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Vorbeifahrender Lastwagen © lassedesignen

Verkehr und Lärm

Der Verkehr stellt im Jahr 2007 in Österreich die bei Weitem größte Lärmquelle dar. Am meisten ist die Bevölkerung von Straßenlärm betroffen: Mehr als 80 Prozent des Verkehrslärms werden durch Pkw, Lkw, Busse und Motorräder verursacht. Aber auch der Flug- und Bahnverkehr tragen zur Lärmbelastung einer Region bei.

Verkehrslärm stellt laut WHO, nach der Luftverschmutzung, das zweitgrößte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa dar. Dauernder Verkehrslärm ist mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schlafstörungen, Stress und Tinnitus verbunden.

Straßenverkehrslärm

Der Straßenverkehrslärm entsteht vor allem durch Motorgeräusche der verschiedenen Fahrzeuge (Autos, Motorräder, Busse, Lkws etc.) und durch Abrollgeräusche der Reifen auf der Fahrbahn. Dabei gilt: Je schneller Fahrzeuge unterwegs sind, desto höher ist der Lärmpegel (Schalldruckpegel).

Lärmschutz

Der beste Lärmschutz ist die Verringerung und Vermeidung von Lärmquellen, wie sie Kraftfahrzeuge darstellen. So können durch die verstärkte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrgemeinschaften nicht nur Feinstaub und andere Schadstoffe, sondern auch das Straßenverkehrsaufkommen und damit der Lärmpegel gesenkt werden. Auch Elektromobilität hilft, Umwelt- und Lärmprobleme zu senken. Bauliche Maßnahmen entlang von Autobahnen und Schnellstraßen, z.B. Lärmschutzwände, sollen die Anrainerinnen und Anrainer vor übermäßiger Lärmbelastung schützen.

Langsamer ist leiser

Eine wichtige Lärmschutzmaßnahme sind Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sie reduzieren den Lärmpegel deutlich: In verkehrsberuhigten Zonen mit 30 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung ist der Lärmpegel um fast sechs dB geringer als bei 50 km/h maximal erlaubter Geschwindigkeit im Ortsgebiet. Auf Autobahnen bringt eine Tempo-100-Beschränkung gegenüber 130 km/h eine Lärmreduktion von drei dB.

Wie kann ich Autolärm vermeiden?

Durch das alltägliche Verhalten kann jede/jeder Einzelne dazu beitragen, im Straßenverkehr Lärm zu vermeiden, z.B.:

  • Langsamer fahren: niedertourig, gleichmäßiger und vorausschauend,
  • lärmarme Reifen verwenden,
  • unnötige Beschleunigungsvorgänge vermeiden,
  • Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen
  • auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sowie
  • unnötige Autofahrten vermeiden.

Weitere Informationen:

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