Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Mittleres zelluläres Hämoglobin (MCH)

Synonyme:  Erythrozyten-Indizes (MCH)

Das MCH (mittleres zelluläres Hämoglobin) beziffert den durchschnittlichen Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Bestimmung dieser Labormessgröße erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.
 

  • Basophile
  • Basophile Granulozyten (BAS)
  • Blasten (BLA)
  • Blutausstrich
  • Blutausstrich Befundinterpretation (BAINT)
  • Blutbild
  • Blutfarbstoff roter
  • Blutkörperchen rot
  • Blutkörperchen weiß
  • Blutplättchen
  • Differenzialblutbild
  • Eisen (FE)
  • Eosinophile
  • Eosinophile Granulozyten (EOS)
  • Erythrozyten (ERY)
  • Erythrozyten-Indizes (MCHC)
  • Erythrozyten-Indizes (MCV)
  • Ferritin (FERR)
  • Hämatokrit (HKT)
  • Hämoglobin (HB)
  • Hämoglobin-Elektrophorese (HBEL)
  • Hämopexin (HPEX)
  • Haptoglobin (HAPT)
  • Hb-Elektrophorese
  • Leukozyten (LEUKO)
  • Löslicher Transferrin-Rezeptor (STFR)
  • Lymphozyten (LYM)
  • Metamyelozyten (MET)
  • Mittlere zelluläre Hämoglobinkonzentration (MCHC)
  • Mittleres Zellvolumen (MCV)
  • Monozyten (MON)
  • Myelozyten (MYZ)
  • Neutrophile
  • Neutrophile Granulozyten (NEU)
  • Plasmazellen (PLZ)
  • Promyelozyten (PRM)
  • Retikulozyten (RETR)
  • Rote Blutkörperchen
  • Roter Blutfarbstoff
  • Stäbe
  • Stabkernige (STB)
  • Stabkernige neutrophile Granulozyten
  • Thrombozyten (THR)
  • Transferrin (TF)
  • Transferrin-Rezeptor, löslich
  • Transferrinsättigung (TFS)
  • Weiße Blutkörperchen

Warum wird das MCH der roten Blutkörperchen im Blut bestimmt?

Die Bestimmung des mittleren Hämoglobingehaltes der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut erfolgt bei der Untersuchung des Blutbildes.

Bei der Blutbild-Analyse wird einerseits eine Vielzahl von Werten direkt gemessen. Weitere Werte können aus diesen Ergebnissen berechnet werden. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Erythrozyten-Indizes:

  • MCV: mittleres Zellvolumen der Erythrozyten
  • MCH: mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten
  • MCHC: mittlere Hämoglobin-Konzentration der Erythrozyten
    • wird aus Hämoglobin- und Hämatokrit-Wert berechnet.

Die in einem modernen medizinischen Labor verwendeten Blutbild-Analysegeräte bestimmen diese Erythrozyten-Indizes immer automatisch. Die Erythrozyten-Indizes (allen voran das MCV) können Aufschlüsse über mögliche Ursachen einer Blutarmut (Anämie) geben. Alle drei Erythrozyten-Indizes werden in Zusammenschau der einzelnen Werte gemeinsam beurteilt.

Wie werden die Erythrozyten-Indizes interpretiert?

Eine Blutarmut (Anämie) liegt bei einer Patientin bzw. einem Patienten dann vor, wenn insbesondere der Hämoglobin- sowie der Hämatokrit-Wert im Blut erniedrigt sind.

Abhängig vom MCV-Wert kann die Anämie in eine der folgenden Gruppen eingeteilt werden:

  • MCV niedrig: mikrozytäre Anämie (z.B. bei Eisenmangel)
  • MCV hoch: makrozytäre Anämie (z.B. bei Vitamin-B12-Mangel, auch „perniziöse Anämie“ genannt)
  • MCV normal: normozytäre Anämie (z.B. bei Blutungen)

Abhängig vom MCH-Wert kann eine Blutarmut (Anämie) weiters wie folgt eingeteilt werden:

  • MCH niedrig: hypochrome Anämie (z.B. bei Eisenmangel)
  • MCH hoch: hyperchrome Anämie (z.B. bei chronischem Alkoholmissbrauch)
  • MCH normal: normochrome Anämie (z.B. Anämien ausgelöst durch Entzündungen, Infekte und Tumore)

Im medizinischen Sprachgebrauch wird die Kombination der Messwerte von MCV und MCH schließlich in Zusammenschau interpretiert, sodass zum Beispiel bei Vorliegen einer „mikrozytär-hypochromen Anämie“ der Verdacht auf einen Eisenmangel ausgesprochen werden kann.

Der MCHC-Wert hat für die Anämiediagnostik eine untergeordnete Bedeutung.

Anämie

Eine Anämie (Blutarmut) ist eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut und/oder des Anteils der Erythrozyten am Gesamtvolumen (Hämatokrit).

Bei schweren Formen der Blutarmut kann unter Umständen die Versorgung der Gewebe des Körpers mit Sauerstoff gefährdet sein. Besonders anfällig für einen Sauerstoffmangel ist dabei das Herz. Dementsprechend sind insbesondere herzkranke Menschen bei einer Anämie besonders gefährdet.

Die Ursachen einer Anämie sind vielfältig:

  • Störung der Bildung der Erythrozyten im Knochenmark:
    • Eisenmangel (Eisenmangelanämie) – das ist die häufigste Anämieform überhaupt,
    • Mangel von Vitamin B12 und Folsäure,
    • Mangel des Nierenhormons Erythropoetin („renale Anämie“).
  • Blutverlust
    • z.B. Darmblutungen
    • Verletzungen
  • Gesteigerter Blutabbau (Hämolyse)
    • Malaria
    • angeborene Hämoglobin-Erkrankungen (Sichelzellenanämie, Thalassämie, Kugelzellanämie)

Weitere Infos zu AnämieSichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie.

Weitere Informationen

LOINC: 28539-5

Referenzwerte

Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre Einheit
26–34 pg 26–34 pg 26–34 pg 26–34 pg pg (Pikogramm)

Hinweis

Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.

Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 10. Dezember 2024

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Dr. Gerhard Weigl, Facharzt für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Zusatzfach: Zytodiagnostik

Zurück zum Anfang des Inhaltes