Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Kalender © AGphotographer

Hilfe bei der Planung der Geburt

Manche Frauen wissen schon vor einer Schwangerschaft, wo sie ihr Kind auf die Welt bringen möchten. Andere entscheiden sich erst während der Schwangerschaft. Bei der Planung der Geburt hilft es, Informationen über die Geburtsmöglichkeiten zu sammeln und die betreuenden Personen kennen zu lernen. Eine rechtzeitige Planung ist eine Voraussetzung, um die gewünschte Geburtsbetreuung zu bekommen, die im Krankenhaus, mit Ärztinnen und Ärzten oder Hebammen stattfinden kann.  

Die Planung der Geburt

Es bestehen verschiedene Betreuungsmöglichkeiten bei einer normalen Geburt: Die mit Abstand häufigste Form ist die medizinische Geburtshilfe mit einem Team aus Ärztin oder Arzt und Hebamme, wie sie in Krankenhäusern die Regel ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Geburtsbetreuung nur durch eine Hebamme im Rahmen einer Hausgeburt. Risikogeburten werden nur in Krankenhäusern unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Aus medizinischen Gründen kann auch eine Kaiserschnittgeburt geplant werden. Bei jeder Geburt muss eine Hebamme beigezogen werden, ebenso in der Zeit des Wochenbetts. Dies ist im Hebammengesetz geregelt.

Wenn die persönliche Entscheidung für eine Krankenhausgeburt oder eine Hausgeburt gefallen ist, haben die infrage kommenden Krankenhäuser oder Hebammen bestimmte zeitliche Fristen für die Anmeldung. Generell sollte die Entscheidung, wo und mit welcher Betreuung die Geburt geplant ist, bis zur 22. Schwangerschaftswoche gefallen sein. Von ärztlicher Seite wird eine Anmeldung im Spital bis zur zwölften Schwangerschaftswoche empfohlen, da in diesem Zeitraum schon eine erste Ultraschalluntersuchung im Haus durchgeführt werden kann.  

Krankenhausgeburt

Diese Form der Geburtsbetreuung wird in Österreich von rund 97 Prozent der Frauen gewählt. Bei einer klassischen Krankenhausgeburt leitet eine Ärztin oder ein Arzt die Geburt, und die Hebamme betreut die gebärende Frau während der Niederkunft. Bei einer normalen Geburt wird die gebärende Frau vorwiegend von der Hebamme unterstützt und angeleitet. Eine Hebamme kann eine Geburt selbstständig betreuen und dafür notwendige Untersuchungen (z.B. Wehenschreiber) und Behandlungen (z.B. Dammschnitt) durchführen.

Welche Tätigkeiten eine Hebamme eigenverantwortlich durchführen darf und in welchen Situationen eine Ärztin oder ein Arzt beigezogen werden muss, ist im Hebammengesetz geregelt. In der Praxis wird die Arbeitsaufteilung zwischen Ärztin oder Arzt und Hebamme in den Krankenhäusern innerhalb der rechtlichen Bedingungen unterschiedlich gehandhabt. Bei Krankenhausgeburten ist ein Spitalsaufenthalt inklusive Wochenbett (stationäre Geburt) oder bis kurz nach der Geburt möglich (ambulante Geburt oder vorzeitige Entlassung).

In manchen Krankenhäusern besteht die Möglichkeit, eine normale Geburt nur im Beisein einer Hebamme zu planen, ohne von Beginn an eine ärztliche Begleitung dabeizuhaben. 

Hausgeburt

Wünscht eine werdende Mutter, ihr Kind zu Hause auf die Welt zu bringen, kann eine Hebamme die Geburt eigenverantwortlich begleiten. Diese Form der Geburtsbegleitung wählen rund zwei Prozent der schwangeren Frauen in Österreich. Voraussetzung ist eine normal verlaufende Schwangerschaft. Frauen, die eine Hausgeburt planen, sollten sich zusätzlich in einem Spital anmelden. Treten unvorhersehbare Komplikationen oder ein Notfall ein, steht das medizinische Sicherheitsnetz des Spitals rasch zur Verfügung.  

Wohin kann ich mich wenden?

Fragen zur Planung der Geburt können bei den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen besprochen werden. Die betreuende Ärztin oder der betreuende Arzt berät die schwangere Frau, welche Geburtsart aus medizinischer Sicht möglich ist. Wesentlich ist dabei die Diagnose, ob eine normale oder eine Risikoschwangerschaft vorliegt.

Krankenhäuser informieren über ihre Leistungsangebote rund um die Geburt und über die Betreuung während der Geburt. Manche Krankenhäuser bieten eine persönliche Geburtsberatung samt Informationen über den jeweils üblichen Ablauf der Geburt, die Geburtsbetreuung oder die Methoden an.

Eine Geburtsberatung wird auch von den Ambulanzen der Krankenkassen sowie in Familienberatungsstellen angeboten.

Voraussetzung für die Betreuung und Beratung durch eine Hebamme mit Kassenvertrag ist, dass sich die schwangere Frau für eine Hausgeburt entschieden hat. Bis zur 40. Schwangerschaftswoche können maximal sieben Hausbesuche bzw. Besuche in der Hebammenordination in Anspruch genommen werden. Erfolgt die Geburt trotz einer geplanten Hausgeburt in einem Krankenhaus, müssen medizinische Gründe vorliegen, damit die Krankenkasse die Kosten der Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft bezahlt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Geburt.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse