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Teenager beim Shoppen © Fotolia XXIV

Jugendverschuldung in Österreich

Die erste eigene Wohnung, das erste Auto, Handyverträge und zu viele Bestellungen via Internet – das sind häufige Ursachen dafür, weshalb sich Menschen bereits in jungen Jahren verschulden. Dazu kommt, dass sie oft über keine bzw. nicht ausreichende Rücklagen für den Notfall verfügen. Die Verschuldung junger Menschen nimmt tendenziell zu. Bei Jugendlichen ab 18 Jahren können die Verlockungen des Konsums besonders schwerwiegende Auswirkungen haben, da sie in diesem Alter eine Bankomat- bzw. Kreditkarte erhalten können . . .

Gründe der Verschuldung

Eine der häufigsten Ursachen für die Verschuldung von Jugendlichen ist die „Schuldenfalle Handy“. Der Besitz eines Handys ist nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche zur Normalität geworden. Vertragshandys werden heutzutage vermeintlich sehr günstig oder gratis angeboten. Die Wenigsten wissen jedoch, dass mit einem „Gratis-Handy“ meist ein hoher Tarif verbunden ist, der monatlich zu zahlen ist. Außerdem können zu den Gesprächskosten durch die verschiedenen Zusatzfunktionen weitere Kosten hinzukommen. Damit es erst gar nicht zu Handyschulden kommt, kann der Griff zu einem Wertkartenhandy hilfreich sein, da nicht mehr als der Betrag der Wertkarte vertelefoniert werden kann.

Hinweis Für Jugendliche unter 18 Jahren ist ein Vertragshandy nur mit Unterschrift der Eltern zu erlangen.

Auch die Kosten zur Anschaffung einer eigenen Wohnung (z.B. Kaution, Provision, Ablöse, Einrichtung), das eigene Auto (z.B. Anschaffung, Versicherung) und Freizeit (z.B. Ausgehen, Kleidung, Sport) können zur Verschuldung führen. Nicht zuletzt spielt das geringere Einkommen zu Beginn einer Berufslaufbahn oder sogar Arbeitslosigkeit, beispielsweise durch fehlende Lehrstellen in jungen Jahren, eine wesentliche Rolle.

Bargeldlos shoppen

Immer mehr Jugendliche verfügen über ein Jugendkonto mit Überziehungsrahmen: weil sie ein eigenes Einkommen haben oder die Eltern dem Überziehungsrahmen zugestimmt haben. Die Verlockung ist groß, sich etwas zu kaufen, was man sich eigentlich nicht leisten kann. Wie hoch der Überziehungsrahmen ist und ob es überhaupt möglich ist, sein Jugendkonto zu überziehen, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Jedenfalls verursacht ein überzogenes Konto sehr hohe Zinsen und die Deckung der Fixkosten ist dadurch bedroht.

Junge Menschen, z.B. Lehrlinge mit eigenem Einkommen, können durch ein ständig überzogenes Konto in größere finanzielle Schwierigkeiten kommen. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Kontoüberziehung – ifs-Schuldenberatung

Sicherer Umgang mit Geld

Der Umgang mit Geld will gelernt sein. Für bestimmte Anschaffungen ist es unumgänglich, rechtzeitig etwas auf die Seite zu legen. Bereits mit dem ersten Taschengeld wird der Grundstein für den Umgang mit Geld gelegt. Eine regelmäßige Geldsumme, über die Jugendliche selbst verfügen können, hilft am besten, den Wert des Geldes kennenzulernen.

  • Tipps für Eltern und Kinder zum richtigen Umgang mit Taschengeld erhalten Sie unter: Rund ums Taschengeld.

Schuldenprävention

Die staatlich anerkannten Schuldenberatungen befassen sich neben der Beratung von überschuldeten Personen auch mit der Thematik “Schuldenprävention", besonders in Schulen, Jugendeinrichtungen und Ausbildungsbetrieben. In eigenen Workshops wird den Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Umgang mit Geld nähergebracht.

Für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren wurde die DVD „The Cash“ entwickelt sowie eine Broschüre für Jugendliche als Hintergrundinfo. Beides ist beziehbar unter www.thecash.at


Weitere Informationen erhalten Sie unter Schuldenprävention.

Beratung & Hilfe

Downloads & Broschüren

  • Anträge, Listen, Budgetbeispiele zum Download
  • Anträge und Formulare: Hier finden Sie Antragsformulare, Listen zum selbständigen Eintragen wie Haushaltsbücher, Gläubigerliste etc. sowie Tabellen und Briefvorlagen zum Download.

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