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Baby im Inkubator © Martin Valigursky

Frühgeburt & Entwicklung

Kommt ein Kind zu früh auf die Welt, stellen sich den Eltern oft viele Fragen. Wird sich mein Kind normal entwickeln? Wie kann ich es in seiner Entwicklung fördern? Von Beginn an unterstützt ein multidisziplinäres Fachpersonal in den Krankenhäusern Mutter und Vater beim Umgang mit dem Thema Frühgeburt.

Wann spricht man von einer Frühgeburt?

Wenn ein Kind vor der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt, gilt es als Frühgeborenes. Bei der Beobachtung und Einschätzung der Entwicklung wird bis zum vollendeten dritten Lebensjahr das sogenannte korrigierte Lebensalter herangezogen. Darunter versteht man jenes Alter, das sich ergibt, wenn die Anzahl der Wochen, die das Kind zu früh geboren wurde, vom derzeitigen Alter abgezogen wird. Allgemeine Informationen finden Sie unter Frühgeburt.

Multiprofessionelle Nachsorge

Je nachdem wie viele Wochen ein Kind zu früh auf die Welt kommt bzw. ob Komplikationen auftreten, werden die normalen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchgeführt, oder es wird eine gesonderte Nachsorge, z.B. in darauf spezialisierten Ambulanzen, empfohlen. Vor allem für sehr kleine Frühgeborene, die bei der Geburt unter 1.500 Gramm wogen oder vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren wurden, ist eine regelmäßige spezielle Entwicklungskontrolle notwendig. Dabei kommen zusätzlich zu Fachärztinnen/Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde häufig auch Professionalisten aus den Bereichen Psychologie, Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie zum Einsatz. Informationen zu diesen Berufen finden Sie unter Gesundheitsberufe.

Gezielte Entwicklungsförderung

Es lässt sich nicht genau vorhersagen, wie rasch sich ein Frühgeborenes entwickelt. Dies ist individuell und von vielen Faktoren abhängig. Durch gezielte Förderung können die Kinder jedoch in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Dabei hat jedes Kind sein eigenes „Tempo“.

In ganz Österreich gibt es spezialisierte Nachsorge- bzw. Entwicklungsambulanzen für Frühgeborene. Ihre Fachärztin/Ihr Facharzt für Kinderheilkunde wird bei Bedarf eine Überweisung dorthin veranlassen.

Informationen zu Selbsthilfegruppen finden Sie unter Suche nach Selbsthilfegruppen.

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