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Symbolbild e-Impfpass © thodonal
Symbolbild e-Impfpass © thodonal

Elektronischer Impfpass (e-Impfpass)

Der Elektronische Impfpass (auch eImpfpass oder e-Impfpass) wird in den nächsten Jahren den klassischen Papier-Impfpass ablösen. Der e-Impfpass wird nach seiner vollständigen Umsetzung zahlreiche Vorteile bringen – für Personen, die sich impfen lassen, für Ärztinnen und Ärzte, aber auch für das öffentliche Gesundheitssystem und damit für die gesamte Bevölkerung.

Genau wie beim klassischen Impfpass werden im e-Impfpass zukünftig alle Impfungen aufgezeichnet, die eine Person erhalten hat. Die Impfungen werden aber nicht mehr in einem Impfpass aus Papier dokumentiert, sondern sicher in einem elektronischen nationalen Impfregister abgespeichert.

Hinweis: Die Corona-Schutzimpfungen werden bereits im e-Impfpass eingetragen. Man kann seine Impfungen über das ELGA-Portal im e-Impfpass einsehen und ausdrucken (Impfnachweis). Die Impfzertifikate des Grünen Passes werden voraussichtlich Ende Juni abrufbar sein.

   Hier kommen Sie zum Login ELGA-Portal.

 

Der e-Impfpass ist laut GTelG 2012 eine e-Health-Anwendung. Als technische Basis dient die ELGA

Der e-Impfpass ist zwar in dasselbe Zugangsportal wie ELGA integriert, aber er ist selbst kein Teil von ELGA. Obwohl der e-Impfpass also die für ELGA geschaffene technische Infrastruktur nutzt, sind für ihn andere rechtliche Bestimmungen maßgeblich. Ein Unterschied zu ELGA ist, dass es für den e-Impfpass keine Widerspruchsmöglichkeit gibt. Das bedeutet, dass Ihnen Ihr e-Impfpass auch dann zur Verfügung steht, wenn Sie ELGA widersprochen haben. 

Hinweis Für Reisen in Gebiete, in denen der Nachweis von international vorgeschriebenen Impfungen, wie zum Beispiel gegen Gelbfieber auf Papierbasis geordert wird, wird es ergänzend weiterhin den internationalen Impfpass in Papierform geben. 

Informationen zum e-Impfpass Pilotprojekt: www.elga.gv.at/e-impfpass

Hier kommen Sie zum Erklärvideo e-Impfpass (ELGA GmbH):

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Welche Informationen enthält mein e-Impfpass?

Der e-Impfpass enthält zumindest jene Daten, die auch im Papier-Impfpass stehen: Angaben zur geimpften Person, Datum der Impfung, Handelsname des Impfstoffes, Chargenbezeichnung und Name der impfenden Ärztin oder des impfenden Arztes. 

Werden die Impfdaten auf der e-card gespeichert?

Nein. Die Impfdaten werden in einem elektronischen Impfregister, einem besonders abgesicherten Computersystem, gespeichert. Die e-card braucht man nur, um sich identifizieren zu können.

Wo werden die Impfeinträge gespeichert?

Die Impfdaten werden in einem eigenen, geschützten elektronischen Impfregister gespeichert. Dabei wird besonderer Wert auf die Sicherheit der Daten gelegt: Die sicherheitstechnischen Anforderungen orientieren sich an den ELGA-Standards, die bei der Speicherung der Daten der e-Medikation bzw. des e-Befunds angewendet werden.

Wie werden die Impfungen im e-Impfpass eingetragen?

Man kommt mit seiner e-card (oder einem Ausweis und der Sozialversicherungsnummer) zur Impfung. Nimmt die Ärztin bzw. der Arzt oder die öffentliche Impfstelle am Pilotprojekt teil, dann werden zuerst die persönlichen Daten aufgenommen. Danach wird der Impfstoff erfasst, zum Beispiel durch Scannen des QR-Codes auf der Packung des Impfstoffs. Ab dann kann man seine Impfung über das ELGA-Portal einsehen. Während des Pilotprojekts ist es noch nicht vorgesehen, dass man auch zurückliegende Impfungen (z.B. aus dem gelben Papier-Impfpass) in das elektronische Register nachtragen lassen kann.

Werden die Corona-Schutzimpfungen im e-Impfpass abgespeichert?

