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Mit der Hitze richtig umgehen

Thermometer © pusteflower9024
01.07.2016

Sommer, Sonne – Hitze. Wenn sich das Thermometer in Richtung 30 Grad Celsius bewegt, belasten die hohen Temperaturen besonders bei längeren Hitzeperioden den Körper. Speziell ältere und kranke Menschen sind davon betroffen. Aber auch Kinder und gesunde Menschen können unter der Hitze leiden.

Einfache Tipps helfen, sich auf heiße Tage und Nächte vorzubereiten: So gehen Sie mit der Hitze richtig um.

Hitzewarnungen für Spitäler

Droht eine Hitzewelle, sind Einrichtungen wie Spitäler, Pflegeheime, Kindergärten oder Blaulichtorganisationen besonders gefordert. Damit diese Einrichtungen besser auf den voraussichtlich erhöhten Betreuungsbedarf reagieren und vorbeugende Maßnahmen setzen können, verschickt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit einem Hitzetool rechtzeitig Warnungen. Das Hitzetool steht seit Ende Juni 2016 für niederösterreichische Einrichtungen zur Verfügung. Ähnliche Hitzeschutzpläne laufen bereits in der Steiermark, in Kärnten und in Wien.

„Neben der Temperatur spielen auch die Luftfeuchtigkeit, der Wind und die Sonneneinstrahlung eine entscheidende Rolle, wie die Hitze empfunden wird und welche negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus damit verbunden sind. Dabei haben auch die Jahreszeit und vor allem die Dauer der Hitzewelle einen entscheidenden Einfluss. Einen einzigen Hitzetag übersteht man leichter als eine mehrtägige Hitzeperiode“, erklärt ZAMG-Direktor Michael Staudinger.

Hitzewellen werden häufiger

Die Zahl der Hitzetage (30 Grad und mehr) und der Tropennächte (Tiefsttemperatur nicht unter 20 Grad) hat sich in Niederösterreich in den vergangenen Jahrzehnten verdoppelt, in einigen Regionen sogar verdreifacht. Seit den 2000er-Jahren kam es erstmals in der Messgeschichte in einigen Regionen vor, dass pro Jahr mehr als 40 Hitzetage registriert wurden, zum Beispiel im Jahr 2015 in St. Pölten (41 Hitzetage), in Wr. Neustadt (42 Hitzetage) und in Krems (43 Hitzetage).

Berechnungen von Klimamodellen lassen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten im Großteil Europas einen weiteren Anstieg von Hitzetagen erwarten. Dr. Staudinger: „Hitze ist eine oft unterschätzte Wettergefahr, kann aber sehr dramatische Folgen haben. Die besonders gut untersuchte Hitzewelle im Jahr 2003 wird in Europa mit rund 70.000 Todesfällen in Zusammenhang gebracht.“

Weitere Informationen:

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