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Mann und Frau beim Laufen © Rido

Bluthochdruck (Hypertonie): Therapie

Die Basistherapie jeder Hypertonie sollten Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensstils sein. Dadurch normalisieren sich bei einem Viertel der Betroffenen mit einer leichten Bluthochdruckerkrankung die Werte. Bei allen anderen Formen ist zusätzlich eine medikamentöse Therapie notwendig. Zu den wichtigsten Säulen einer Lebensstiländerung sind Gewichts-, Stressreduktion, Ausdauertraining, Ernährung und Reduktion bzw. Verzicht auf Genussmittel . . .

Maßnahmen zu Verbesserung des Lebensstils

  • Gewichtsnormalisierung,
  • Ausdauersport,
  • ausgewogene, salzarme Ernährung,
  • Vermeiden von Bluthochdruck-fördernden Medikamenten,
  • Rauchstopp
  • Alkoholkonsum reduzieren,
  • Entspannung und Stressabbau im Alltag.

Weiters sollten blutdrucksteigernde Medikamente vermieden und bestehende Herz-Kreislauferkrankungen entsprechend behandelt werden. Nähere Informationen finden Sie unter Bluthochdruck: Prävention.

Medikamentöse Therapie

Die Therapie ist individuell sehr verschieden. Prinzipiell werden Medikamente nach einem Stufenschema gegeben. Bei Therapiebeginn bekommt die Betroffene/der Betroffene ein Medikamentenpräparat (Monotherapie). Sollte der Zielblutdruck nicht erreicht werden, wird ein zusätzliches Medikament verschrieben. In manchen Fällen können auch mehr als zwei Blutdruckmittel notwendig sein.

Folgende fünf Medikamente sind erste Wahl bei der Monotherapie:

  • ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) erweitern Gefäße und hemmen blutdrucksteigernde Hormone.
  • Diuretika vom Thiazidtyp (Thiazide) niedrigdosiert steigern die Ausscheidung von Kochsalz und Wasser über die Nieren. Häufig werden diese mit einem anderen Stoff aus dieser Gruppe kombiniert.
  • Kalziumantagonisten: erweitern die peripheren Gefäße
  • Betablocker senken die Herzarbeit und vermindern den Belastungsblutdruck.
  • Langwirksame Kalziumantagonisten erweitern die Gefäße.

Reserve Bluthochdruckmedikamente:

  • Alpha-1-Blocker und direkte Vasodilatatoren erweitern die Gefäße.
  • Zentral wirksame Medikamente hemmen den Sympathikus.
  • Aldosteronantagonisten steigern die Kochsalzausscheidung.

Die Ärztin/der Arzt wird je nach Begleiterkrankungen und Nebenwirkungen eine geeignete Therapie auswählen. Häufig muss die Behandlung das gesamte weitere Leben durchgeführt werden. Deshalb ist eine ausführliche Aufklärung über Nebenwirkungen und Einnahmeprozedere zu Beginn der Therapie entscheidend für den Erfolg.

Wohin kann ich mich wenden?

Zur Behandlung von Bluthochdruck können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

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