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Erste Hilfe gegen Hitze

Junge Frau trinkt aus Wasserflasche © kieferpix
12.06.2019

Mit Temperaturen deutlich über 30 Grad steht die erste Hitzewelle, vor allem im Osten Österreichs, bevor. Wenn auch in der Nacht die Abkühlung fehlt, wird die Hitze für viele Menschen zur Belastung. Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch die hohen Temperaturen besteht besonders bei Babys, älteren Menschen und Kranken. Das Rote Kreuz gibt praktische Tipps für den richtigen Umgang mit einer Hitzewelle.

Was tun bei einem Hitzenotfall?

Wenn der Körper heiß läuft, kann es zu einem Sonnenstich und Hitzschlag kommen. Erste Warnsignale sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schlappheit, ein trockener Mund oder Krämpfe in Armen oder Beinen.

Bemerken Sie diese Anzeichen, ist rasches Handeln gefragt: Bringen Sie die betroffene Person in den kühlen Schatten und in eine aufrechte Sitzposition. Bringen Sie etwas zu trinken. Legen Sie zur Kühlung feuchte Tücher auf Stirn und Oberkörper. Wenn nach kurzer Zeit keine Besserung eintritt, sollte die Rettung gerufen werden. 

So sorgen Sie für Abkühlung

Verdunstendes Wasser kühlt. Gesicht, Arme, Unterschenkel und Füße können mit einer Sprühflasche benetzt werden. Duschen mit lauwarmen Wasser hilft dem Körper besser Wärme abzugeben, als kalt zu duschen. Kühlend wirken auch kalte Umschläge und Fußbäder. „Vor allem ältere Menschen brauchen Abkühlung. Sie schwitzen weniger als Jüngere. Dadurch wird ihre Körpertemperatur nicht ausreichend reguliert“, erklärt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

Körperliche Anstrengung in der Hitze sollten vermieden werden. Um Einkäufe zu erledigen oder Sport zu treiben, ist es besser, die kühlen Morgen- und Abendstunden zu nutzen. Damit es zu Hause nicht zu heiß wird, schließen Sie untertags Vorhänge, Jalousien und Fensterläden.

Ausreichend Trinken

„Trinken Sie an heißen Tagen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt. Ideal sind kühles Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kalte Suppen. Das hilft, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen“, so Dr. Schreiber. Alkohol und Koffein belasten den Kreislauf zusätzlich.

 Weitere Informationen:

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