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Komplementärmedizin unter der Lupe

Tisch mit Kräutern und Globuli © PhotoSG
28.06.2013

Wer krank ist, möchte möglichst bald wieder gesund werden! Wenn trotz modernster Therapien die Heilung nicht so verläuft, wie es sich die Patientin oder der Patient wünscht, suchen manche Hilfe bei „alternativen“ bzw. ergänzenden Methoden.

Das Gesundheitsministerium hat nun wichtige Informationen zum Thema Komplementärmedizin in einem Themenschwerpunkt auf seiner Website zusammengestellt. Beschrieben werden u.a.:

  • Anbieterinnen/Anbieter von Komplementärmedizin, 
  • gebräuchliche Methoden und 
  • Rechtsgrundlagen, wer welche Tätigkeiten ausüben darf.

Zusätzlich sind Empfehlungen und Checklisten verfügbar, um die Patientinnen und Patienten bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine komplementäre Methode zu unterstützen.

Welche Methoden gibt es?

Unter Komplementärmedizin wird ein breites Spektrum von Disziplinen und Behandlungsmethoden zusammengefasst, die auf anderen Modellen der Entstehung von Krankheiten und deren Behandlung basieren als jene der Schulmedizin.

Zur Komplementärmedizin zählen z.B.

  • Homöopathie
  • Naturheilkunde oder 
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

Beispiele für komplementäre Methoden im nicht medizinischen Bereich sind

  • Meditation, Entspannungstechniken,
  • manuelle Techniken, z.B. Shiatsu, Therapeutic-Touch,
  • Bewegungsmethoden, z.B. Feldenkrais, Biodanza sowie
  • energetische Methoden, z.B. Bioresonanz, Energiearbeit oder Cranio-Sacral-Balancing.

Ergänzung zur Schulmedizin

Oft fehlt für eine Methode der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit. Ihre Anwendung beruht auf Erfahrung und subjektiver Beurteilung von Patientinnen/Patienten und Behandelnden. Eine wichtige Rolle kann der Placeboeffekt spielen, der für den Krankheitsverlauf durchaus nützlich sein kann und oft auch bei schulmedizinischer Behandlung genutzt wird.

Um keinen gesundheitlichen Schaden zu erleiden, sollten Patientinnen/Patienten durch „alternative“ Methoden jedenfalls nicht von wirksamen schulmedizinischen Behandlungen abgehalten werden. Komplementärmedizin bzw. komplementäre Methoden werden daher als Ergänzung zur Schulmedizin gesehen.

Wer darf Krankheiten behandeln?

Zum Schutz der Patientinnen/Patienten sind die Diagnostik und Therapie von Krankheiten ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Anerkannte Gesundheitsberufe haben gesetzlich klar definierte Aufgabenbereiche. Aber auch bestimmte freie oder reglementierte Gewerbe bieten Dienstleistungen an, die im weiteren Sinne mit Gesundheit zu tun haben, z.B. Kosmetik, Fußpflege, Lebens- und Sozialberatung, Massage etc. Bei Anbieterinnen und Anbietern, die keine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf absolviert haben, ist laut Gesundheitsministerium aufgrund fehlender medizinischer Grundkompetenzen jedoch nicht gewährleistet, dass sie eine Krankheit erkennen und zur Abklärung an eine Ärztin oder einen Arzt verweisen.

Checklisten und Empfehlungen

Im Themenschwerpunkt werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowohl für die Komplementärmedizin als auch für den Bereich sonstiger komplementärer Methoden zusammengefasst. Mithilfe von Checklisten können die Patientinnen/Patienten bzw. Konsumentinnen/Konsumenten gezielt Fragen stellen, z.B. über Methode, Risiken, Ausbildung der Anbieterin/des Anbieters, Kosten etc., und so die Seriosität eines Angebots leichter überprüfen.

Weitere Informationen:

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