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Mann macht sich Notizen © Drobot Dean
Mann macht sich Notizen © Drobot Dean

Gut vorbereitet in die Arztpraxis

Als Patientin/Patient oder als begleitende Angehörige sollten Sie sich auf das Arztgespräch gut vorbereiten. Die kostbare Zeit mit Ärztin oder Arzt wird besser genützt und die Gefahr, dass wichtige Anliegen vergessen werden wird geringer. Am besten für die Vorbereitung geeignet sind schriftliche Notizen, die sie wie eine Checkliste durchgehen können.

Checkliste für den Arztbesuch

  • Der Anlass bzw. das Ziel des heutigen Arztbesuche.
  • Der bisherige Verlauf der Beschwerden bzw. der Erkrankung.
  • Was Sie bereits diesbezüglich unternommen habe.
  • Befunde, die bereits früher erstellt wurden (mitnehmen!
  • Medikamente, die Sie einnehmen oder eingenommen haben (Liste erstellen!)
  • Frühere Erkrankungen und Allergien (vor allem, wenn es der erste Besuch ist!
  • Welche Fragen habe Sie bzw. möchten Sie unbedingt beantwortet haben?


Anhand dieser Informationen kann die Ärztin/der Arzt dann eine Verdachtsdiagnose zur aktuellen Krankheit stellen, weitere diagnostische Schritte einleiten und schließlich eine Behandlung vorschlagen. Die Patientin/der Patient wird darüber im ärztlichen Aufklärungsgespräch informiert.

Arzt-Patienten-Gespräch

  • Berichten Sie ausführlich von Ihrem gesundheitlichen Problem. Tun Sie dies, aber möglichst ohne Umschweife, kommen Sie rasch zum Punkt.
  • Schildern Sie Ihre Beschwerden genau – auch Symptome, von denen Sie annehmen, dass sie mit Ihrer Erkrankung nichts zu tun haben.
  • Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt auch über bekannte Allergien, Vorerkrankungen und über die Medikamente, die Sie einnehmen (auch die rezeptfreie Medikamenten: Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate, pflanzliche, homöopathische oder andere alternative Heilmittel).
  • Erzählen Sie auch von Ihren Lebensumständen: z.B. etwaige Probleme mit Ihrer Arbeitgeberin/Ihrem Arbeitgeber, Konflikte in der Familie etc.
  • Wenn Sie während des Gesprächs etwas nicht verstehen, fragen Sie nach.

Weitere Überlegungen zu ihrer Vorbereitung:

  • Zur Medikamentenliste: Erstellen Sie eine Liste mit allen Medikamenten (inklusive der jeweiligen Dosierung), die Sie einnehmen. Das gilt sowohl für rezeptpflichtige Medikamente als auch für rezeptfreie Präparate aus der Apotheke, wie beispielsweise pflanzliche oder homöopathische Arzneien etc. Erwähnen Sie auch, ob Sie Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke oder Drogerie einnehmen.
  • Zu bereits getätigten Behandlungen: Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über laufende und neu hinzugekommene Therapien. Gemeint sind damit auch komplementärmedizinische Behandlungen wie Akupunktur oder Osteopathie oder nichtärztliche Behandlungen
  • Gesundheitspass: Falls Sie einen Gesundheitspass oder ein Gesundheitstagebuch haben (z.B. Diabetes-, Herzschrittmacher-Pass oder Schmerztagebuch), nehmen Sie auch diese Unterlagen mit. Insbesondere bei Vorsorgeuntersuchungen, bei Verletzungen, bei Erstkontakten ist das Mitbringen des Impfpasses sinnvoll. 
  • Patientenverfügung: Sollten Sie eine Patientenverfügung durchgeführt haben, in der Sie Behandlungen, die Sie nicht wünschen, beachtlich oder verbindlich festgelegt haben, dann sollten Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt informieren
  • Vorsorgevollmacht: Sollten Sie eine vorsorglich eingeräumte Vollmacht erstellt haben, die dann wirksam wird, wenn Sie für wichtige Entscheidungen nicht in der Lage sind, könnte ein Vermerk in der Arztkartei unter bestimmten Umständen hilfreich sein.
  • e-card: Nicht vergessen!
  • Fragen: Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie nach und machen Sie sich nach Bedarf Notizen. Wenn nötig, bringen Sie zu Ihrer Unterstützung eine Vertrauensperson mit.

3 Fragen für meine Gesundheit

Gute Gesprächsqualität trägt zur Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten bei und führt nachweislich zu besseren Behandlungsergebnissen. Die Initiative „3 Fragen für meine Gesundheit“ leistet einen Beitrag dazu, die Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und Ärztinnen und Ärzten auf schnelle und effektive Weise zu verbessern. Sie ermutigt Patientinnen und Patienten, im Gespräch mit ihren Gesundheitsfachkräften aktiv zu werden und zumindest drei Fragen zu stellen:

  • Was habe ich?
  • Was kann ich tun?
  • Warum soll ich das tun?

Diese drei Fragen kann man sich gut merken und sie sind für Patientinnen und Patienten in vielen Gesprächen wichtig. Noch besser ist es, sich auf ein anstehendes Gespräch gut vorzubereiten und sich weiterführende eigene Fragen zu überlegen. „3 Fragen für meine Gesundheit“ sind also ein erster Schritt, der es Patientinnen und Patienten erleichtert, im Gespräch aktiv zu werden. 

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