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Ärztin in der Ordination © Photographee.eu
Ärztin in der Ordination © Photographee.eu

Gut vorbereitet in die Arztpraxis

Oft sind Patientinnen und Patienten beim Arztbesuch in der Situation, in kurzer Zeit ihre Anliegen möglichst genau und umfassend beschreiben zu müssen. Dies kann der Ärztin/dem Arzt die Diagnose und die Wahl einer wirksamen Behandlung erleichtern. Manche Patientinnen/Patienten verhalten sich eher passiv und verlassen sich mehr darauf, dass die Ärztin/der Arzt wesentliche Informationen erfragt. Andere möchten so viel wie möglich über ihre Erkrankung mitteilen. Die Gesprächszeit ist meist begrenzt. Deshalb ist ein wechselseitiger Austausch über die wichtigsten Punkte auf gleicher Augenhöhe optimal für ein erfolgreiches Gespräch.

Als Patientin/Patient oder begleitende Angehörige können Sie sich auf das Arztgespräch gut vorbereiten. Dazu gehört, wichtige Befunde und Informationen für das Arztgespräch zusammenzustellen, aber auch die eigenen Bedürfnisse konkret zu formulieren. Notieren Sie wichtige Fragen, die Ihnen im Zusammenhang mit dem gesundheitlichen Problem einfallen.

Wichtig für die Ärztin/den Arzt ist, die Vorgeschichte einer Patientin/eines Patienten in Hinblick auf die aktuellen Beschwerden zu kennen. Zur Krankengeschichte (Anamnese) zählen auch frühere Erkrankungen und Therapien oder der Lebensstil. Anhand dieser Informationen kann die Ärztin/der Arzt dann eine Verdachtsdiagnose zur aktuellen Krankheit stellen, weitere diagnostische Schritte einleiten und schließlich eine Behandlung vorschlagen. Die Patientin/der Patient wird darüber im ärztlichen Aufklärungsgespräch informiert.

3 Fragen für meine Gesundheit

Gute Gesprächsqualität trägt zur Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten bei und führt nachweislich zu besseren Behandlungsergebnissen. Die Initiative „3 Fragen für meine Gesundheit“ leistet einen Beitrag dazu, die Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und Ärztinnen und Ärzten auf schnelle und effektive Weise zu verbessern. Sie ermutigt Patientinnen und Patienten, im Gespräch mit ihren Gesundheitsfachkräften aktiv zu werden und zumindest drei Fragen zu stellen:

  • Was habe ich?
  • Was kann ich tun?
  • Warum soll ich das tun?

Diese drei Fragen kann man sich gut merken und sie sind für Patientinnen und Patienten in vielen Gesprächen wichtig. Noch besser ist es, sich auf ein anstehendes Gespräch gut vorzubereiten und sich weiterführende eigene Fragen zu überlegen. „3 Fragen für meine Gesundheit“ sind also ein erster Schritt, der es Patientinnen und Patienten erleichtert, im Gespräch aktiv zu werden.

Checkliste für den Arztbesuch

Folgende Informationen sind wichtig für Ihre Ärztin/Ihren Arzt – vor allem beim erstmaligen Besuch:

  • Symptome: Welche Beschwerden haben Sie und wann treten diese auf?
  • Medikamente: Erstellen Sie eine Liste mit allen Medikamenten (inklusive der jeweiligen Dosierung), die Sie einnehmen. Das gilt sowohl für rezeptpflichtige Medikamente als auch für rezeptfreie Präparate aus der Apotheke, wie beispielsweise pflanzliche oder homöopathische Arzneien etc. Erwähnen Sie auch, ob Sie Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke oder Drogerie einnehmen.
  • Behandlungen: Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über laufende und neu hinzugekommene Therapien. Gemeint sind damit auch komplementärmedizinische Behandlungen wie Akupunktur oder Osteopathie.
  • Befunde: Wenn Sie bereits Vorbefunde von einer anderen Ärztin/einem anderen Arzt haben, bringen Sie diese mit.
  • Allergien: Teilen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt mit, falls Sie an Allergien leiden.
  • Andere Erkrankungen: Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über bestehende andere insbesondere chronische Krankheiten.
  • Gesundheitspass: Falls Sie einen Gesundheitspass oder ein Gesundheitstagebuch haben (z.B. Diabetes-, Herzschrittmacher-Pass oder Schmerztagebuch), nehmen Sie auch diese Unterlagen mit.
  • Impfpass: Insbesondere bei Vorsorgeuntersuchungen, bei Verletzungen, bei Erstkontakten ist das Mitbringen des Impfpasses sinnvoll.
  • Patientenverfügung: Sollten Sie eine Patientenverfügung durchgeführt haben, in der Sie Behandlungen, die Sie nicht wünschen, beachtlich oder verbindlich festgelegt haben, dann sollten Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt informieren.
  • Fragen: Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie nach und machen Sie sich nach Bedarf Notizen. Wenn nötig, bringen Sie zu Ihrer Unterstützung eine Vertrauensperson mit.
  • e-card: Nicht vergessen!
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