Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Rohbau aus Ziegel © Gina Sanders

Radon im Wohnbereich

Das radioaktive Edelgas Radon kommt in der Natur vor. Es ist eines der Zerfallprodukte von radioaktivem Uran, das in unterschiedlichen Konzentrationen in allen Böden und Gesteinen vorkommt. Als Edelgas kann Radon leicht aus dem Trägermaterial in die Luft entweichen und durch Inhalation zu einer Strahlenbelastung des Menschen führen.

Im Freien verdünnt sich Radon rasch und führt daher nur zu einer geringen Strahlenbelastung. Anders sieht die Situation in Innenräumen aus. Hier kann es zu einer Anreicherung von Radon in der Atemluft und damit zu einer relativ hohen Strahlenbelastung kommen. Wie hoch die Belastung in Innenräumen tatsächlich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Einige wesentliche davon sind: der Urangehalt des Gesteins auf dem das Gebäude steht, die Durchlässigkeit des Bodens, der Gebäudefundamente und der Kellerwände für Radon sowie die Lüftungsgewohnheiten der Bewohnerinnen/Bewohner.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Radon in der Atemluft die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen darstellt. Europaweit werden diesen Studien zufolge rund neun Prozent aller Lungenkrebstodesfälle durch Radon in Wohnräumen verursacht.

Österreichische Radonpotenzialkarte

Die Radonbelastung ist in Österreich regional sehr unterschiedlich. Eine Auskunft über die mittlere örtliche Radonbelastung gibt die österreichische Radonpotenzialkarte. Diese Karte wurde aus über 20.000 Radonmessungen erstellt, die zwischen 1991 und 2002 österreichweit durchgeführt wurden. Die Karte zeigt, dass in rund 500 Gemeinden ein erhöhtes Radonpotenzial besteht.

Aus der Radonpotenzialkarte kann keine Aussage über die tatsächliche Radonbelastung in einzelnen Gebäuden getroffen werden. Ob die Bewohnerinnen/Bewohner eines Hauses tatsächlich mit einer erhöhten Radonbelastung leben, kann nur durch entsprechende Messungen im Haus festgestellt werden. Aus den Messergebnissen ergibt sich, ob bauliche Sanierungsmaßnahmen zur Verringerung einer Radonbelastung notwendig sind. 

Radonvorsorge bei Neubau und Sanierung

Bei Neubau, Umbau oder Renovierung eines Hauses kann durch gezielte bauliche Maßnahmen einer Gesundheitsbelastung durch Radon vorgebeugt werden. Radon gelangt im Allgemeinen hauptsächlich über die erdberührenden Bauteile (Fundamente und Kellermauern) in das Gebäude. Bei Neubauten ist eine gute Abdichtung dieser Bauteile die einfachste, effektivste und kostengünstigste Möglichkeit, die Radonbelastung zu verringern. Radonsanierungen bei bestehenden Gebäuden sind im Allgemeinen etwas aufwendiger. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der nachträglichen Sanierung, wobei die günstigste jeweils nur im Einzelfall ermittelt werden kann. Auf der Website des BMLFUW finden Sie weitere Informationen über Radon und bauliche Vorsorgemaßnahmen.


Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse