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Frau blickt nachdenklich aus Fenster © contrastwerkstatt
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Corona-Krise: Tipps für den Umgang mit der Situation & die Psyche

Die Situation rund um die Corona-Krise ist für alle neu und herausfordernd. Sie hat weitreichende Auswirkungen auf den Alltag und das Zusammenleben. Die meisten Menschen haben derzeit Sorgen und auch Ängste.

Hier finden Sie Tipps zum Umgang mit der aktuellen Situation sowie einen Überblick über Informations- und Beratungsangebote. 

Tipps zum Umgang mit der aktuellen Situation in der Corona-Krise

Das Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien hat basierend auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Text für den Umgang mit der aktuellen Situation zusammengestellt.

Hier die Tipps im kurzen Überblick mit zusätzlichen praktischen Hinweisen:

  • Versuchen Sie so gut wie möglich eine Tagesroutine beizubehalten.
  • Achten Sie auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse. Weitere Informationen finden Sie unter Tipps zum Umgang mit Gefühlen sowie Entspannt und fokussiert durch Achtsamkeit.
  • Pflegen Sie einen möglichst gesunden Lebensstil mit Aktivitäten, die Ihnen auch Freude bereiten und zu Ihrer Entspannung beitragen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Mit Bewegung gesund bleiben.
  • Ernähren Sie sich gesund. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Corona-Krise: Gesunde Ernährung für zu Hause.
  • Halten Sie Schlafroutinen ein. Weitere Informationen finden Sie unter Gut schlafen.
  • Nehmen Sie in Krisensituationen Hilfsangebote war. Hilfseinrichtungen für psychosoziale Krisen nach Bundesländern sortiert finden Sie auf dem Öffentlichen Suizidpräventionsportal. Zudem finden Sie Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Psyche auf www.oesterreich.gv.at
  • Bleiben Sie in Verbindung mit Ihrem sozialen Netzwerk über E-Mail, Videochat, Telefon oder soziale Medien.
  • Gehen Sie achtsam mit dem Einholen von Informationen um: Vermeiden Sie Nachrichten, die in Ihnen möglicherweise Stress, Angst oder Panik auslösen. Suchen Sie jedoch nach Informationen für Ihr Alltagsleben sowie wie sie sich und nahestehende Menschen schützen können. Nutzen Sie als Informationsquelle ein- bis zweimal täglich vor allem Gesundheitsbehörden oder auch die Website der WHO. Das hilft unter anderen Fakten von Gerüchten zu unterscheiden. Aktuelle offizielle Informationen finden Sie auf der Website des Sozialministeriums, der AGES sowie der WHO (auf Englisch).
  • Schützen Sie sich selbst und andere. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf www.oesterreich.gv.at
  • Helfen Sie, wenn möglich, anderen Menschen. Das kann sowohl für die Person, der Sie helfen, als auch für Sie selbst hilfreich sein. Möglichkeiten, Mitmenschen zu unterstützen, finden Sie auf www.oesterreich.gv.at unter „Hier können Sie sich engagieren“.

Die vollständige Version der Empfehlungen inklusive weiterer Hinweise finden Sie unter Handlungsempfehlungen auf der Website des Sozialministeriums.

Die Corona-Krise gut überstehen: Infosammlung

Quarantäne, Isolation zu Hause und auch sonstige mit der Krise einhergehende Umstände stellen eine Ausnahmesituation dar. Hier finden Sie eine Sammlung von aktuellen, auf die Krise zugeschnittenen Informationsmaterialien, die Ihnen dabei helfen können, diese möglichst zu bewältigen:

  • Auf www.oesterreich.gv.at stellt der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie Tipps für die Bewältigung des Alltags zu Hause zur Verfügung. Zusätzlich gibt es auch Infoblätter mit maßgeschneiderten Ratschlägen für Alleinstehende, Paare und Familien. Zudem ist unter www.psychotherapie.at das Informationsblatt Coronavirus – Was hilft in dieser herausfordernden Zeit? in mehreren Sprachen verfügbar.
  • Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) hat in seinen Informationen zum Coronavirus (Covid-19) ein Informationsblatt Quarantäne und häusliche Isolation erstellt. Es bietet von der Corona-Krise belasteten Menschen eine Unterstützung zur Selbsthilfe. Die Tipps reichen von der allgemeinen Bewältigung über den Umgang mit Sorgen und Ängsten bis hin zum Vorbeugen von Konflikten. Das Infoblatt ist in mehreren Sprachen und auch in einfacher Sprache unter verfügbar. Auch Informationen zu Arbeitsplatz und Homeoffice (u.a. entlastende Maßnahmen für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und Führungskräfte) finden Sie unter www.boep.or.at.
  • Die Initiative Erste Hilfe für die Seele von pro mente Austria bietet verschiedene Informationen zum Thema Krisen- und Alltagsbewältigung unter www.erstehilfefuerdieseele an.
  • Rat auf Draht bietet viele Infos für Kinder, Jugendliche und Eltern rund um Schule, Familie und Freizeit unter www.rataufdraht.at an.

Weitere Empfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen (allgemeine Bevölkerung, Eltern, Betreuerinnen/Betreuer von älteren Menschen, Beschäftige im Gesundheitswesen etc.) finden Sie auf der Website des Sozialministeriums unter Handlungsempfehlungen.  

Hotlines bei psychischer Belastung oder in Konfliktsituationen 

Hier haben wir für Sie eine Übersicht über Hotlines zur Bewältigung bei seelischen Belastungen sowie Krisen aufgrund von Konflikten oder Gewalt zusammengestellt. Eine Übersicht über österreichweite Angebote finden Sie unter www.oesterreich.gv.at.  

  • Telefonseelsorge: Rufnummer 142. Für Menschen in einer schwierigen Lebenssituation oder Krise ist ein vertrauliches Gespräch mit kompetenten Ansprechpersonen rund um die Uhr möglich. E-Mail und Chat-Beratung unter www.telefonseelsorge.at
  • Ö3 Rotes Kreuz Kummernummer: Rufnummer 116 123 bei allen Sorgen von 16 bis 24 Uhr.
  • Kindernotruf: Rufnummer 0800 567 567. Telefonische Beratung für Kinder, die Hilfe brauchen. Eine Anlaufstelle für Personen in einer Konflikt- und Krisensituation – anonym und rund um die Uhr erreichbar.
  • Psychotherapeutische Hotlines des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP): Diese finden Sie unter www.psychotherapie.at sowie unter www.oesterreich.gv.at
  • Helpline des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen (BÖP): Rufnummer 01/504 8000. Die BÖP-Helpline ist derzeit Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr erreichbar.
  • Rat auf Draht: Rufnummer 147. Anonyme Telefonberatung für Kinder, Jugendliche oder deren Bezugspersonen rund um die Uhr. Für alle Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen. E-Mail und Chat-Beratung unter www.rataufdraht.at
  • Frauen-Helpline: Rufnummer 0800 222 555. Die Beratungs- und Hilfsangebote der Frauenhelpline gegen Gewalt sind anonym und rund um die Uhr erreichbar. Online unter www.frauenhelpline.at
  • Männernotruf: 0800 246 247. Der Männernotruf bietet Männern in Krisen- und Gewaltsituationen österreichweit rund um die Uhr eine erste Anlaufstelle durch speziell geschulte Mitarbeiter.
  • Männerinfo zur Prävention und Beendigung von Gewalt in der Familie: Diese ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr unter 0720-70 44 00 zum Ortstarif in ganz Österreich erreichbar.

Auch die Psychotherapeutische Ambulanz der Sigmund Freud PrivatUniversität bietet etwa telefonische Hilfestellung in Lebenskrisen rund um die Corona-Krise. Nähere Informationen dazu finden Sie unter  www.ambulanz.sfu.ac.at.  

Weitere Links zu Hotlines bzw. Notrufnummern bei psychischen Krisen oder auch Suizidgedanken finden Sie auf dem Öffentlichen Suizidpräventionsportal.  

Professionelle Unterstützung für die Psyche ­– ­auch über digitale Kanäle

Niedergelassene Psychiaterinnen/Psychiater, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sowie Klinische Psychologinnen/Psychologen bieten derzeit auch vermehrt Unterstützung über Telefon oder andere digitale Kanäle an (z.B. Videochat). Links zur Suche von psychotherapeutischer, psychologischer sowie ärztlicher Hilfe:

  • Hilfestellung zur Suche nach Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten bietet die Website des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie unter www.psychotherapie.at.  
  • Das Online-Informationssystem für psychologische Dienstleistungen des BÖP ist unter www.psychnet.at abrufbar.
  • Auf Psychiatrie bzw. psychotherapeutische Medizin spezialisierte Ärztinnen/Ärzte finden Sie über unsere Arztsuche.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website der Österreichischen Gesundheitskasse 

Hinweis Für Fragen zum neuartigen Coronavirus hat die AGES eine Infoline unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 eingerichtet. Bei Verdacht auf eine Erkrankung sollte die Gesundheitsnummer 1450 gewählt werden. Einfache Maßnahmen helfen, sich vor einer Infektion zu schützen. Aktuelle Infos zum Coronavirus gibt es im Internet auf der Website des Sozialministeriums sowie unter www.oesterreich.gv.at

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