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Arbeiterin in eine Produktionslinie in der Fabrik © Juice Images

Im Beruf gesund bleiben

Ob berufliche Belastungen das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen, hängt einerseits von den Arbeitsverhältnissen und andererseits von der persönlichen Konstitution bzw. dem individuellen Verhalten ab.

Gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen

Gesundheitsfördernde Arbeitsverhältnisse werden u.a. von folgenden Faktoren geprägt:

  • gutes, wertschätzendes Arbeitsklima,
  • Arbeitsorganisation mit der Möglichkeit zu selbstständiger Aufgabenerledigung,
  • Handlungsspielraum,
  • entsprechende Arbeitszeiten und Pausen für ausreichende Erholung,
  • ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben (Work-Life-Balance),
  • ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes,
  • Zufriedenheit mit den Einkommensregelungen,
  • Möglichkeiten zur Fortbildung und Weiterentwicklung im Beruf,
  • Einhalten arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen und Vermeidung schädigender Umgebungseinflüsse etc.

Gesundheitsförderndes Verhalten

Jede Mitarbeiterin/jeder Mitarbeiter kann eigenverantwortlich auf ein gesundheitsförderndes Verhalten im Beruf achten. Dazu zählen:

  • gesundheitsfördernde Ernährung,
  • ausreichend Bewegung (vor allem bei sitzenden Berufen),
  • Vermeiden einseitiger Belastungen,
  • Nichtrauchen,
  • die Fähigkeit entwickeln, Stress zu bewältigen,
  • auf die seelische Gesundheit achten,
  • ausreichend Erholungsphasen und Pausen einlegen,
  • Eigenverantwortung bei der Arbeit wahrnehmen etc.

Unterstützende Rahmenbedingungen

Gesundheit am Arbeitsplatz wird durch verschiedene gesetzliche Regelungen unterstützt bzw. gewährleistet.

Gesetzlicher Schutz der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer

Darunter versteht man alle Vorkehrungen und Aktivitäten, die den Schutz des Lebens und der Gesundheit der Menschen bei ihrer beruflichen Tätigkeit zum Ziel haben. Die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) geregelt. Regelungen zur Arbeitszeit und Arbeitsruhe einschließlich Sonderbestimmungen für bestimmte Berufsgruppen, z.B. Lenker/innen von Fahrzeugen, fallen unter den Verwendungsschutz. Die nationalen Gesetze und Verordnungen zum Arbeitnehmer/innenschutz bauen auf den grundsätzlichen Richtlinien der EU auf. Für schwangere Frauen gibt es eigene Schutzbestimmungen, die durch den Mutterschutz geregelt werden.

Weitere Informationen:

Kollektivverträge, Betriebsvereinbarungen

Kollektivverträge regeln wechselseitige Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern und Arbeitgeberinnen/Arbeitgebern. Sie werden von der Gewerkschaft und Wirtschaftskammer jeweils für Branchen ausverhandelt. Schwerpunkte sind die Arbeitszeitregelungen und Entgeltfindung. Spezielle Regelungen innerhalb einer Firma, z.B. Maßnahmen zum Nichtraucherschutz, betriebliche Weiterbildungen, Arbeitszeitregelungen, Betriebliche Gesundheitsförderung etc., können in einer Betriebsvereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung ausverhandelt werden.

Weitere Informationen:

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die seit Jahren etablierte Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zielt auf gesunde Arbeitsbedingungen und gesundheitsförderndes Verhalten in Unternehmen ab. Als modernes, unternehmensstrategisches Konzept orientiert sich die BGF an bewährten Methoden der Organisationsentwicklung und des Projektmanagements.

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik

Aus einem gesellschaftlichen Blickwinkel betrachtet, verfolgt der Ansatz „Gesundheit in allen Politikfeldern“ („Health in All Policies“) unter anderem auch die Arbeitswelt als Einflussfaktor auf die Gesundheit. Hier spielen zum Beispiel Fragen der sozialen Ungleichheit, Armutsbekämpfung, gerechten Entlohnung oder Bildung und ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen:

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