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Frau geht spazieren © romurundi

Venenerkrankungen: Was kann ich selbst tun?

Eine Venenkrankheit kann ohne Beschwerden völlig unbemerkt ablaufen oder sich lediglich durch uncharakteristische Zeichen äußern. In vielen Fällen wird anfänglich ein Schwere-, Spannungs- oder Wärmegefühl im betroffenen Bein oder eine relativ plötzlich einsetzende schmerzhafte Schwellung des Beines bemerkt. Häufig treten auch Schmerzen und eine Verhärtung der Wade auf . . .

Patientinnen/Patienten mit Venenkrankheiten können selbst wesentlich zum Erfolg einer medizinischen Behandlung beitragen.

  • Bewegung ist grundsätzlich gut für den Körper, bei Venenerkrankungen eignen sich manche Sportarten besonders gut, andere wiederum sollten eher vermieden werden. Besonders empfehlenswert sind Gehen, Wandern, Walking, Radfahren, Schwimmen (maximale Wassertemperatur 28 Grad), Skilanglaufen oder Tanzen. Nur bedingt empfehlenswert sind Fußball, Kampfsportarten, Rudern, Sprung- und Wurfdisziplinen, Tennis oder Judo. Abzuraten ist von Krafttraining, Gewichtheben, Boxen, Alpinskifahren, Squash/Badminton, den meisten Ballsportarten, Schlittschuhlaufen oder Surfen.
  • Achten Sie darauf, richtig zu sitzen – v.a. am Schreibtisch. Günstig ist ein wenig gepolsterter Stuhl, damit die Schenkelunterseite möglichst wenig druckbelastet ist. Lassen Sie die Füße nicht baumeln, sondern stellen Sie sie flach auf den Boden oder auf eine Fußstütze.
  • Wenn sich langes Sitzen oder Stehen nicht vermeiden lässt, öfters herumgehen, Zehenstände machen. Es gelten die SSS- und LLL-Regel: Sitzen und stehen ist schlecht. Lieber liegen oder laufen.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht! Je mehr Last Ihre Beine zu tragen haben, desto höher ist das Risiko einer Venenerkrankung.
  • Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit, im Sommer drei Liter (v.a. Wasser oder Kräutertee).
  • Ernähren Sie sich gesund und ballaststoffreich. Damit wirken Sie auch chronischer Verstopfung entgegen. Denn: Starkes Pressen beim Stuhlgang fördert die Bildung von Krampfadern.
  • Vermeiden Sie das Tragen schwerer Lasten.
  • Vermeiden Sie enge Kleidung.
  • Tragen Sie flache, bequeme Schuhe. Günstig wirken leicht erhöhte Absätze und eine gute Fußbetteinlage.
  • Barfußgehen ist gesund, wenn keine arterielle Verschlusskrankheit der Beine oder Diabetes vorliegt.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin.
  • Duschen Sie die Beine öfter kalt (nicht eiskalt). Führen Sie den Wasserstrahl jeweils an der Außen- und Innenseite des Beines hoch bis zur Leiste. Wechselwarme Anwendungen sollten immer mit kaltem Wasser beendet werden. Auch Kneipp’sches Wassertreten tut den Venen gut.
  • Ungünstig ist alles, was die Venen erweitert, z.B. heiße Bäder, ausgiebige Sonnenbestrahlung, zu lange Saunagänge. Daher sollten generell Hitze und pralle Sonne, aber auch Räume mit Fußbodenheizung gemieden werden.
  • Bei Besenreiservarizen sind Bürstenmassagen zu vermeiden.
  • Nehmen Sie sich mehrmals pro Tag Zeit, die Beine hochzulegen, um den Blutrückfluss zu fördern.
  • Bei sehr ausgeprägten Schwellungen sollten die Beine auch nachts hochgelagert werden. Stellen Sie dazu das Fußende des Bettes um drei bis fünf Zentimeter höher.
  • Tragen Sie von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt verordnete Kompressionsstrümpfe konsequent jeden Tag. Legen Sie diese am besten bereits vor dem Aufstehen an.
  • Nehmen Sie Ihre Venenmedikamente nach ärztlicher Vorschrift ein. Nur so können Sie den bestmöglichen Effekt erzielen.
  • Achten Sie insbesondere bei Krampfadern und Beingeschwüren auf einen wirksamen Impfschutz, speziell gegen Tetanusinfektionen.
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