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Symbolfoto e-Befund © BillionPhotos.com
Symbolfoto e-Befund © BillionPhotos.com

ELGA: e-Befund

e-Befund ist eine Funktion der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Damit können Gesundheitsdiensteanbieter (GDA), die in einem Behandlungs- oder Betreuungsverhältnis mit einer Patientin/einem Patienten stehen, in alle nicht gesperrten Befunde anderer GDA (z.B. Ärztinnen/Ärzte) Einsicht nehmen. Die e-Befunde werden in einem einheitlichen Format erstellt, was die Handhabung erleichtert. Durch diese Funktion kann die Vorgeschichte der Patientin/des Patienten leichter und rascher eingesehen werden, da nicht auf alle Befunde in Papierformat gewartet werden muss. Die Behandlung kann dadurch ohne Verzögerung begonnen werden.

Welche e-Befunde können abgerufen werden?

Derzeit können folgende Befunde über ELGA abgerufen werden:

  • ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe
  • Laborbefunde
  • Radiologiebefunde

Zum aktuellen Zeitpunkt werden diese Befunde nur von öffentlichen Krankenhäusern in ELGA gespeichert. Seit 2016 wurden schon mehr als 30 Millionen Befunde gespeichert. Diese bleiben jeweils für zehn Jahre über ELGA abrufbar.

Zukünftig sollen u.a. auch allgemeine und spezielle fachärztliche Befunde sowie ambulante Pflegeberichte zur Verfügung stehen.

Welche e-Befunde sehen meine GDA?

Jeder GDA, der in einem Betreuungs- oder Behandlungsverhältnis mit einer Patientin/einem Patienten steht, hat für 28 Tage Zugriff auf die freigeschalteten e-Befunde der Patientin/des Patienten. Befunde, die vor der Nutzung von ELGA erstellt worden sind, scheinen nicht in ELGA auf. Es können auch keine älteren Befunde nachträglich in ELGA erfasst werden. Jede ELGA-Teilnehmerin/jeder ELGA-Teilnehmer kann jedoch ihre/seine e-Befunde selbst verwalten und die Sichtbarkeit einstellen.

Derzeit werden die Befunde von öffentlichen Krankenhäusern und österreichweit ca. 500 niedergelassenen Ärzten abgerufen. Manche anderen Gesundheitseinrichtungen wie Pflegeeinrichtungen und Rehakliniken nutzen ELGA ebenfalls.

Die eigenen e-Befunde verwalten

Jede ELGA-Teilnehmerin/jeder ELGA-Teilnehmer kann einzelne ihrer/seiner e-Befunde sperren, sodass GDA bestimmte Befunde nicht einsehen können. Erst nachdem die ELGA-Teilnehmerin/der ELGA-Teilnehmer den Befund wieder freigeschalten hat, können GDA wieder die gesperrten e-Befunde sehen.

Auch kann über das ELGA-Portal oder in der ELGA-Ombudsstelle ein e-Befund von einer ELGA-Teilnehmerin/einem ELGA-Teilnehmer gelöscht werden. Gelöschte Befunde scheinen dann nicht mehr in ELGA auf und sind unwiderruflich gelöscht.

Bürgerinnen/Bürger können ihre e-Befunde auch selbst über das ELGA-Portal bzw. in der ELGA-Ombudsstelle abrufen und als PDF ausdrucken. Die Funktion der e-Befunde listet alle Befunde, die seit der Nutzung von ELGA sowohl der Patientin/des Patienten, als auch des GDA erstellt worden sind.

Beratung & Hilfe

ELGA: Beratung & Hilfe (Informationen zur ELGA-Serviceline, zur ELGA-Widerspruchstelle und zur ELGA-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland sowie verschiedene Formulare zum Herunterladen und Ausfüllen.)

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