Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Vier Personen stehen bei Computer © Yuri Arcurs
Vier Personen stehen bei Computer © Yuri Arcurs

Soziales Engagement

Ältere Menschen verfügen über einen großen Schatz an Erfahrungen, Kenntnissen und Kompetenzen. Andere in Form von ehrenamtlichen Engagements daran teilhaben zu lassen, gibt dem eigenen Leben zusätzlichen Sinn und man erfährt Wertschätzung. Zudem schafft es Zusammenhalt.

Ehrenamt – mitten im Leben

In Österreich engagiert sich fast die Hälfte aller Menschen freiwillig – bei der Generation 50+ sind es sogar 57 Prozent. Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur für die Gesellschaft wertvoll, auch die Ehrenamtlichen selbst profitieren von der Tätigkeit. Es geht um Verantwortung, Teamarbeit, Organisation und Kommunikation. Zudem können sich neue Freundschaften bilden und das Selbstwertgefühl wird ebenso gestärkt wie die Gesundheit.

Ehrenamtlich aktiv zu werden ist in vielen Bereichen des sozialen Lebens möglich. Je nach Interesse und Möglichkeiten können sich Seniorinnen und Senioren beispielsweise in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales, Sport oder Umweltschutz einbringen. Zahlreiche Vereine und Verbände sind dankbar für Unterstützung und Hilfe.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz bietet im Rahmen seiner Freiwilligen-Initiative Informationen, Projekte sowie Aus- und Weiterbildung für Interessierte. Auf der Homepage www.freiwilligenweb.at sind alle Organisationen angeführt, bei denen ehrenamtliches Aktivwerden möglich ist.

Zudem helfen die Landesorganisationen des Seniorenbunds Österreich ( Wo sind wir? - Seniorenbund Österreich) bei der Suche nach der passenden Tätigkeit.

Weitere Informationen:

Nachbarschaftshilfe – geben und nehmen

Ehrenamtliches Engagement ist auch in Form von Nachbarschaftshilfe möglich. Gegenseitige Unterstützung – auch generationenübergreifend – von Menschen, die nah beieinander wohnen, vermittelt das Gefühl, „gebraucht zu werden“, und beugt der Vereinsamung vor. Oft brauchen Kinder die Hilfe der Nachbarin/des Nachbarn. Als Leihoma/-opa, bei der Hausaufgabenbetreuung oder im Krankheitsfall kommen Alt und Jung zusammen. Ältere Nachbarinnen und Nachbarn benötigen Unterstützung eher beim Einkaufen, bei Behördengängen oder dem Arztbesuch. Und natürlich freuen sie sich auch über Zeit, die sie mit einem netten Menschen verbringen können.

Menschen in guten sozialen Beziehungen leben nicht nur länger und gesünder, sie fühlen sich auch zugehörig und unterstützt. Funktionierende Nachbarschaftsnetzwerke wirken sich förderlich auf die (psychosoziale) Gesundheit aus und erleichtern das Leben, da Menschen in derartigen Netzwerken persönliche Zuwendung und Hilfe im Alltag (z.B. Informationen, Unterstützung in praktischen Dingen) erfahren.

Besonders mit Beginn der Corona-Pandemie haben sich zahlreiche nachbarschaftliche Hilfsangebote entwickelt. Österreichweite Initiativen wie das Team Österreich, Frag Nebenan, oder Gutenachtgeschichten online, wo Seniorinnen und Senioren Kindern täglich Gutenachtgeschichten vorlesen, sind Beispiele. 

Hinweis Viele weitere Hilfsangebote aus den Bundesländern finden Sie unter www.oesterreich.gv.at

Nachbarschaftshilfe wird meist durch private Vereine, aber auch die großen Hilfsorganisationen Caritas, Rotes Kreuz, Volkshilfe oder Hilfswerk, teilweise in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, organisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: Soziales Leben & Gesundheit.

Erfahrungen teilen in Selbsthilfegruppen

Manche ältere Menschen sind mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung konfrontiert – entweder sind sie selbst betroffen oder sie pflegen einen nahen Angehörigen. In Österreich gibt es ca. 1.700 Selbsthilfegruppen. Diese Einrichtungen mit ihren meist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wertvolle Unterstützung bei der Bewältigung eines Gesundheitsproblems. Sie ermöglichen den Austausch von Erfahrungen oder belastenden Situationen mit anderen Betroffenen und pflegenden Angehörigen. Schon das Sprechen über Ängste und Probleme ist vielen eine Hilfe. In Selbsthilfegruppen kann man sich informieren und Tipps sammeln, aber auch selbst aktiv einbringen und mitarbeiten. So hilft man anderen Betroffenen, einen positiven Umgang mit dem Gesundheitsproblem zu finden. Weitere Informationen finden Sie unter der Gesundheitssuche nach Selbsthilfegruppen.

Hinweis Selbsthilfe-Gruppen, Verein und Organisationen nach Themen und Bundesland finden Sie auch unter www.selbsthilfe.at

Engagiert gesund bleiben!  

Freiwilliges Engagement ist eine Möglichkeit, zu einem gesunden und glücklichen Leben im Alter beizutragen. Es ist das beste Mittel gegen Einsamkeit und bringt Freude am Leben und die Bestätigung, dass Wissen und Können gerade von älteren Menschen gebraucht wird. Auf der Website des Projekts „Engagiert gesund bleiben!“ finden Sie Portraits engagierter Seniorinnen und Senioren, deren Engagement zum Nachmachen anregen soll, sowie weiterführende Infos, Materialien und Links.

Beratung & Hilfe

Downloads & Broschüren

Seite drucken RSS-Feed anzeigen Seite teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen