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Skilanglaufen im Skating-Stil © ARochau

Skilanglaufen

Das gleichmäßige Gleiten auf einer gepflegten Spur durch die verschneite Winterlandschaft ist Erholung pur. Skilanglaufen hat jedoch auch sehr sportliche Facetten: Mit schnellen Schritten einen Hügel hinauf, dann mit kräftigen Doppelstockeinsätzen in die kurze Abfahrt, der rasende Puls sinkt wieder, dann geht es im Diagonalschritt weiter. Wenn man das Gelände optimal ausnutzen möchte, ist Langlaufen auch von den Bewegungsmustern her sehr abwechslungsreich . . .

Der Skilanglauf gehört zu den gesündesten Ausdauersportarten, da neben dem Herz-Kreislauf-System auch die gesamte Muskulatur des Körpers trainiert wird. Zudem werden viele Gelenke und die Wirbelsäule optimal mobilisiert und gestärkt und sehr viele Kalorien verbraucht.

Techniken beim Skilanglauf

Beim klassischen Stil wird eine harmonische Diagonalbewegung mit wechselseitigem Armeinsatz – ähnlich wie beim Nordic Walking – durchgeführt. Auf die wechselweise Abstoßbewegung mit dem Bein und der gegenüberliegenden Hand folgt eine anschließende Gleitphase auf einem Ski. Dafür sind vorgespurte Loipen notwendig. Geübte Langläuferinnen und Langläufer haben Spaß dabei, im unpräparierten Gelände eine eigene Spur durch die Landschaft zu ziehen.  

Bei Abfahrten kann mit beidseitigen Stockeinsätzen der Geländeverlauf ausgenützt werden. Dies macht den Bewegungsablauf abwechslungsreich. Der klassische Skilanglaufstil kann leicht erlernt werden und eignet sich für Kinder oder Erwachsene jeden Alters. Um im Diagonalschritt richtig gleiten zu können, sind eine gutes Gleichgewicht und Kraft in Armen und Beinen erforderlich. Wer sich am Anfang dabei schwer tut, kann mit Gehbewegungen in der Loipe (Skiwandern) beginnen und erst nach einiger Übung die Abstoß- und Gleitphase intensiver ausführen.

Die Skatingtechnik ermöglicht höhere Geschwindigkeiten, ist aber vom Bewegungsablauf her anspruchsvoller, komplexer und athletischer. Die Muskulatur wird intensiver beansprucht. Die Skier sind kürzer als beim klassischen Skilanglauf. Die Fortbewegung erfolgt durch ein Abstoßen nach hinten wie beim Eislaufen, mit beidseitigen Stockeinsätzen („Schlittschuhschritt“). Fürs Skaten wird eine breite Spur glatt gewalzt.

Für beide Skilanglauftechniken gibt es eigene Skier, Bindungen und Stöcke.

Die richtige Ausrüstung

Langlaufski: Für den klassischen Stil eignen sich für Anfänger und Fortgeschrittene Ski mit einer Steighilfe („Schuppen“) oder für sportlich Ambitionierte die Wachsski. Nur für das Gleiten konstruiert sind Skatingski. Sie besitzen keine Haftzone. Die Skispannung ist das wichtigste Kriterium für die Auswahl der Ski und ist von Ihrem Körpergewicht abhängig.

Tipp Mit dem Papierstreifentest können Sie die Skispannung kontrollieren. Legen Sie dafür die Ski auf einen ebenen Boden und stellen Sie sich mit den Zehen auf den Schwerpunkt des Skis (Markierung). Die Spannung ist richtig, wenn ein Papierstreifen unter den Ski mindestens eineinhalb Fußlängen nach vorne und knapp über die Ferse nach hinten verschoben werden kann. Belasten Sie nun den Ski mit einem Bein. Jetzt darf sich der Papierstreifen nicht oder nur wenig verschieben lassen.

Bindung: Es gibt sehr einfach zu handhabende Bindungen für den klassischen Stil und den Skatingstil. Sie ermöglichen die Skisteuerung und das Abrollen des Fußes.

Stöcke: Langlaufstöcke verfügen über enge Griffschlaufen, um nach der Abstoßbewegung die Hände öffnen und anschließend den Griff wieder fassen zu können. Die Stocklänge für den klassischen Stil reicht bis unter die Achsel, für den Skatingstil bis zum Kinn.

Langlaufschuhe: Skatingschuhe sind höher als Klassikschuhe und bieten im Sprunggelenk mehr Halt.

Bekleidung: Funktionelle Unterwäsche trocknet rasch. Mit mehreren Kleidungsschichten, die sich rasch aus- und anziehen lassen, kann man auf Kälte und Wärme besser reagieren. Als oberste Schicht empfiehlt sich eine atmungsaktive Jacke. Handschuhe sind eng anliegend, um den Stock richtig halten zu können. Brillen schützen die Augen vor Sonne und Wind. Eine Haube bzw. Stirnband reguliert die Temperatur am Kopf.

Wohin kann ich mich wenden?

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