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Betagte Frau © Hunor Kristo

Warum der Körper altert

Die Ursachen für den unaufhaltsamen Vorgang des Alterns sind nicht eindeutig geklärt. Unbestritten ist, dass Altern mit der Abnützung der Körpersysteme verbunden ist. Zwar kann der menschliche Organismus bestimmte Schäden selbst reparieren – so heilt zum Beispiel der Körper Verletzungen durch Zellerneuerung oder bekämpft Krankheiten mithilfe des Immunsystems. Mit zunehmendem Alter ist der Körper aber immer weniger in der Lage, die häufiger auftretenden Störungen zu bewältigen. Auch die Selbstheilungsfähigkeiten funktionieren nicht mehr fehlerfrei und stoßen an ihre Grenzen.

Dazu kommt, dass äußere Einflüsse die Alterung der Organe beschleunigen können. So tragen Überernährung, schädliche bzw. giftige Stoffe, z.B. Alkohol und Nikotin, zu viel UV-Strahlung, aber auch seelischer Stress zu einer vorzeitigen Alterung bei. Derzeit werden in der Wissenschaft folgende Theorien des Alterns diskutiert:

Genetische Ursachen

Zellen können sich nicht unbegrenzt teilen. Ihr „Ablaufdatum“ ist im Erbgut festgeschrieben. Auch bei der Weitergabe des genetischen Codes bei der Zellteilung können sich im Laufe des Lebens kleine Fehler einschleichen. Dies kann Zellschädigungen verursachen, die auch Organe beeinträchtigen.

Zellschädigungen durch Sauerstoffradikale

Freie Sauerstoffradikale entstehen beim Stoffwechsel und können die Zellen sowie ihre Erbsubstanz schädigen. Die Bildung von freien Radikalen wird zum Beispiel durch ungesunde Ernährung, Rauchen, durch starke UV-Strahlenbelastung, aber auch durch chronische Entzündungsprozesse begünstigt. Normalerweise kann der Organismus durch spezielle Mechanismen freie Radikale einfangen und den oxidativen Stress begrenzen. Im Alter funktionieren diese Mechanismen allerdings zunehmend schlechter.

Funktionsstörungen durch schädliche Eiweißmoleküle

Eiweiße (Proteine) können mit Zucker bzw. Zuckerverbindungen Vernetzungen bilden. Dadurch wird das Protein in seiner ursprünglichen Funktion gestört. Die krankhafte, altersbedingte Vernetzung von Eiweißstoffen kann an der Entstehung von Stoffwechselstörungen, der Abnahme von Muskelmasse, Bindegewebsveränderungen, Alzheimer-Demenz oder Nierenerkrankungen beteiligt sein.

Fehlfunktion des Hormonsystems

Botenstoffe – Hormone – steuern rund um die Uhr wichtige Körperfunktionen. Ihr Steuerzentrum im Gehirn – der Hypothalamus – verliert mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, die Hormone richtig zu regulieren, und es werden weniger Hormone ausgeschieden.

Die Altersforschung geht davon aus, dass verschiedene Mechanismen für das Altern einander beeinflussen – so wie auch alle biologischen Vorgänge im Körper miteinander verbunden sind.

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