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Elektronischer Impfpass (e-Impfpass)

In den nächsten Jahren wird der e-Impfpass den klassischen Papier-Impfpass ablösen. Der e-Impfpass wird nach seiner vollständigen Umsetzung zahlreiche Vorteile bringen – für Personen, die sich impfen lassen, für Ärztinnen und Ärzte, aber auch für das öffentliche Gesundheitssystem und damit für die gesamte Bevölkerung.
Genau wie beim klassischen Impfpass werden im e-Impfpass zukünftig alle Impfungen aufgezeichnet, die eine Person erhalten hat. Die Impfungen werden aber nicht mehr in einem Impfpass aus Papier dokumentiert, sondern sicher in einem elektronischen nationalen Impfregister abgespeichert.

Der e-Impfpass ist eine e-Health-Anwendung. Als technische Basis dient die ELGA-Infrastruktur, also die technisch bewährte Infrastruktur der elektronischen Gesundheitsakte. Man kann seine Impfungen dann über das ELGA-Portal einsehen.

Für Reisen in Gebiete, in denen der Nachweis von international vorgeschriebenen Impfungen, wie zum Beispiel gegen Gelbfieber auf Papierbasis geordert wird, wird es ergänzend weiterhin den internationalen Impfpass in Papierform geben. Informationen zum e-Impfpass Pilotprojekt: www.elga.gv.at/e-impfpass

Welche Informationen enthält mein elektronischer Impfpass?

Der e-Impfpass enthält zumindest jene Daten, die auch im Papier-Impfpass stehen: Angaben zur geimpften Person, Datum der Impfung, Handelsname des Impfstoffes, Chargenbezeichnung und Name der impfenden Ärztin oder des impfenden Arztes. 

Werden die Impfdaten auf der e-card gespeichert?

Nein. Die Impfdaten werden in einem elektronischen Impfregister, einem besonders abgesicherten Computersystem, gespeichert. Die e-card braucht man nur, um sich identifizieren zu können.

Wo werden die Impfeinträge gespeichert?

Die Impfdaten werden in einem eigenen, geschützten elektronischen Impfregister gespeichert. Dabei wird besonderer Wert auf die Sicherheit der Daten gelegt: Die sicherheitstechnischen Anforderungen orientieren sich an den ELGA-Standards, die bei der Speicherung der Daten der e-Medikation bzw. des e-Befunds angewendet werden.

Wie werden die Impfungen im e-Impfpass eingetragen?

Man kommt mit seiner e-card (oder einem Ausweis und der Sozialversicherungsnummer) zur Impfung. Nimmt die Ärztin bzw. der Arzt oder die öffentliche Impfstelle am Pilotprojekt teil, dann werden zuerst die persönlichen Daten aufgenommen. Danach wird der Impfstoff erfasst, zum Beispiel durch Scannen des QR-Codes auf der Packung des Impfstoffs. Ab dann kann man seine Impfung über das ELGA-Portal einsehen.

Kann ich schon verabreichte Impfungen in meinem e-Impfpass nachtragen lassen?

Während des Pilotprojekts ist das noch nicht möglich. Später soll man aber auch zurückliegende Impfungen in das elektronische Impfregister und damit in seinen e-Impfpass aufnehmen lassen können. Dazu muss man dann nachweisen, dass man die Impfung auch tatsächlich erhalten hat. Jede autorisierte Stelle wird die Impfungen nachtragen können.

Kann man sich vom e-Impfpass abmelden?

Nein. Das hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen. Gerade die Corona-Krise hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass die öffentlichen Gesundheitsbehörden österreichweite Daten über den Verlauf einer ansteckenden Krankheit zur Verfügung haben, um entsprechende Maßnahmen zu treffen. Um zum Beispiel die Durchimpfungsraten der Bevölkerung zu wissen, braucht es eine lückenlose Dokumentation aller Impfungen. Wenn nicht alle Impfungen erfasst werden, kann es zu falschen Ergebnissen kommen. 

Bis wann werden alle Österreicherinnen/Österreicher einen e-Impfpass haben?

Der elektronische Impfpass ist ein sehr großes, österreichweites IT-Projekt. Es braucht immer mehrere Jahre, bis so große Projekte flächendeckend umgesetzt sind. Im Herbst 2020 startet ein Pilotprojekt mit ausgewählten Impfstellen in Wien, der Steiermark und Niederösterreich mit den Grippe- und später Corona-Impfungen. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt werden dann in den nächsten Jahren österreichweit umgesetzt.

Beratung & Hilfe

ELGA: Beratung & Hilfe (Informationen zur ELGA-Serviceline, zur ELGA-Widerspruchstelle und zur ELGA-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland sowie verschiedene Formulare zum Herunterladen und Ausfüllen.)

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