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Zahnimplantat mit Knochenstruktur © crevis

Implantate

Implantate sind meist schrauben- oder zylinderförmige Systeme, die dem Ersatz natürlicher Zahnwurzeln nach Zahnverlust dienen. Sie werden operativ in den Kieferknochen eingesetzt. Diese künstlichen Zahnwurzeln werden nach einer Einheilungsphase mit festsitzendem Zahnersatz in Form von Kronen oder Brücken versorgt oder verbessern den Halt von Prothesen . . .

Als Implantatmaterial eignen sich aufgrund ihrer hohen mechanischen Stabilität (Härte, Risszähigkeit, Biegefestigkeit), Röntgendichte, Sterilisierbarkeit und guten Verträglichkeit vor allem Titan und Zirkonoxidkeramik. Die Haltbarkeit von Implantaten wird sehr kontrovers diskutiert. Patientinnen/Patienten, die Implantate bereits weit über zehn Jahre haben, sind jedoch keine Seltenheit.

Vor- und Nachteile von Implantaten

Komplikationslos eingeheilte Implantate können Vorteile bieten, z.B.:

  • vergleichbare Festigkeit wie natürliche gesunde Zähne,
  • fester Halt für Prothesen, die aufgrund ungünstiger Kieferverhältnisse schlecht sitzen,
  • Vermeidung der Überkronung für gesunde Zähne, wie dies bei festsitzendem sowie kombiniert festsitzend-herausnehmbarem Zahnersatz erforderlich ist,
  • ästhetisch gute Ergebnisse für Suprakonstruktionen,
  • Vermeidung von Stabilitätsverlusten an den Kieferknochen, wie dies in zahnlosen Bereichen häufig der Fall ist.

Die Nachteile von Implantaten können sein:

  • gelegentlich ästhetische Probleme bei Schneidezahnersatz bei vorangegangenem größeren Knochenverlust,
  • „kein Gefühl“, da Implantate starr sind und nicht, wie natürliche Zähne, „einfedern“ können („Stoßdämpferfunktion“) – dies wird meist nur von wenigen, aber sehr sensiblen Menschen bemerkt,
  • statistisch erwiesene höhere Keramikbruchgefahr („Chipping“), bedingt durch die starre Verankerung der Implantate im Knochen.

Hinweis Implantate sind in der Regel kostspieliger als andere Methoden des Zahnersatzes. Die Behandlungskosten werden im Allgemeinen von den Sozialversicherungsträgern nicht übernommen.

Wohin kann ich mich wenden?

Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt stellt fest, ob und welche Form von Implantat für Sie infrage kommt und berät Sie über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Sie/er übernimmt alle zahnmedizinischen Behandlungen, die Herstellung des Zahnersatzes selbst erfolgt meistens in Zusammenarbeit mit einem Zahnlabor.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für Implantate werden von den Sozialversicherungsträgern nicht übernommen. Im Normalfall muss die Patientin/der Patient die Kosten zur Gänze selbst übernehmen. Nur bei wenigen medizinisch begründeten Ausnahmen wie z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder extremen Kieferverhältnissen werden Zuschüsse gewährt.

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