre hindurch.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die anfallenden Leistungen, die diplomierte Kardiotechnikerinnen/Kardiotechniker im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes erbringen, sind durch die Sozialversicherungsträger abgedeckt. Nähere Informationen finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Informative Links

Rechtliche Grundlagen

Relevante Gesetze finden Sie im Rechtsinformationssystem (RIS):

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