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Spirale © JPC-PROD

Kupferspirale / Kupferkette

Die Kupferspirale ist ein weiches, T-förmiges Kunststoffstäbchen, das mit einem feinen Kupferfaden umwickelt ist. Eine Alternative zur herkömmlichen Spirale ist die Kupferkette. Sie besteht aus sechs oder vier kleinen Kupferzylindern, die auf einem Nylonfaden aufgezogen sind. Die Kupferspirale bzw. Kupferkette ist eine sehr sichere Verhütungsmethode, die, je nach Modell, drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben kann . . .

So schützt die Kupferspirale

Die Kupferspirale wird von der Frauenärztin/dem Frauenarzt während der Monatsblutung in die 

Gebärmutter eingesetzt. Das Kupfer, das kontinuierlich in kleinen Mengen abgegeben wird,

  • hemmt die Samenfäden in ihrer Beweglichkeit und setzt deren Lebensdauer herab und
  • verändert die Gebärmutterschleimhaut.

Dadurch wird die Befruchtung einer Eizelle verhindert oder, falls es zur Befruchtung kommt, wird die Einnistung in der Gebärmutter verhindert. Nach dem Einsetzen kontrolliert die Ärztin/der Arzt den korrekten Sitz der Spirale in der Gebärmutter mittels Ultraschall. Danach ist eine jährliche Kontrolle bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt empfehlenswert.

Hinweis Einige Spiralen werden mit Goldzusätzen angeboten. Dadurch soll die Anfälligkeit für Infektionen vermindert werden. Das konnte bisher jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Kupferkette

Kupferkette © Museum für Verhütung und Schwangschaftsabbruch

Eine Alternative zur herkömmlichen Spirale ist die Kupferkette. Sie besteht aus sechs oder vier kleinen Kupferzylindern, die auf einem Nylonfaden aufgezogen sind. Es gibt sie in zwei unterschiedlichen Größen. Der Nylonfaden wird mit einem Knoten etwa ein Zentimeter tief in der Muskulatur der Gebärmutterwand verankert.


Hinweis Die nachfolgenden Informationen zur Kupferspirale gelten auch für die Kupferkette.


Wie zuverlässig ist die Kupferspirale?

Die Kupferspirale ist eine sehr sichere Verhütungsmethode (Pearl Index 0,3–3), die, je nach Modell,  drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben kann. Da eine falsche Lage der Spirale in der Gebärmutter die Wirksamkeit beeinträchtigt, sollte nach ein bis zwei Monaten nach dem Setzen die Lage kontrolliert und danach im Abstand von ca. zwölf Monaten der korrekte Sitz von der Frauenärztin/vom Frauenarzt überprüft werden.

Vor- und Nachteile der Kupferspirale

Die Kupferspirale ist eine gute Alternative zu hormonellen Verhütungsmitteln – sie bietet einen Schutz über einen langen Zeitraum, ohne täglich an Verhütung denken zu müssen.

Die Vorteile 

  • Die Kupferspirale greift nicht in den Hormonhaushalt ein.
  • Die Kupferspirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel, da es zu keinen Anwendungsfehlern kommen kann.
  • Die Kupferspirale muss nur alle drei bis fünf Jahre gewechselt werden.
  • Die Kupferspirale kann auch während der Stillzeit eingesetzt werden.

Die Nachteile

  • Mit der Spirale kann sich die Monatsblutung verstärken und verlängern.
  • Durch die Kupferspirale können sich Regelschmerzen verstärken.
  • In den ersten zwei bis drei Anwendungsmonaten sind unregelmäßige Schmier- und Zwischenblutungen möglich.
  • In den ersten vier Monaten nach dem Setzen ist das Risiko einer Infektion erhöht. Danach besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko mehr.
  • Ein Verrutschen oder Ausstoßen der Spirale ist möglich.
  • Die Kupferspirale schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Kupferspirale darf ausschließlich von einer Frauenärztin/einem Frauenarzt eingesetzt werden. Die Kosten für die Kupferspirale werden nicht von der Sozialversicherung übernommen.

Hier finden Sie eine Liste aller österreichweiten Jugendberatungsstellen zum Thema Verhütung.

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