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Mutter-Kind-Pass: FAQ

Wann und wo erhalte ich den Mutter-Kind-Pass? Muss ich die Untersuchungen durchführen lassen? Können Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen auch im Ausland duchgeführt werden? Antworten auf diese und ähnliche Fragen erhalten Sie hier  . . .

Wann und wo erhalte ich den Mutter-Kind-Pass?

Einen Mutter-Kind-Pass erhalten Sie nach Feststellung einer Schwangerschaft bei

  • Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe;

Aber auch bei folgenden Ärztinnen/Ärzten bzw. Einrichtungen, wenn diese Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchführen:

  • Fachärztin/Facharzt für Allgemeinmedizin,
  • in den Fachambulatorien der Gebietskrankenkassen,
  • in den Ambulanzen von Krankenanstalten mit geburtshilflicher Abteilung und
  • in den Schwangeren- bzw. Familienberatungsstellen.

Sind die Untersuchungen kostenpflichtig?

Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen können bei Vertragsärztinnen und Vertragsärzten der Sozialversicherungsträger kostenlos durchgeführt werden. Führt eine Wahlärztin/ein Wahlarzt die Untersuchungen durch, müssen die entstandenen Kosten zunächst selbst bezahlt werden. Bei Vorlage der Honorarnote samt Zahlungsnachweis werden die Kosten zum Teil von der Sozialversicherung übernommen. Die Höhe der Kostenerstattung orientiert sich an jenem Tarif, den die Krankenkasse einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt für dieselbe Leistung bezahlt.

Gibt es den Mutter-Kind-Pass auch ohne Versicherung?

Auch wenn Sie nicht versichert sind, haben Sie Anspruch auf den Mutter-Kind-Pass. Sie müssen sich jedoch vor der Inanspruchnahme einer Untersuchung von der Gebietskrankenkasse, die für Ihren Wohnort zuständig ist, einen Anspruchsbeleg ausstellen lassen. Mit diesem Beleg können Sie bei einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt des Krankenversicherungsträgers die jeweiligen vorgesehenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kostenlos durchführen.

Wann bekomme ich das gesamte Kinderbetreuungsgeld?

Für den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe müssen die ersten zehn Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (fünf geburtshilfliche Untersuchungen während der Schwangerschaft und die Untersuchungen des Kindes bis zum 10.–14. Lebensmonat) bei der zuständigen Krankenkasse nachgewiesen werden. Fehlt dieser Nachweis, wird das Kinderbetreuungsgeld gekürzt.

Hinweis Die Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft und die Hüftultraschalluntersuchungen des Kindes stellen keine Voraussetzung für den Erhalt des Kinderbetreuungsgeldes dar. Möchte Sie keinen Ultraschall durchführen lassen, haben Sie dadurch keine finanziellen Nachteile beim Kinderbetreuungsgeld.

Wer hat Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld?

Jede Person mit Wohnsitz in Österreich hat Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. Das heißt, Kinderbetreuungsgeld wird auch jenen Personen gewährt, die nicht berufstätig oder pflichtversichert sind.

Voraussetzungen:

  • Ein Elternteil muss Familienbeihilfe beziehen.
  • Der Elternteil, der das Kinderbetreuungsgeld bezieht, muss mit dem Kind in einem Haushalt leben.

Werden im Ausland durchgeführte Untersuchungen anerkannt?

Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen können auch im Ausland durchgeführt werden. Falls keine Eintragung in den Mutter-Kind-Pass erfolgt, ist auch eine ärztliche Bestätigung als Nachweis für die Durchführung der jeweils vorgesehenen Untersuchung ausreichend. Für die Gewährung des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe können die Untersuchungen nur anerkannt werden, sofern sie nach Art, Anzahl und Durchführungszeitpunkt exakt den vorgeschriebenen österreichischen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen entsprechen und dies aus der ärztlichen Bestätigung auch entsprechend hervorgeht. Unter Umständen sind beglaubigte Übersetzungen vorzulegen.

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