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Junge Frau hält Hand an Mund © kristiana1992

Mundwinkelrhagaden

Bei Mundwinkelrhagaden kommt es zum Einreißen der Haut der Mundwinkel. Mundwinkelrhagaden entstehen durch Überdehnung und mangelnde Elastizität. Sie treten aus verschiedenen Gründen auf. Betroffen können diverse Altersgruppen sein – von der Kindheit bis zum höheren Alter.

Die spaltenförmigen Einrisse können durch Aufweichen der Haut entstehen. Es kommt zu einer Rötung der betroffenen Stellen und zur Entzündung. Teils treten weiße Beläge auf.

Ursachen

Verschiedene Faktoren können Mundwinkelrhagaden verursachen, zu einem Einreißen der Haut führen bzw. die Heilung negativ beeinflussen. Dazu zählen unter anderem:

  • Infektionen mit Pilzen, Viren (Herpes-Viren) sowie Bakterien. Insbesondere durch Candida albicans (ein Hefepilz) sowie Staphylococcus aureus (ein Bakterium) oder eine Kombination beider meist beim Vorhandensein ständiger Feuchtigkeit (siehe unten).
  • Atopische Dermatitis (chronische oder wiederkehrende juckende Hautentzündung), z.B. bei Kindern. 
  • Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann begünstigend sein, z.B. Vitamin-B-, Eisen- oder Zinkmangel.
  • Bei sehr trockener Haut können bereits leichte Mundbewegungen dazu führen, dass die Mundwinkel einreißen. Trockene Haut bzw. Lippen werden besonders im Winter durch Aufenthalt im Freien bei sehr kalter, trockener Luft, aber auch durch Aufenthalt in überheizten Innenräumen begünstigt, z.B. infolge typischer Erkältungskrankheiten.
  • Ebenso führt schlecht sitzender Zahnersatz, z.B. Zahnprothesen mit falscher (zu geringer) Bisshöhe oder starkes Zusammenpressen des Mundes unter Umständen zu Mundwinkelrhagaden. Durch Speichel, der sich in den Mundwinkeln ansammelt – z.B. infolge tiefer Falten –, können diese ebenfalls begünstigt werden.

Bei bestimmten Erkrankungen wie etwa Diabetes mellitus oder HIV kann es häufiger zu einer Infektion mit Candida albicans kommen.

Diagnose

Um Mundwinkelrhagaden abzuklären und die Ursache zu ermitteln, sieht sich die Ärztin/der Arzt die betroffenen Stellen genau an. Symptome geben Informationen. Des Weiteren kann unter anderem vorgenommen werden:

  • ein Abstrich, um einen möglichen Erreger festzustellen;
  • Bestimmung verschiedener Laborwerte (z.B. Untersuchung des Abstrichs, Untersuchung des Blutes);
  • diverse weitere Untersuchungen (z.B. Allergietests).

Therapie

Die Behandlung erfolgt durch Ursachenbehebung, z.B. Korrektur des Zahnersatzes bei schlecht sitzender Zahnprothese, Therapie eines eventuellen Eisen-, Zink- oder Vitamin-B-Mangels, Meiden des Auslösers bei etwaiger Allergie etc.  Wesentlich ist zudem die optimale Behandlung einer eventuellen Grunderkrankung (z.B. Diabetes mellitus, HIV).

Spezielle Salben werden verwendet. Je nach Ursache und Beschwerden handelt es sich dabei um antiseptische, antimykotische, antibiotische, entzündungshemmende, juckreizlindernde, antiallergische sowie fetthaltige Salben oder aus einer Kombination.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechstellen zur Abklärung bzw. Behandlung sind

  • die Hausärztin/der Hausarzt,
  • die Zahnärztin/der Zahnarzt,
  • die Hautärztin/der Hautarzt.

Zudem können Ärztinnen/Ärzte weiterer Fachrichtungen bzw. mit Spezialisierung involviert sein (z.B. Infektiologie, Virologie). Gegebenenfalls werden Überweisungen in die Wege geleitet bzw. weitere Untersuchungen angeordnet.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der ärztlichen Diagnose und Therapie bei Mundwinkelrhagaden werden normalerweise vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen. Weitere Informationen erhalten Sie beim für Sie zuständigen Krankenversicherungsträger.

Informationen zu Kostenübernahme bei Wahlärztin/-arzt, Selbstbehalt etc. erhalten Sie zudem unter


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