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Seniorenpaar am Fahrrad © Monkey Business

Voraussetzungen für gesundes Altern

Viele Menschen wünschen sich ein langes Leben bei guter Gesundheit. Es geht nicht nur um die Frage, welches Lebensalter man erreicht, sondern vor allem darum, wie man alt wird. Kann man die gewünschte Lebensqualität beibehalten und bis ins hohe Alter ein aktives und selbstständiges Leben führen? Oder ist man in seiner Mobilität eingeschränkt, durch Beschwerden beeinträchtigt und benötigt Pflege?

Ob man gesund altert, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Begünstigend scheinen dabei unter anderem regelmäßige körperliche Aktivität und gesunde Ernährung mit einer ausgewogenen Energiebilanz. Bei den sozialen und psychischen Rahmenbedingungen gelten etwa lebenslanges Lernen, eine erfüllte Partnerschaft, soziale Kontakte oder eine positive Lebenseinstellung als vorteilhaft. Auch die Gene und gesellschaftliche Faktoren spielen eine wichtige Rolle.

Folgenden Faktoren wird ein Einfluss auf den Alternsprozess zugeschrieben:

  • Gesellschaftliche Faktoren wie Lebensgewohnheiten, Lebensstandard, soziale Verhältnisse, Berufssituation, Bildungsniveau oder die medizinische Versorgung,
  • individuelle Faktoren, wie der Lebensstil (z.B. Ernährung, Bewegung, Rauchen, Alkoholkonsum), das soziale Verhalten, Stressbewältigung etc. sowie
  • genetische Faktoren.

Ernährung – ausgewogen & abwechslungsreich 

Wichtig für die Erhaltung der Gesundheit im Alter ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Vermieden werden sollten sowohl Übergewicht als auch – vor allem im hohen Alter häufig – Untergewicht als Folge von Mangelernährung bzw. einer nicht ausgewogenen Energiebilanz.

Weitere Informationen finden Sie unter Ernährung älterer Menschen

Bewegung – körperlich aktiv und mobil bleiben

Eine Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit im höheren Alter hat nicht nur biologische Ursachen, sondern wird auch wesentlich durch Bewegungsmangel beeinflusst. Menschen, die sich zu wenig bewegen, altern rascher als jene, die regelmäßig und vor allem lebenslang körperlich aktiv sind. Durch gezieltes Training, aber auch durch das Nutzen von alltäglichen Bewegungschancen (z.B. zu Fuß gehen, Treppen steigen) können Mobilität und körperliche Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten und verbessert werden.

Mobil zu bleiben ist eine wesentliche Voraussetzung für die Selbstständigkeit und eine gute Lebensqualität. Bewegungsmangel, aber auch altersbedingte Abnutzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats führen im Alter zu immer größeren Einschränkungen der Beweglichkeit oder gar zum Verlust der Mobilität und münden häufig in der Pflegebedürftigkeit. Beschwerden sind jedoch beeinflussbar und können u.a. durch gezieltes Training gelindert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Bewegung im Alter

Seelische Gesundheit – geistig jung bleiben

Altern wird oft mit Verlusten in Verbindung gebracht, z.B. bei sozialen, beruflichen Kontakten oder bei der Gedächtnisleistung. Menschen können aber – unabhängig von den körperlichen Veränderungen – gerade im höheren Alter auch „Wachstum“ erleben, sich weiterentwickeln und Neues lernen. Und sie verfügen über ein wertvolles Gut: ihre Lebenserfahrung. Wichtig ist, den Geist fit zu halten. Geistige Aktivität wirkt sich positiv auf die Lebenszufriedenheit aus und ist ein wichtiger Teil der Rahmenbedingungen für gesundes Altern.

Psychologische Faktoren für gesundes Altern sind:

  • Ausreichende soziale Vernetzung (Familie, Partnerschaft, Freunde, Bekannte etc.),
  • eine erfüllende Rolle in der Gemeinschaft bzw. Gesellschaft,
  • die Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen,
  • eine positive Lebenseinstellung, positive Gedanken und Gefühle,
  • die Fähigkeit, mit Problemen fertig zu werden und mit anderen Menschen gut auszukommen, sowie
  • eine sichere Existenz bzw. finanzielle Absicherung.

Weitere Informationen finden Sie unter Psyche und Seele.

Aktivität oder Ruhe – jedem das Seine

Um erworbene Kompetenzen, Werte und soziale Beziehungen so lange wie möglich zu bewahren, kann man etwas tun. Für das seelische Wohlbefinden im Alter spielt die individuelle Balance zwischen Aktivität und Ruhe eine wichtige Rolle. Ein aktives Leben kann das Altern verzögern, denn Aktivität und Selbstverwirklichung tragen viel zur Zufriedenheit bei. So leiden manche unter der Umstellung vom Berufsleben in den Ruhestand. Neue soziale Beziehungen und Aufgaben wirken einer Vereinsamung entgegen.

Zufriedenheit kann aber auch eine Entscheidung zu Passivität sein. Denn positives, erfolgreiches Altern wird als Zufriedensein mit dem gegenwärtigen und vergangenen Leben beschrieben. Somit entsprechen weder eine unfreiwillige Passivität noch die hektische Suche nach immer neuen Aktivitäten einem realistischen Bild des gesunden Alterns.

Hier erhalten Sie Informationen zu Gesundheit im Alter in Gebärdensprache.

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