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Magenröntgenserie © Yali Shi

Magenröntgen

Beim Magenröntgen, das meist gleichzeitig als Magen-Zwölffingerdarm-Röntgen durchgeführt wird, erfolgt eine Röntgenkontrastdarstellung der inneren Konturen von Magen und Zwölffingerdarm. Röntgenuntersuchungen des Verdauungstraktes, speziell des Magens, haben seit Einführung der Endoskopie (Magenspiegelung, Gastroskopie) größtenteils an Bedeutung verloren. Dies liegt vor allem auch daran, dass bei endoskopischen Untersuchungsmethoden in vielen Fällen auch gleich eine Intervention (z.B. Probenentnahme, Polypenabtragung, Blutstillung etc.) in derselben Sitzung erfolgen kann . . .

Die Darstellung der Speiseröhre, speziell ihrer Bewegungsabläufe beim Schluckvorgang (Videokinematographie) und die Beurteilung des Pförtners (Schließmuskel am Übergang der Speiseröhre in den Mageneingang) mittels Magenröntgens sind jedoch weiterhin unverzichtbare Untersuchungsmethoden, z.B. bei der Abklärung der Refluxkrankheit und bei funktionellen Schluck- und Magenentleerungsstörungen.

Wann ist ein Magenröntgen notwendig?

Typische Indikationen für ein Magenröntgen sind:

  • unklare Oberbauchbeschwerden,
  • Gastritis und Magengeschwüre sowie
  • Hiatushernie (Zwerchfellbruch).

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Am Tag vor der Untersuchung sollte leicht verdauliche Kost verabreicht werden (keine Fleischspeisen, Hülsenfrüchte etc.). Am Untersuchungstag muss die Patientin/der Patient nüchtern sein, das heißt keine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ab Mitternacht. Zusätzlich besteht Rauchverbot. Die Untersuchung verläuft völlig schmerzfrei, eine Betäubung ist nicht erforderlich.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt zunächst im Stehen in der Röntgeneinheit. Zuerst bekommt die Patientin/der Patient ein Brausepulver zum Schlucken, das den Magen aufbläht. Im Anschluss wird etwa 1/8 Liter Bariumsulfatbrei getrunken. Dabei werden bereits Röntgenaufnahmen gemacht, um den Schluckvorgang zu beurteilen. Um die gesamte Mageninnenwand zu benetzen, muss sich die Patientin/der Patient mehrmals im Liegen um die eigene Achse drehen. Dann werden im Liegen in unterschiedlichen Ebenen Röntgenaufnahmen von Magen und Zwölffingerdarm angefertigt. Die gesamte Untersuchung dauert etwa zehn Minuten. Das Kontrastmittel wird über den Darm ausgeschieden. Dabei kann es zu einer unbedenklichen Verfärbung des Stuhls kommen.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Der gesamte Untersuchungsvorgang ist völlig schmerzfrei. Selten kommt es durch das verabreichte Kontrastmittel zu leichten Stuhlunregelmäßigkeiten. Bei entzündlichen Veränderungen der Magen- oder Speiseröhrenwand (z.B. Gastritis, Geschwüre) kann es durch ein „Leck“ in der Wand (Perforation) zum Austritt von Kontrastmittel in den Bauchraum kommen. Dies kann zu einer Bauchfellentzündung führen. Deshalb wird bei Verdacht auf eine Perforation anstelle von bariumhaltigem Kontrastmittel ein wasserlösliches, jodhaltiges Kontrastmittel verwendet.

Wo wird ein Magenröntgen durchgeführt?

Eine Röntgenuntersuchung des Magens kann bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Radiologie oder in Krankenhäusern mit radiologischer Abteilung durchgeführt werden. Eine ärztliche Überweisung ist erforderlich. Die Untersuchung selbst wird durch die Radiologin oder den Radiologen durchgeführt und befundet.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Radiologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  • Krankenhäuser (mit radiologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Kliniksuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für ein Magenröntgen benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten für ein Magenröntgen werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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