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Junge Frau beim Muskeltraining © R.-Andreas Klein

Asthma: Rehabilitation

Die pneumologische Rehabilitation hat den Zweck, krankheitsbedingte Behinderungen zu vermeiden, zu beseitigen oder zu mindern bzw. Verschlechterungen der Erkrankung zu verhindern oder ihre Folgen zu reduzieren . . .

Ziele der Rehabilitation

Die pneumologische Rehabilitation verfolgt folgende Ziele:

  • Reduktion der Symptome (Atemnot)
  • Reduktion der Behinderung
  • Steigerung der körperlichen Aktivität
  • Bessere Bewältigung der Erfordernisse des täglichen Lebens
  • Erreichen der bestmöglichen körperlichen Unabhängigkeit
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Vermeidung oder Verringerung der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit
  • Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
  • Sekundärprävention: Verhinderung/Verlangsamung der Progression der chronischen Lungenkrankheit 
In der Rehabilitation kommen verschiedene Instrumente zum Einsatz. Sie zielen auf den Lebensstil (Raucherinnen-/Raucherentwöhnung, Ernährungsberatung), die körperliche Fitness (Ausdauer-, Kraft-, Atemmuskeltraining) und die psychologische Rehabilitation (Unterstützung beim Bewältigen der Erkrankung, Förderung der Selbsthilfekompetenz) ab.

Die vier Phasen der Rehabilitation

  • Akutversorgung im Krankenhaus: Nach Durchführung einer eventuell erforderlichen Notfalltherapie oder zu Beginn medikamentöser Therapiemaßnahmen kann ein entsprechendes Rehabilitationsverfahren eingeleitet werden. Nach der Stabilisierung des Akutzustandes ist die Überführung in eine weitere Rehabilitationsbetreuung – stationär oder ambulant – zur Wiedererlangung optimaler Leistungsfähigkeit bzw. Lebensqualität möglich.

  • Stationäre Rehabilitation: Diese erfolgt im Rehabilitationszentrum oder in der Kuranstalt. Die Patientin oder der Patient wird in eine dafür spezialisierte Einrichtung aufgenommen und verbleibt während der gesamten Behandlungsdauer dort. Die Aufnahme erfolgt entweder unmittelbar bzw. innerhalb von zwölf Wochen im Anschluss an einen Spitalsaufenthalt (Anschlussheilverfahren) oder erst dann, wenn eine ausreichende Stabilität für eine rehabilitative Therapie gegeben ist.

  • Ambulante Rehabilitation: Diese kann in Fachabteilungen erfolgen. Die Möglichkeit der ambulanten Rehabilitation ist in Österreich derzeit aber auf einige wenige Einrichtungen beschränkt.

  • Lebenslange Rehabilitation zu Hause: Das aktive Mitwirken der Patientin/des Patienten bei der Therapie besteht unter anderem in der lebenslangen Ausübung der während der Rehabilitation erlernten Maßnahmen. Die Patientin/der Patient handelt dabei in Eigenverantwortung, jedoch unter Beratung der betreuenden Ärztin/des betreuenden Arztes, durch die/den auch die regelmäßigen Kontrollen veranlasst werden. Diese sind besonders wichtig, da sich der individuelle Trainingsplan nach einem akuten Asthmaanfall ändern kann. In diesem Fall muss das Programm den jeweiligen Möglichkeiten der Patientin/des Patienten angepasst werden. Patientenschulungen bieten bei der lebenslangen Rehabilitation wichtige Unterstützung, da sie den Asthmakranken relevantes Wissen über ihre Krankheit vermitteln.

Hinweis Rehaeinrichtungen in Ihrem Bundesland finden Sie unter Suche nach Rehabilitationszentren.


Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Der individuelle Bedarf an Akutversorgung, stationärer und ambulanter Rehabilitation liegt im Ermessen der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes. Bei medizinischer Befürwortung übernehmen die Krankenversicherungsträger die Kosten für stationäre rehabilitative Maßnahmen. Reha-, Kur- und Genesungsaufhalte werden ausschließlich nach vorheriger ärztlich begründeter Antragstellung und medizinischer Befürwortung durch den Krankenversicherungsträger bewilligt. Unter Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse der/des Versicherten ist bei der Inanspruchnahme eine tägliche Zuzahlung zu leisten.

Beratung & Hilfe

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