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Eine ältere Dame begrüßt jemanden an der Haustüre © edbockstock

Nachbarschaftsinitiativen im Fokus

Mittlerweile finden sich in ganz Österreich Initiativen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gesunde Nachbarschaft zu fördern. Doch was bedeutet gesunde Nachbarschaft für die Österreicherinnen und Österreicher? Laut einem Zitatewettbewerb des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), z.B.: „dass Miteinander, Nebeneinander und Ohneinander in guter Balance sind“, „die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz finden“ oder „ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander“. Soziale Beziehungen sind ganz wesentlich für das menschliche Wohlbefinden. Sich gegenseitig zu unterstützen hat positiven Einfluss auf das Gesundheitsverhalten, und eine gesunde Lebensweise macht gemeinsam oft mehr Freude! Man kann sich gegenseitig kennen lernen, motivieren (z.B. mit dem Rauchen aufzuhören) und einander helfen.

Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft“ 

Der FGÖ startete im Herbst 2012 eine Initiative zum Thema „Nachbarschaften und Gesundheit“ mit dem Titel „Auf gesunde Nachbarschaft!“, die nach und nach immer weiter ausgebaut wurde. Mittlerweile konnte schon vieles im Bereich „gesunde Nachbarschaft“ umgesetzt werden. Die Initiative verfolgt folgende Ziele:

  • Förderung des Bewusstseins, dass soziale Beziehungen und Integration eine Bedeutung für die Gesundheit haben (in der Bevölkerung und bei Stakeholdern).
  • Initiierung und Förderung von Nachbarschaftsinitiativen.
  • Vernetzung und Weiterbildung für Multiplikatorinnen/Multiplikatoren.

Die Kernzielgruppe dieser Initiative sind sozial und somit auch gesundheitlich benachteiligte Menschen. Es soll allerdings niemand von Schwerpunktaktivitäten ausgeschlossen werden. Auf der einen Seite wird die Initiative auf der Ebene von Modellregionen umgesetzt, auf der anderen Seite auch auf nationaler Ebene. Die Modellregionen wurden nach Merkmalen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung und sozio-ökonomischen Kennzeichen (z.B. Einkommen, Bildungsniveau) ausgewählt. Zu diesen gehören das Modellprojekt Linz Auwiesen-Kleinmünchen sowie das Modellprojekt Waldviertel. Weiterführende Informationen zur Initiative und zu den Modellprojekten finden Sie auf der Website des FGÖ (inklusive Ressourcenpool für Akteurinnen/Akteure und Organisationen sowie einzelne Nachbarschaftsinitiativen): www.fgoe.org und auf der Website der Initiative www.gesunde-nachbarschaft.at.

Sich in der eigenen Nachbarschaft engagieren

Jede/jeder kann in der eigenen Nachbarschaft aktiv werden. Um zu zeigen, dass auch kleinere Projekte möglich und leicht umsetzbar sind, haben wir hier ein paar Beispiele angeführt. Die genannten Aktionen zählen zur Initiative des FGÖ. Unter den jeweiligen Links finden Sie Details und die zuständigen Ansprechpersonen.

Naschgarten in Linz

Im Juni 2014 wurde von Schülerinnen/Schülern der ASO 6 Rennerschule in Linz zusammen mit Eltern und der Nachbarschaft im Garten der Schule ein Naschgarten angelegt. Sträucher, Beeren und eine Kräuterschnecke bereichern nun den öffentlich zugänglichen Grünbereich. Grünraum sowie dessen Gestaltung (z.B. durch Gärtnern) trägt wesentlich zum Wohlergehen bei – sowohl für Körper als auch für die Seele. Zudem wird durch das gemeinsame Projekt der soziale Zusammenhalt gestärkt: Wir legen einen Naschgarten an

Gemeinsam gesünder mit 80+ in Pehendorf

Gemeinsam gesünder mit 80+ in Pehendorf

In Pehendorf in der Gemeinde Rapottenstein in Niederösterreich trifft sich die Gruppe 80+ bereits über einen längeren Zeitraum. Im Rahmen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft“ wurden auch Gesundheitstipps thematisiert (z.B. zu Bewegung). Die älteren Menschen des Ortes sollen durch das Zusammentreffen vor der Vereinsamung bewahrt werden, der Gesundheit Gutes tun und einen schönen Nachmittag verbringen können: Treffen Gruppe 80+ in Pehendorf

Gesundheitsinfos für Kinder und Jugendliche im Dunkelsteinerwald

Im Dunkelsteinerwald stehen seit Kurzem alle Zeichen auf „Jung und gsund“ durch das Leben gehen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Themen gesunde Ernährung, Bewegung und Umgang mit der Umwelt näher zu bringen: Jung und gsund im Dunkelsteinerwald

Garteln ohne Garten im 15. Bezirk

Wer Garteln möchte, braucht dazu nicht unbedingt einen eigenen Garten. Engagierte Anrainerinnen/Anrainer im 15. Wiener Gemeindebezirk brachten die Idee hervor, brach liegende Baumscheiben zu bepflanzen. Um die Pflanzen am Leben zu erhalten, erstellten die Beteiligten sogar einen gemeinsamen Gießplan für heiße Sommerperioden. Aber nicht nur im 15. Bezirk ist das Garteln „in“. Die Initiativen der Wiener Gesundheitsförderung bieten z.B. in vielen Bezirken gärtnerische Aktivitäten an. Neben der Freude an der Gartenarbeit kommt auch der soziale Austausch nicht zu kurz: Garteln ums Eck

Bewegungsparcours in Arbesbach

In Arbesbach in Niederösterreich wartet ein neuer Bewegungsparcours auf seine Besucherinnen und Besucher. Aus einem ehemaligen Park wurde ein Ort geschaffen, der das Vergnügen an Bewegung in den Mittelpunkt stellt. Jung und Alt haben dort Raum, sich nach Lust und Laune zu bewegen und auszutauschen: Bewegungsparcours Arbesbach

Gesunde Gemeinden & Co.

In ganz Österreich gibt es mittlerweile viele Angebote zu Gesundheit und sozialer Vernetzung (z.B. in sogenannten Gesunden Gemeinden). Nähere Informationen finden Sie unter Gesundheitsseiten der Bundesländer.

In der Förderschiene „Kommunale Projekte – Gemeinsam gesund in …“ werden seit April 2013 Projekte von Gemeinden, Städten oder Statteilen gefördert, die an die Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ anknüpfen: www.gesunde-nachbarschaft.at/gemeinsam-gesund-in
In einigen Bundesländern gibt es auch Ansprechpartner/innen für Gemeinden (z.B. styria vitalis, tut gut!, Gesundheitsland Kärnten, Dorf- und Stadterneuerung Niederösterreich).

Weitere Projekte finden Sie unter Links & Downloads.

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