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Blutproberöhrchen © countrypixel

Laborbefund: Was ist das?

Im medizinischen Labor werden Blut und andere Untersuchungsmaterialien (Körperflüssigkeiten wie Harn, Sekrete und Punktate, aber auch Stuhl u.v.m.) untersucht. Die Laborwerte liefern Hinweise auf Erkrankungen bzw. Gesundheitsrisiken und helfen der Ärztin/dem Arzt bei Therapieentscheidungen.

Das Fachgebiet der Labormedizin wird im Fachjargon „Medizinische und Chemische Labordiagnostik“ genannt und gehört neben der Radiologie (bildgebende Diagnostik) und der Pathologie zu den sogenannten diagnostischen medizinischen Fachdisziplinen.

Neben der Diagnose von Erkrankungen werden Laborwerte aber in vielen Fällen auch für die ärztliche Beurteilung von Krankheitsverläufen herangezogen.

Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen werden in Form eines Laborbefundes zusammengestellt und folgendermaßen unterschieden:

Qualitative oder kategorische Ergebnisse
  • positiv bzw. negativ,
  • Blutgruppe A, B oder 0/Rhesus positiv oder negativ.
Semiquantitative Ergebnisse
  • stark positiv, grenzwertig negativ etc.
  • RAST-Klassen bei Allergieuntersuchungen,
  • Titerstufen bei der Infektionsserologie (Antikörperuntersuchungen).
Quantitative Ergebnisse
  • Untersuchungsergebnis in Form von Zahlenwerten plus Einheit.
Interpretation des Befundes
  • diagnostische Interpretation der Ergebnisse durch die Laborärztin oder den Laborarzt.
Hier können Sie als Beispiel einen Laborbefund im PDF-Format öffnen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Laborwerten finden Sie unter Laborwerte-Tabelle (gruppiert nach Organen, Organsystemen bzw. labordiagnostischen Gruppen).

Medizinische Labordiagnostik

Im medizinischen Labor wird neben Blut eine Vielzahl von anderen Untersuchungsmaterialien analysiert. Dazu zählen: 

  • Harn,
  • Stuhl sowie auch
  • alle anderen Körperflüssigkeiten wie
    • Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit),
    • Gelenkspunktate,
    • Abstriche,
    • Spülungen,
    • Sekrete (wie Hustenschleim oder Samenflüssigkeit)
    • und vieles mehr.

Ein wichtiges Spezialgebiet der medizinischen Labordiagnostik sind auch genetische und molekularbiologische Untersuchungen. Diese werden in Zukunft insbesondere im Hinblick auf die Prävention sowie gezielte Therapie von Krankheiten eine zunehmend größere Bedeutung bekommen.

Was wird im Blut untersucht?

Blut ist eine hochkomplexe Flüssigkeit. Sie besteht aus den folgenden Komponenten: 

Bei der Blutuntersuchung können in Abhängigkeit von der ärztlichen Fragestellung (Indikation) alle diese Blutbestandteile analysiert werden.

Untersuchung der Blutzellen

Im medizinischen Labor können alle Blutbestandteile untersucht werden. Die allgemeine sowie globale Untersuchung der zellulären Blutbestandteile heißt Blutbild. Das Verhältnis zwischen den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) auf der einen Seite und der Blutflüssigkeit auf der anderen Seite wird in einem wichtigen Parameter zahlenmäßig ausgedrückt, der praktisch auf jedem Laborbefund steht: dem Hämatokritwert. Das ist der prozentuale Volumenanteil der roten Blutzellen am gesamten Blutvolumen.

Untersuchung von Blutplasma

Das Blutplasma ist eine gelbliche, normalerweise durchsichtig-klare sowie eiweißreiche Flüssigkeit. Damit das Plasma im medizinischen Labor untersucht werden kann, muss das Blut nach der Abnahme ungerinnbar gemacht werden.

Dazu werden dem Blut spezielle Substanzen beigefügt: 

Im nächsten Schritt wird das Blut zentrifugiert. Dabei sammeln sich die Blutzellen im unteren Bereich des Blutabnahmeröhrchens an und der Überstand ist das Plasma.

Untersuchung von Serum

Für bestimmte Laboruntersuchungen wird auch sogenanntes Serum verwendet. Dazu muss das Blut im Abnahmeröhrchen zuerst gerinnen und der nach der Zentrifugation gewonnene flüssige Überstand ist das Serum. Serum ist etwas ärmer an Eiweißstoffen als Plasma, da diese zum Teil für die Blutgerinnung verbraucht werden.

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