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Seniorenpaar surft im Internet © Robert Kneschke

Lebenslanges Lernen

Im Alter das tun, was Freude macht, selbstständig sein und ein erfülltes Leben führen, ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Um sich diesen Wunsch nach einem aktiven, selbstbestimmten Leben zu erfüllen, ist lebenslanges Lernen ein wichtiger Schlüssel.
Lernen bedeutet auch, sich mit Neuem auseinanderzusetzen: mit persönlichen Veränderungen, neuen gesellschaftlichen Herausforderungen oder mit dem technischen Fortschritt. Dies ist auch und besonders im Alter wichtig.

Lernen ist Entwicklung

Das Leben bringt – ob man will oder nicht – oft neue Anforderungen, Chancen und Verluste mit sich. Jeder Mensch passt sich an diese Veränderungen an und entwickelt sich, solange er lebt. Dies betrifft beispielsweise:

  • Die körperliche Entwicklung: Wachstum, Veränderungen der Körperfunktionen, der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit, körperliche Alterung etc.
  • Die soziale und emotionale Entwicklung: Veränderungen im Verhalten, in den Einstellungen, im Umgang mit anderen Menschen und mit sich selbst, in der Kommunikation etc.
  • Die kognitive Entwicklung: Veränderungen der Gedächtnisleistung, der Konzentration, im Alltagswissen etc.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass der Mensch in jedem Alter seine Fähigkeiten verbessern und Verluste kompensieren kann. Eine wichtige Voraussetzung für gesundes Altern ist die Bereitschaft zum Lernen.

Lernen im Alter

Kinder lernen sehr rasch, ältere Menschen hingegen langsamer. Dafür haben ältere Menschen den Vorteil, auf ihren Erfahrungsschatz zurückgreifen zu können. Jemand, der ans Lernen gewöhnt ist, wird sich etwas leichter tun, neue Inhalte aufzunehmen. Aber auch Seniorinnen/Senioren, die nach langer Lernpause wieder damit anfangen und z.B. eine Sprache lernen, können Erfolg haben. Wichtig sind ein unterstützendes Umfeld und die innere Einstellung.

Den Lernerfolg fördert die Bereitschaft, 

  • persönliche Barrieren zu überwinden, 
  • zu üben und durchzuhalten, 
  • mit anderen zu kommunizieren, von anderen zu lernen und 
  • das neu Gelernte in der Praxis anzuwenden.

Unterstützendes Lernumfeld

Angebote der Erwachsenenbildung für ältere Menschen müssen deren Bedürfnissen und Interessen entsprechen und passende Lehrmethoden verwenden. Um Freude am Lernen zu haben, benötigen ältere Menschen die richtigen Rahmenbedingungen:

  • Ein positives, unterstützendes Lernklima fördert den Lernerfolg. Die Pädagoginnen/Pädagogen gehen auf die persönlichen Bedürfnisse, Interessen und Vorkenntnisse ein.
  • Ausreichend Zeit, um neue Informationen zu lernen und Wissen zu festigen.
  • Gut aufbereitete, verständliche Inhalte erleichtern das Lernen.
  • Eine gute Erreichbarkeit des Angebots in der Nähe des Wohnorts, die Anpassung der Kurszeiten an die Bedürfnisse Älterer und Barrierefreiheit des Veranstaltungsorts sind wichtige Voraussetzungen für die Teilnahme.

Organisiertes und informelles Lernen

Die Möglichkeiten lebensbegleitend zu lernen sind vielfältig:

  • Organisiertes Lernen – mit oder ohne Zertifikat – ist in anerkannten Bildungseinrichtungen wie Schulen, Universitäten oder Einrichtungen der Erwachsenenbildung möglich. 
  • Darüber hinaus bieten Vereine für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter Kurse und Schulungen an, die spezielle Kenntnisse vermitteln.
  • Auch im Alltag und im sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Verein etc.) werden Kompetenzen und praktische Fähigkeiten in vielen Situationen – oft unbewusst, nicht organisiert und informell – gelernt, z.B. bei gemeinsamen Aktivitäten oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Kompetenzen im Alter lernen

Lernen bedeutet nicht nur, sich praktisches, beruflich verwertbares Wissen anzueignen. Auch das Lernen von neuen Rollen, Fähigkeiten und das Überdenken von eingespielten Verhaltensweisen zählen dazu. Ältere Menschen können – so wie junge – verschiedene Kompetenzen erwerben, um neue Herausforderung zu bewältigen, z.B. mit sozialen und körperlichen Veränderungen  umzugehen, neue Beziehungen zu knüpfen, neue Hobbys zu lernen etc.

Was bringt lebenslanges Lernen?

Bildung und lebenslanges Lernen helfen im Alter, am sozialen Leben teilzunehmen und das Leben selbst zu gestalten. Ältere Menschen, die sich weiterbilden, erwerben neue Kenntnisse, schließen neue Freundschaften und erweitern ihren Horizont. Die geistige Stimulation verbessert die Merkfähigkeit und wirkt positiv auf die Gesundheit.

Lebenslanges Lernen ist die Basis, um die geistigen Fähigkeiten zu erhalten. Einseitige Betätigungen, wie Kreuzworträtsel oder Sudoku-Aufgaben, sind auf die Dauer allein zu wenig. Positiv wirkt eine vielfältige Stimulation, die Denken, Wahrnehmung und Vorstellung anregt, z.B. Fremdsprachen lernen, Tanzen, Musizieren oder Studieren.

Informationen & Angebote

Es gibt vielfältige Bildungsangebote für ältere Menschen:

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