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Sexuell übertragbare Krankheiten

Pärchen im Bett © Photographee.eu

Sexuell übertragbare Krankheiten – Sexually Transmitted Diseases, kurz STDs – werden hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen. Die Krankheitserreger sind vor allem Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller. Das Gros der Infektionen geht auf das Konto von Chlamydien, Herpes, HPV & Co. Zu den besonders gefährlichen sexuell übertragbaren Krankheiten zählen HIV und Hepatitis B . . .

Geschlechtskrankheiten: Basis-Info

Zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (sexually transmitted diseases, kurz STDs) zählen neben den klassischen Geschlechtskrankheiten all jene Erkrankungen, die hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Verursacher sind in unseren Breiten v.a. Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller (Protozoen). Geschlechtskrankheiten betreffen Frauen und Männer aus allen sozialen Schichten. Der Häufigkeitsgipfel der sexuell übertragbaren Krankheiten liegt bei den 20- bis 30-Jährigen, da junge Menschen häufig eine höhere Mobilität und eine freiere Sexualität leben. Den sichersten Schutz vor STDs bietet die konsequente Verwendung von Kondomen, allerdings ist auch dieser Schutz nicht 100-prozentig . . .

Syphilis

Syphilis ist eine durch das Bakterium Treponema pallidum (aus der Familie der Spirochäten) hervorgerufene Krankheit, die den gesamten Körper betreffen kann. Sie wird durch vier klinische Stadien und eine jahrelange symptomfreie Periode (sogenannte Latenzzeit) charakterisiert . . .

Gonorrhoe (Tripper)

Die Gonorrhoe (Tripper) wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae verursacht. Für gewöhnlich werden die Schleimhäute von Harnröhre, Gebärmutterhals, Enddarm, Rachen oder Augen infiziert. Die Folgen sind entzündliche Reizungen und eitriger Ausfluss. Es können aber auch Haut und Gelenke betroffen sein. Die Diagnose wird durch eine Erregerkultur oder molekularbiologische Verfahren gestellt. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika . . .

Ulcus molle

Bei Ulcus molle (weicher Schanker) kommt es zu schmerzhaften Geschwüren (Ulzera) und Eiterung der Lymphknoten im Bereich der Leiste, die durch eine Infektion mit Bakterien (Haemophilus ducreyi) verursacht werden. Die Diagnose wird meist klinisch gestellt. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika . . .

Lymphogranuloma venereum

Diese Geschlechtskrankheit ist eine eher seltene Sonderform einer Chlamydieninfektion. Die häufigste klinische Manifestation ist eine eitrige Entzündung der Lymphknoten (Lymphadenopathie). Sie zeigt sich durch eine vorübergehende primäre Hautläsion sowie eine eitrige Entzündung der Lymphknoten (Lymphadenitis) und Lymphbahnen (Lymphangitis) in der Leisten- und Oberschenkelgegend. Zu den Komplikationen zählen eine Störung des Lymphabflusses (Ödeme bis genitale Elephantiasis), Fistelbildung und Entzündung der Rektumschleimhaut (Proktitis). Die Diagnose wird klinisch sowie durch serologische und Immunfluoreszenztests gestellt. Die Therapie erfolgt mit Antibiotika . . .

Granuloma venereum

Das Granuloma venereum tritt vor allem in subtropischen und tropischen Ländern auf. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die chronischen Geschwüre im Genitalbereich werden durch eine Infektion mit Bakterien (Calymmatobacterium granulomatis, auch als Klebsiella granulomatis bezeichnet) verursacht. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Monate. Die Diagnose wird meist klinisch gestellt. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika . . .

Genitale Chlamydieninfektionen

Chlamydien können Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses und der Rektumschleimhaut hervorrufen. Die Erreger (Chlamydia trachomatis) werden beim Geschlechtsverkehr übertragen . . .

Herpes genitalis

Genitalherpes ist eine ansteckende Erkrankung, die durch Herpes-simplex-Viren (HSV) vom Typ 1 oder 2 ausgelöst wird. 70 bis 80 Prozent aller Fälle von Herpes genitalis sind auf HSV-2 zurückzuführen, das fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. In Österreich sind zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung mit HSV-2 infiziert. Einmal infiziert, bleibt das Virus lebenslang im Körper und „schläft“ in den Nervenwurzeln. Eine Schwächung des Immunsystems kann das Virus aktivieren . . .

Humanes Papilloma Virus (HPV, Feigwarzen)

Mehr als 30 Typen des Humanen Papilloma Virus (HPV) befallen den Genitaltrakt, hauptsächliche Auslöser der Feigwarzen (auch Genitalwarzen, Condylomata acuminata, anogenitale Warzen genannt) sind die Typen 6 und 11. Bei ungefähr der Hälfte aller sexuell aktiven Menschen ist eine Infektion mit zumindest einem HPV-Typ nachweisbar. Der Großteil dieser Infektionen verläuft unbemerkt ohne Beschwerden und ist gutartig. Lediglich fünf Prozent aller Infektionen sind mittels Zytologie (Zellkultur) und Kolposkopie (Betrachtung der Scheide und des Gebärmutterhalses unter Lupenvergrößerung) diagnostizierbar. Bei manchen Frauen führt eine HPV-Infektion nach einem Zeitraum von einem bis mehreren Jahrzehnten zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, bei Männern zur Entstehung eines Peniskarzinoms. Dafür sind jedoch andere HPV-Typen verantwortlich . . .

Trichomonas vaginalis

Trichomoniasis wird durch das Geißeltierchen (Protozoon) Trichomonas vaginalis ausgelöst. Sie ist weltweit die häufigste Geschlechtskrankheit. Auch wenn es sich bei Trichomoniasis um eine eher ungefährliche sexuell übertragbare Krankheit handelt, sollte sie ernst genommen werden. Bei infizierten Schwangeren kann sie das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen. Nach der Geburt kommt es häufiger zu einer Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) . . .

Candida albicans

Die vulvovaginale Candidiasis (Soor, Soorkolpitis, Soorvulvitis) ist eine der häufigsten Infektionen des weiblichen Genitaltraktes. Auslöser sind Candida albicans (85 bis 90 Prozent), gefolgt von Candida glabrata, Candida tropicalis und anderen Pilzen. Eine Pilzinfektion machen die meisten Frauen zumindest einmal während ihres Lebens durch – Schätzungen zufolge sind es etwa 70 bis 75 Prozent der Frauen. Fast jede zweite Frau hat sogar häufigere Pilzinfektionen und etwa fünf Prozent leiden unter immer wiederkehrenden Episoden (Recurrente Vulvovaginale Candidose, RVVC), die zumeist unzureichend behandelt werden . . .

Sexuell übertragbare Krankheiten: Leistungen & Kosten

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).  

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