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Skifahrer © Alexander Rochau

Skifahren (alpiner Skilauf)

Der alpine Skilauf vereint Geschwindigkeitsgefühl, Naturerlebnis und körperliche Aktivität zu einem vielfältigen Sporterlebnis. Beim Skifahren sind eine gute Kraftausdauer in den Beinen und eine gute Allgemeinkondition wichtige Voraussetzungen. Zusätzlich sorgen eine ausgeprägte Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit für einen sicheren Fahrstil und eine gute Beherrschung der Ski. Skifahren wird von vielen Menschen vor allem im Urlaub oder am Wochenende ausgeübt, dann aber oft mehrere Stunden lang. Eine gute Vorbereitung mit speziellem Kraftausdauertraining, z.B. Skigymnastik, schafft die notwendigen körperlichen Grundlagen und erhöht den Spaß und die Sicherheit . . .

Mit der Einführung der Carving-Ski in den 90er-Jahren wurden die Modelle drehfreudiger. „Carver“ sind stark tailliert und an den Spitzen und Enden breiter als in der Mitte. Dadurch können sie leichter in die Kurven „einschneiden“. Je nach Taillierung ermöglichen die „Carver“ Bögen mit großem oder kleinem Radius mit höheren Geschwindigkeiten.

Techniken beim Skifahren

Skifahren ist eine dynamische Bewegung, die ein ständiges Anpassen der Körperhaltung an das Gelände erfordert. Um Gleiten und Kurven fahren zu können, ist ein Wechsel aus Gleichgewichthalten, Belasten und Entlasten notwendig. Die Steuerung erfolgt durch Aufkanten („Einschneiden“) der Ski aus dem Knie- und Hüftgelenk heraus. Der belastete Außenski übernimmt dabei die Hauptrolle. Geübte Skifahrerinnen und Skifahrer schneiden auch auf der Innenkante des Innenskis mit. Dabei ist die Gefahr des Verkantens jedoch größer.

Beim Carving werden die Ski mit etwa schulterbreitem Abstand gefahren. Der Stockeinsatz ist eine Drehhilfe, verliert aber bei zunehmender Geschwindigkeit seine Wirkung. Beim „Funcarven“ verzichten die Profis ganz auf Stöcke, um mit extremer Schräglage durch die Kurven schneiden zu können.

Hinweis Wenn Sie den ganzen Tag mit Skiern unterwegs sind, lässt am Nachmittag die Konzentration und Leistungsfähigkeit nach. Untrainierte sollten beim Skifahren nach zwei Stunden eine längere Pause einlegen. Am dritten Tag eines Skiurlaubs kommt es bei vielen Menschen zu einem Leistungstief – ein Rasttag ermöglicht es, sich zu erholen.

Aufwärmen vor der Abfahrt

Ein paar kurze, intensive Übungen mobilisieren die Muskeln vor der Abfahrt. Das ist besonders bei Kälte oder nach langem Sitzen im Sessellift wichtig und beugt Stürzen und Verletzungen vor. In manchen Skigebieten sind bei der Bergstation oder beim Liftausstieg Hinweistafeln mit Übungsanleitungen angebracht.

Aufwärmübungen: z.B. Armkreisen, Ski abwechselnd hochheben, leichte Sprünge.

Die richtige Ausrüstung

Ski: Für das individuelle Können und den Einsatzbereich (z.B. Piste, Variantenfahren) sind verschiedene Modelle erhältlich. Zur Wartung der Ski gehört auch die Kontrolle der Sicherheitsbindung durch einen Profi. Das Wachsen der Ski sorgt für eine bessere Gleitfähigkeit, und geschliffene Kanten bieten guten Halt auf der Piste.

Skischuhe: Wichtig für die Steuerung der Ski sind eine gute Passform und ein fester Sitz der Schuhe. Bei geschlossenen Schnallen und leichter Vorlage sollte man die Zehen noch bewegen können. Ist der Schuh zu groß, müssen die Schnallen zu fest zugemacht werden, dies stört die Durchblutung.

Bekleidung: Skianorak und Skihose aus wind- und wasserabweisendem Material schützen den Körper vor dem Auskühlen. Mehrere dünne Kleidungsschichten isolieren besser als wenige dicke. Das „Zwiebelschichten“-Prinzip gilt auch für die Hände: Bei Wind und Kälte bietet ein zweites Paar dünner Handschuhe unter den Skihandschuhen einen Wärmevorteil. Kinder sind im Gesicht besonders kälteempfindlich. Gesichtsmasken aus Textil halten warm und schützen vor Erfrierungen.

Helm: Laut dem KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) sind die meisten tödlichen Skiunfälle auf schwere Kopfverletzungen zurückzuführen. Ein Helm schützt bei Stürzen oder einem Zusammenstoß. Besonders gefährdet sind Kinder. Für sie zählt ein Helm zur Standardausrüstung! In manchen Bundesländern gilt eine Helmpflicht für Minderjährige bis zum 15. Lebensjahr. Entscheidend ist ein bequemer, aber fester Sitz. Der Helm sollte am Hinterkopf und über den Halteriemen verstellt werden können.

Brillen: Je nachdem ob die Sonne lacht oder der Schnee fegt, schützen Sonnen- oder Schneebrillen die Augen und sorgen für gute Sicht.

Wohin kann ich mich wenden?

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