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Pärchen mit Landkarte und Koffer © contrastwerkstatt

Vor Antritt der Reise

Vor einer Reise – insbesondere in ein exotisches Land – ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig. Dazu gehört, sich rechtzeitig nicht nur über die Sehenswürdigkeiten des Reisezieles, sondern auch über Hygienestandards, klimatische Bedingungen, Zeitverschiebung, medizinische Versorgung und etwaige sonstige Gefahren etc. zu informieren. Bei der Entscheidung für eine bestimmte Destination sowie die Art der Reise (Trekkingtour, Strand- oder Sporturlaub etc.) sollten einerseits der Gesundheitszustand aller Mitreisenden mitberücksichtigt und andererseits alle nötigen Schutzvorkehrungen getroffen werden . . .

Reiseinformationen einholen

Das Außenministerium bietet Reiseinformationen für alle Länder der Welt (inklusive Reisewarnungen) sowie die Adressen sämtlicher österreichischer Botschaften und Konsulate im Ausland. Darüber hinaus bietet das Bürgerservice wichtige Tipps, was in einem Notfall, z.B. im Falle von Erkrankungen und Unfällen, im Ausland zu tun ist und in welcher Weise das Außenministerium bzw. die österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland Unterstützung bietet.

Reisetauglichkeit überprüfen

Vor allem ältere Personen, die unter chronischen Krankheiten wie z.B.Diabetes, Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Nierenerkrankungen leiden, sollten vor der Buchung eines Fernurlaubs ihre Reisetauglichkeit ärztlich überprüfen lassen. Dies gilt insbesondere auch für Menschen mit einer Immunschwäche (z.B. HIV). Bei Langstreckenflügen sind vorbeugende Maßnahmen sinnvoll, um das Risiko von Thrombosen (Blutgerinnseln) zu verringern.

Personen, die ständig Medikamente nehmen, sollten ihre Ärztin/ihren Arzt nach der richtigen Einnahme befragen, beispielsweise wenn es zu einer Zeitverschiebung, zu einem veränderten Tagesrhythmus oder Durchfallerkrankungen kommt. Weiters sollten sie einen entsprechenden Vorrat des Medikaments und eine englischsprachige Erklärung ihres Gesundheitszustandes mitnehmen. Dadurch hat eine im Ausland kontaktierte Ärztin/ein im Ausland kontaktierter Arzt rasch alle nötigen Informationen über die Patientin/den Patienten parat. Bei manchen Medikamenten oder medizinischem Zubehör ist auch eine Mitführbescheinigung (möglichst auch in englischer Sprache) für den Zoll notwendig (Mit Medikamenten auf Reisen). Auf dieser ärztlichen Bestätigung werden Angaben über Notwendigkeit, Dosierung, Wirkstoff- und Handelsname des Medikamentes bzw. des Zubehörs festgehalten.

Allergikerinnen/Allergiker sollten ihre Notfallmedikamente mit sich führen (Diagnose und Erste Hilfe bei einer Insektengiftallergie). Hausstaubmilbenallergikerinnen und -allergiker sollten bereits im Vorfeld dafür sorgen, möglichst milbenarme Quartiere zu buchen (Hausstaubmilbenallergie). Personen mit Herzschrittmachern oder metallischen Implantaten sollten ebenfalls eine entsprechende Erklärung mithaben, um bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Probleme zu vermeiden.

Kleinkinder auf Reisen nicht überfordern

Speziell bei Reisen mit Kindern ist auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Altersgruppe zu achten. Insbesondere für Kleinkinder können Fernreisen eine unzumutbare Belastung und ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit darstellen. Dazu empfiehlt es sich, die Einschätzung einer Kinderärztin/eines Kinderarztes oder einer Reisemedizinerin/eines Reisemediziners einzuholen. Wenn nach allen notwendigen Überlegungen und gesicherter Reisetauglichkeit keine Einwände gegen eine geplante Fernreise bestehen, sollten empfohlene Impfungen rechtzeitig durchgeführt und eine Reiseapotheke zusammengestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter Kinder auf Fernreisen.

Wichtige Adressen und Informationen

Bei medizinischen Notfällen oder bei Verlust der Reisedokumente kann Ihnen Ihre Botschaft weiterhelfen. Adressen der weltweiten Vertretungen erhalten Sie unter http:/www.bmeia.gv.at. Hier sind auch länderspezifisch aktuelle Reiseempfehlungen bzw. -warnungen und sonstige wichtige Adressen und Informationen aufgelistet.

Bei Erkrankung oder Unfall im Ausland stehen im Allgemeinen die Sicherheits- und Sanitätsbehörden des Gastlandes hilfreich zur Seite. Es ist allerdings vor Reiseantritt zu empfehlen, diesbezüglich ausreichend vorzusorgen, z.B. durch Mitnahme der e-card, deren Rückseite die Europäische Krankenversicherungskarte darstellt, oder durch eine private Reiseversicherung. Eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport nach Hause – vor allem aus Übersee – wird empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden. Die Kosten für einen solchen Transportflug belaufen sich in der Regel auf mehrere tausend Euro.

In besonders schweren Fällen bzw. falls der erforderliche Beistand nicht anderweitig gesichert ist, hilft die örtlich zuständige Vertretungsbehörde (Vermittlung von Arzthilfe, Veranlassung der Einweisung in ein Krankenhaus, Verständigung der Angehörigen etc.). Wo eine österreichische Vertretungsbehörde nicht vorhanden ist, können sich österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gem. Artikel 23 AEUV an die Vertretungsbehörde eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union vor Ort wenden. 

Hinweis In dringenden Fällen ist der Bereitschaftsdienst des Außenministeriums unter folgender Rufnummer rund um die Uhr erreichbar: 050 11 50-4411 (vom Ausland: +43 50 11 50-4411 bzw. +43 19 0115-4411). Darüber hinaus bieten alle Reiseversicherungen Notrufnummern an, die rund um die Uhr besetzt sind.

Weiters bietet das Außenministerium Reisenden die Möglichkeit, sich vor einem Auslandsaufenthalt mittels Angabe von Kontakt- und Reisedaten unter Reiseregistrierung mittels Online-Formular zu registrieren. Damit soll es den österreichischen Behörden im Falle einer Krise oder einer Naturkatastrophe rascher und leichter möglich sein, mit Reisenden in Notsituationen Kontakt aufzunehmen und Hilfe zu leisten. Zur Wahrung des Datenschutzes werden alle Angaben 14 Tage nach Beendigung der Reise automatisch gelöscht.

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