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Arbeitslosigkeit: Was jetzt?

Eine völlig neue Lebenssituation, in der man sich erst zurechtfinden muss. Welche Amtswege muss ich erledigen, welche finanziellen Beihilfen stehen mir zu, bin ich noch krankenversichert …? Viele Fragen – hier ein kleiner Wegweiser: Ihre erste wichtigste Anlaufstelle bei Jobverlust ist das Arbeitsmarktservice (AMS). Geschäftsstellen gibt es in allen Bundesländern und größeren Städten. Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit müssen Sie mit einer regionalen Geschäftsstelle persönlich in Kontakt treten . . .

Welche Wege sind zu erledigen?

Es ist auch möglich, sich bereits vorab online beim AMS arbeitslos zu melden – in diesem Fall ist es ausreichend, innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Arbeitslosigkeit persönlich im AMS zu erscheinen. Um sich besser auf das Erstgespräch beim Arbeitsmarktservice vorzubereiten, ist es hilfreich, sich bereits vorab zu informieren, was Sie alles mitbringen sollten. Da es individuell unterschiedlich sein kann, welche Unterlagen erforderlich sind, ist es ratsam, sich beim AMS telefonisch zu erkundigen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Arbeitslosengeld und weitere Beihilfen

Nach Ihrem Erstgespräch beim AMS steht Ihnen Ihre persönliche Beraterin/Ihr persönlicher Berater bei allen Fragen bezüglich Finanzen, Jobsuche und Fördermöglichkeiten in den Bereichen Qualifizierung, Beschäftigung und Unterstützung zur Seite. Zuallererst wird geklärt, ob Sie einen Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung haben. Auch wenn kein Anspruch auf „klassisches“ Arbeitslosengeld besteht, gibt es verschiedene weitere finanzielle Beihilfen des AMS, die Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen zustehen wie z.B. Notstands- oder Überbrückungshilfe. Ihre Beraterin/Ihr Berater bespricht dies mit Ihnen persönlich.

Eine Übersicht möglicher Leistungen finden Sie auf der Website des AMS.

Gesucht, gefunden: Mein neuer Job

Neben dem über das AMS angebotene Jobportal eJob-Room können bei der Jobsuche weitere arbeitsmarktpolitische Beratungs- und Betreuungseinrichtungen (BBE, abrufbar über das jeweilige AMS/Bundesland) sowie das Berufsförderungsinstitut (BFI) hilfreich sein.

Idealerweise bedient man sich auf Arbeitssuche mehrerer Informationskanäle, um auch kein Angebot zu verpassen. Das Internet und die meisten Tageszeitungen bieten Jobbörsen und Karrierebeilagen mit Stelleninseraten. Viele Online-Jobportale stellen kostenlose Suchagenten zur Verfügung, in denen Sie Ihr persönliches Suchprofil speichern können und automatisch über geeignete freie Stellen informiert werden. So haben Sie einen lückenlosen Überblick. Auf vielen Portalen können zudem kostenlos Stellengesuche inseriert werden.

Blindbewerbung

Unterschätzen Sie auch nicht die Wirkung von Blindbewerbungen, bei denen Sie Unternehmen direkt anschreiben, die Sie als Arbeitgeber ansprechen. Es ist auch gut, das soziale Umfeld über die eigene Arbeitssuche zu informieren. Häufig ergeben sich so Kontakte und Chancen, die einen weiter bringen.

Krankenversicherung

Haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld oder eine andere Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts wie z.B. Notstandshilfe, sind Sie – gegebenenfalls auch Ihre Angehörigen – während der Zeit des Bezugs automatisch krankenversichert. Steht Ihnen keine derartige Unterstützung zu und besteht auch keine Möglichkeit einer Mitversicherung bei einer/einem Angehörigen, müssen Sie sich selbst krankenversichern.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger.

Rezeptgebührenbefreiung

Unter Arbeitslosigkeit kann eine Befreiung von der Rezeptgebühr sowie vom Serviceentgelt für die E-Card beantragt werden – vorausgesetzt, das monatliche Nettoeinkommen aller in der Hausgemeinschaft lebenden Personen übersteigt bestimmte Richtsätze nicht. Da das Arbeitslosengeld nur zwölfmal pro Jahr ausbezahlt wird, wird das monatliche Nettoeinkommen umgerechnet auf 14 Monate. Den Antrag auf Rezeptgebührenbefreiung müssen Sie mit Ihrer Bezugsbestätigung über das Arbeitslosengeld oder einer anderen Beihilfe bei Ihrem Krankenversicherungsträger einreichen.

Weitere Informationen zur Rezeptgebührenbefreiung auf Antrag erhalten Sie bei der Österreichischen Sozialversicherung.

Auf der Suche nach dem Sinn

Um einem drohenden Abwärtstrend hinsichtlich psychischer und körperlicher Gesundheit zu entkommen, ist es wichtig, bewusst gegenzusteuern und Initiative zu ergreifen. „Des eigenen Glückes Schmied zu werden“, verleiht einem Selbstbewusstsein und -vertrauen. So kann es hilfreich sein, dem Tag eine gewisse Struktur mit Fixpunkten zu geben, z.B. Bewegung an der frischen Luft, Kochen einer Mahlzeit.

Wichtig ist auch, Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls man den Eindruck hat, es nicht mehr alleine zu schaffen. Professionelle Unterstützung finden Sie unter Psychologische und psychotherapeutische Hilfe.

Freiwilligenarbeit oder geringfügige Beschäftigung

Um die finanzielle Situation während der Arbeitslosigkeit aufzubessern, aber auch um dem „Nichtstun“ zu entkommen und den Selbstwert zu festigen, kann neben dem Bezug von Arbeitslosengeld auch geringfügig gearbeitet werden. Besprechen Sie dies jedoch unbedingt vorher mit Ihrer AMS-Beraterin/Ihrem AMS-Berater.

Darüber hinaus kann auch eine ehrenamtliche oder freiwillige Tätigkeit sinnstiftend sein. Eventuell ergeben sich so neue soziale Kontakte, die bei der Jobsuche hilfreich sein können. Auf der Website www.freiwilligenweb.at finden Sie eine Auflistung sämtlicher Organisationen, bei denen Sie ehrenamtlich mitarbeiten können.

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