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Snowboarden © Silvano Rebai

Snowboarden

Snowboarden etablierte sich als Wintersport in den 1970er-Jahren. Ursprüngliches Ziel war, die Bewegungen des Wellenreitens und Skateboardens auch im Winter ausüben zu können. Snowboarden beansprucht vor allem die Kraftausdauer und die Schnellkraft. Ebenso sind ein gutes Bewegungsgefühl und Geschicklichkeit (Gleichgewichts-, Reaktions- und Umstellungsfähigkeit) gefordert. Wie beim alpinen Skifahren ist eine gute Fitness eine wichtige Voraussetzung und erfordert ein gezieltes Training.

Stilrichtungen beim Snowboarden 

Snowboarden wird in verschiedenen Stilrichtungen betrieben. Beim alpinen Snowboarden steht das tempobetonte Schwingen und Abfahren im Mittelpunkt. Durch extremen Kanteneinsatz ist das Carven auch auf harten Pisten möglich. Sprünge und Tricks kennzeichnen das Freestyle-Snowboarding. Dafür werden Halfpipes (halbröhrenförmige Strecken), Quaterpipes (Steilwände) und Ramps (Schanzen) präpariert bzw. natürliche Geländeformationen genutzt. Beim Backcountry Riding erfolgt der Aufstieg – wie bei Skitouren – aus eigener Kraft, z.B. mit Schneeschuhen oder teilbaren Boards (Splitboards) und Steigfellen. Anschließend wird im Tiefschnee im ungesicherten Gelände abgefahren. Diese Spielart erfordert alpine Erfahrung und entsprechende Ausdauer. Beim Freeriding wird alpines und Freestyle-Snowboarden während einer Abfahrt verbunden.

Techniken beim Snowboarden

Die Bewegungen beim Snowboarden basieren – ähnlich dem Skifahren – auf Gleiten, Kanten, Drehen und Gleichgewichthalten. Der Bindungswinkel ermöglicht eine mehr oder weniger schräge Stellung auf dem Board. Welche Standposition am bequemsten ist, muss man selbst durch einige Versuche ermitteln. Häufig wird für Anfänger ein Bindungswinkel von 45 Grad vorne und 40 Grad hinten empfohlen. Beim alpinen Snowboarden ist der Bindungswinkel steiler (Füße mehr in Fahrtrichtung), beim Freestyle-Snowboarding flacher (bis 0 Grad). Bei der „Goofy“-Stellung ist der rechte Fuß in Fahrtrichtung vorne, in der Position „regular“ ist der linke Fuß vorne.

Die richtige Ausrüstung

Snowboard: Je nach Können und Anwendungsbereich stehen verschiedene Snowboard-Modelle zur Verfügung. Die wichtigsten Typen sind:

  • Allroundboards sind für alle Schneearten und Snowboardstile konstruiert und aufgrund der geringen Vorspannung drehfreudig. Die symmetrische Konstruktion ist mittel bis stark tailliert, die Nose (Spitze) hat einen großen Schaufelradius.
  • Alpinboards verfügen über eine hohe Vorspannung, kleinen Schaufelradius und eine lange Kante; sie zeichnen sich durch hohe Laufruhe und Spurtreue aus.
  • Freestyle-Boards weisen eine hohe Drehfreudigkeit auf. Ein breiter Bindungsstand ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit und Kontrolle beim Rückwärtsfahren und Springen.
Snowboards werden mit einem Fangriemen (eignet sich auch zum Tragen) am Fuß festgeschnallt oder mit einem Boardstopper gesichert.

Schuhe, Bindung: Hardboots mit einer Plattenbindung eignen sich durch die direkte Kraftübertragung für Anfängerinnen/Anfänger und werden beim alpinen Snowboarden eingesetzt. Softboots und Softbindung sind für das Freestyle-Snowboarding ideal.

Bekleidung: Geeignet sind vor allem Jacken und Hosen aus atmungsaktivem und wasserdichtem Material. Hosen mit Verstärkungen im Knie- und Gesäßbereich bieten besonderen Schutz. Wichtig sind Handschuhe mit Handgelenksschutz.

Schnee- oder Sonnenbrillen schützen die Augen und sorgen für gute Sicht.

Helm und Rückenprotektor helfen, Verletzungen bei Stürzen zu vermeiden.

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