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Älteres Paar © Ocskay Bence

Gemeinsam gesund

Der Mensch ist von Natur aus auf Beziehung ausgerichtet und im besten Fall in ein soziales Netz (Familie, Freunde etc.) eingebettet. Soziale Netzwerke als solches bezeichnen stabile und andauernde Kontakte im Sinne von Freundschaften, Familie, Vereinen oder Partnerschaften . . .

Soziale Beziehungen fördern Gesundheit

Gute Beziehungen z.B. in Freundschaften, in der Familie oder Partnerschaft (einschließlich konstruktiver Bewältigung von Konflikten) wirken nachweislich positiv auf die Gesundheit. So treten z.B. in diesem Fall seltener Ängste oder Depressionen auf, und auch der Lebensstil ist häufig gesünder. Stress wird durch emotionale Unterstützung oder durch praktisches gemeinsames Anpacken im täglichen Leben reduziert – dies führt zu mehr Wohlbefinden. Isolation hingegen dürfte per se schon einen Risikofaktor für die Gesundheit darstellen. Soziale Unterstützung aus einem Netzwerk wirkt sich förderlich auf den Gesundheitszustand aus. Dies wurde in vielen Studien nachgewiesen. Informationen finden Sie unter Soziale Unterstützung und unter Gesund in der Nachbarschaft. Beziehungen haben allerdings nicht immer nur erfreuliche Aspekte, sie können auch konfliktbehaftet sein.

Durch den gesellschaftlichen Wandel haben sich die Beziehungs- bzw. Partnerschaftsformen im Lauf der Jahre verändert. Wo früher das „klassische“ Familienmodell (Vater, Mutter, Kinder) dominierte, findet sich heutzutage ein buntes Bild der Bevölkerungslandschaft. Alleinerziehende Mütter bzw. Väter, Patchworkfamilien, kinderlose Paare sowie generell eine sinkende Geburtenrate und die Zunahme der älteren Bevölkerung prägen die Gesellschaft. Zudem spielen virtuelle Netzwerke eine immer größer werdende Rolle in der Pflege von Freundschaften oder bei der Partnersuche.

Tipp Nehmen Sie sich Zeit, Ihre sozialen Beziehungen zu pflegen. Dies ist in jedem Alter und unabhängig vom Geschlecht wichtig. Es lohnt sich!

Sozialer Zusammenhalt macht stark

Gemeinschaftsgefühl und soziale Kompetenzen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und beeinflussen damit auch die Gesundheit der Bevölkerung. Laut der „Österreichischen Gesundheitsbefragung 2006/2007“ schätzen Österreicherinnen/Österreicher, die mit ihrer sozialen Unterstützung und ihren Beziehungen zufrieden sind, ihren Gesundheitszustand besser ein als jene, bei denen Unzufriedenheit mit dem sozialen Support und Umfeld besteht. Den Zusammenhang zwischen sozialem Zusammenhalt – auch Sozialkapital genannt – und Gesundheit bestätigen auch internationale Studien. Allerdings wird durch Forschungen auch belegt, dass der soziale Zusammenhalt in den europäischen Wohlstandsländern abnimmt.

Die Gesundheit durch sozialen Zusammenhalt zu stärken ist eines der zehn Rahmengesundheitsziele für Österreich. Diese wurden Ende Juni 2012 von der Bundesgesundheitskommission beschlossen. Die Ziele stellen einen Rahmen für die Steuerung des Gesundheitswesens dar. Nähere Informationen finden Sie auf der Website Rahmengesundheitsziele für Österreich.

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