Ja, die Corona-Impfungen werden bereits eingetragen. Die Zahlen der eingetragenen Corona-Impfungen, die aktuelle Einmeldequote, die zugelassenen Impfstoffe mit den gelieferten Dosen etc. sehen Sie hier: Corona-Schutzimpfungen in Österreich (BMSGPK)

Kann ich meinen e-Impfpass selbst ausdrucken?

Ja. Der e-Impfpass verfügt über die Funktion, die bestehenden Impfungen als Übersicht auszudrucken. Dazu müssen Sie sich im ELGA-Portal einloggen (Button „Login ELGA“ auf www.gesundheit.gv.at rechts oben).

Der Ausdruck des Impfnachweises im e-Impfpass kann auch im pdf-Format erstellt werden und dann bequem z.B. am Handy abgespeichert und mitgeführt werden.

Kann ich den e-Impfpass auch ausdrucken lassen?

Ja. Personen, die bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, können sich die Eintragung ihrer Impfung in den e-Impfpass in Apotheken kostenlos ausdrucken lassen (e-Card erforderlich). Einen solchen Ausdruck seiner Impfdaten erhält man zudem auch kostenlos bei der niedergelassenen Ärztin/dem Arzt

Auch die ELGA-Ombudsstelle druckt auf Wunsch der betroffenen Personen den e-Impfpass sowie die Protokolldaten aus. Dafür steht das Formular eImpfpass zur Verfügung. Die ELGA-Ombudsstelle erteilt keine inhaltlichen Auskünfte über dargestellte Immunisierungsdaten. Diese sind ausschließlich qualifizierten Stellen, wie z.B. einer Ärztin oder einem Arzt, vorbehalten. In diesem Zusammenhang steht auch das Recht auf Auskunft über den e-Impfpass im ELGA-Portal (Zugang unter www.gesundheit.gv.at). Möchte eine Bürgerin/ein Bürger Einsichtnahme bzw. Ausdruck der Protokolldaten, so ist dies im Rahmen der Einsicht/des Ausdruckes der Immunisierungsdaten mit umfasst. 

Wer unterstützt mich bei datenschutzrechtlichen Anliegen?

Gemäß § 2 Z 14 in Verbindung mit § 24e GTelG 2012 können sich Personen mit Anliegen im Zusammenhang mit dem e-Impfpass schriftlich an die  ELGA-Ombudsstelle wenden. 

Kann man sich vom e-Impfpass abmelden?

Nein. Das hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen. Gerade die Corona-Krise hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass die öffentlichen Gesundheitsbehörden österreichweite Daten über den Verlauf einer ansteckenden Krankheit zur Verfügung haben, um entsprechende Maßnahmen zu treffen. Um zum Beispiel die Durchimpfungsraten der Bevölkerung zu wissen, braucht es eine lückenlose Dokumentation aller Impfungen. Wenn nicht alle Impfungen erfasst werden, kann es zu falschen Ergebnissen kommen. 

Bis wann werden alle Österreicherinnen/Österreicher einen e-Impfpass haben?

Der elektronische Impfpass ist ein sehr großes, österreichweites IT-Projekt. Es braucht immer mehrere Jahre, bis so große Projekte flächendeckend umgesetzt sind. Ein Testlauf mit Grippeimpfungen hat letzten Herbst in Wien und in der Steiermark stattgefunden. Jetzt konzentriert man sich auf das Erfassen der Corona-Impfungen. Ab Frühjahr 2021 bekommen alle Arztordinationen eine  „Komfortlösung“, mit der sie alle Impfungen, nicht nur Corona, ins Impfregister eintragen können. Für Bürgerinnen und Bürger ist eine App in der 2. Jahreshälfte 2021 in Aussicht.

Wohin kann ich mich bei Fragen zum e-Impfpass wenden?

Die ELGA-Serviceline ist werktags von Montag bis Freitag unter der Telefonnummer 050 124 4411 in der Zeit von 07.00 bis 19.00 Uhr erreichbar. Sie bietet Informationen und Unterstützung bei Fragen zum eImpfpass.

Wohin kann ich mich bei Fragen zum „Grünen Pass“ wenden?

Informationen zum Grünen Pass finden Sie unter FAQ Grüner Pass(Gesundheitsministerium).

Bei Fragen zum Grünen Pass können Sie sich auch an die Hotline der AGES unter der Telefonnummer 0800 555 621 wenden -  sieben Tage in der Woche, von 0 bis 24 Uhr.

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