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Pankreas-Amylase (PAMY)


Dieses Verdauungsenzym wird ausschließlich von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Erhöhte Blutwerte der Pankreas-Amylase können einen Hinweis auf Erkrankungen im Bereich des Pankreas darstellen (z.B. Pankreatitis, Pankreaskarzinom).

Warum wird die PAMY im Blut bestimmt?

Die Pankreas-Amylase (PAMY) ist eine spezielle Form (Isoenzym) der Alpha-Amylase (AMY), die nur in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet wird. Die Alpha-Amylase ist ein Verdauungsenzym, das vom Körper für die Verdauung von Kohlehydraten (z.B. Mehl, Zucker) benötigt wird.

Die Aktivität der Pankreas-Amylase wird zur Abklärung krankhafter Veränderungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) im Blut gemessen.

Was bedeuten erhöhte PAMY-Werte?

Erhöhte PAMY-Werte im Blut sind ein Hinweis auf ein krankhaftes Geschehen im Bereich der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

Als Ursachen dafür kommen infrage:

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Pankreatitis

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) hat zwei Funktionen: 

  • Bildung von Verdauungsenzymen, unter anderem für die Verdauung von Kohlehydraten, Fetten und Eiweißstoffen,
  • Bildung von Hormonen: z.B. Insulin und Glukagon für die Regulation des Zuckerstoffwechsels.
Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann zwei Verlaufsformen haben: 
Bei der akuten Form sind die Symptome (starke Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber etc.) meist stärker ausgeprägt, wobei ein schwerer Verlauf auch akut lebensbedrohlich sein kann.

Die chronische Form der Pankreatitis ist eine langwierige Erkrankung. Hier kommt es immer wieder zu Schmerzanfällen (in Abhängigkeit von der Ernährung und dem Alkoholkonsum). Die Spätfolgen der chronischen Entzündung können sein:

  • Verdauungsinsuffizienz (die Nahrung wird nicht mehr richtig verdaut) sowie
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), wenn die das blutzuckersenkende Hormon Insulin bildenden Zellen zugrunde gehen.
Ursachen für eine Pankreatitis sind:

  • Gallensteinerkrankungen: Gallensteine können auch den Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse verstopfen. Dadurch kommt es zu einem Rückstau des Bauchspeichels in die Bauchspeicheldrüse. Der Bauchspeichel ist reich an Verdauungsenzymen, und diese Enzyme beginnen dann, die Bauchspeicheldrüse zu schädigen.
  • Chronischer Alkoholmissbrauch: Auch Alkohol schädigt die Bauchspeicheldrüse.
Die Diagnose der Pankreatitis erfolgt über:

LOINC: 1805-1

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) <53 U/L <53 U/L <53 U/L <53 U/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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