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Warze am Fuß © Arve Bettum
Warze am Fuß © Arve Bettum

Warzen

Warzen sind gutartige Wucherungen an der Haut. Sie werden auch als Hautwarzen oder virale Warzen bezeichnet. Hervorgerufen werden sie durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV). Warzen sind ansteckend und können in jedem Alter auftreten. Sie kommen an verschiedensten Körperstellen vor, einzeln oder gehäuft. Es ist möglich, dass Warzen von selbst abheilen. Zudem gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Warzen gibt es?

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden verschiedene Warzen, z.B.:

  • Gewöhnliche Warzen, Verrucae vulgares: kleine hautfarbene, graugelbe Vorwölbungen. Sie haben eine raue Oberfläche und treten z.B. insbesondere an den Händen auf.
  • Dornwarzen, Verrucae plantares, Plantarwarzen: Sie finden sich an Fußsohlen. Aufgrund der Belastung durch das Körpergewicht, werden sie nach innen gedrückt. Das kann unangenehm oder schmerzhaft sein. Die Warzen haben kleine dunkle Punkte. Treten sie gehäuft an einer Stelle auf, werden sie auch als Mosaikwarzen bezeichnet. Sie kommen oft bei Kindern und Jugendlichen vor.
  • Plane Warzen, Verrucae planae juveniles: kleine rundliche, leicht erhabene Warzen mit glatter Oberfläche. Betroffen sind unter anderem Gesicht und Handrücken. Dort können viele von ihnen vorkommen. Sie treten bei Kindern und Jugendlichen auf.
  • Filiforme Warzen: Diese zapfen- oder fadenförmigen Warzen zeigen sich oft im Bereich des Bartes oder bei den Augen.
  • Feigwarzen, Genitalwarzen: Genitalwarzen treten im Genitalbereich und am After auf. Weitere Informationen finden Sie unter Humane Papillomaviren

Wie werden Warzen übertagen?

Die Übertragung erfolgt durch verschiedene Humane Papillomaviren (HPV). Es gibt sehr viele verschiedene Stämme von HPV. Sie können einerseits von einer infizierten Person zu einer anderen Person übertragen werden. Dies erfolgt durch direkten Kontakt über die Haut. Andererseits erfolgt die Übertragung über gemeinsam genutzte Gegenstände, z.B. Handtücher sowie in bestimmten Umgebungen, z.B. bei einem Swimming-Pool.

Es kommt leichter zu einer Infektion, wenn die Haut feucht ist oder eine Verletzung aufweist.  Nicht jeder Kontakt mit dem Virus führt zu einer Warze. Eine Rolle spielt das Immunsystem. Bei geschwächter Körperabwehr oder Immunsuppression kann sich der Körper nicht so gut gegen die Viren wehren.

Zu Infektionen im Bereich von Genitalien und After kommt es hauptsächlich durch sexuelle Kontakte. Weitere Informationen zur Übertragung sowie zu Feigwarzen finden Sie unter Humane Papillomaviren. Zum Schutz gibt es eine Impfung. Die Infektion kann in Zusammenhang mit verschiedenen Krebsarten stehen. Weitere Informationen finden Sie unter

Welche Symptome können auftreten?

Normalerweise verursachen Warzen keine Beschwerden. Manchmal können Warzen schmerzhaft sein, z.B. wenn Betroffene an Kleidungsstücken hängen bleiben oder wenn Warzen an Fußsohlen auftreten. Warzen können als psychisch sehr belastend empfunden werden, besonders wenn sie z.B. im Gesicht sichtbar sind.

Weitere Informationen zu Symptomen bei Feigwarzen finden Sie unter Humane Papillomaviren.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose wird von der Hautärztin oder dem Hautarzt gestellt. Sie/er stellt fest, ob es sich um Warzen handelt und um welche. Wichtig sind dafür z.B. Form, Struktur, Körperstelle an der die Warzen auftreten. Eventuell kann eine Biopsie durchgeführt werden.

Wie erfolgt die Behandlung?

Warzen können sich zum Teil von selbst zurückbilden. Bleiben Warzen bestehen, ist es nicht immer notwendig zu behandeln.

Die Ärztin oder der Arzt bespricht die Möglichkeiten mit der oder dem Betroffenen. Zur Behandlung zählen z.B.:

  • Salicylsäure/Milchsäure: z.B. in Form von Pflastern, Cremen, Gel. Diese können von Betroffenen angewendet werden, um die Hornschicht der Warzen aufzulösen.
  • Kryotherapie/Kälte: Vereisen mit flüssigem Stickstoff durch die Ärztin oder den Arzt. Teils auch mit rezeptfreien Systemen für zu Hause.
  • Operativer Eingriff: Entfernung bzw. Abschabung mit speziellem Instrument durch die Ärztin oder den Arzt, die sogenannte Kürettage. Diese kann unter bestimmten Umständen auch von Betroffenen selbst angewendet werden. Zudem können Laserbehandlungen von der Ärztin oder dem Arzt vorgenommen werden.
  • Weitere Mittel: Verschiedene weitere Lösungen und Cremen, mit verschiedenen Wirkstoffen können zum Einsatz kommen.
  • Betroffene wenden auch alternative Heilmittel an.

Nach Abheilung bzw. Entfernung von Warzen ist ein Wiederauftreten möglich. Zudem können bei Eingriffen Narben entstehen.

Informationen zur Therapie bei Feigwarzen/Genitalwarzen finden Sie unter Feigwarzen.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Hautärztin oder der Hautarzt untersucht und diagnostiziert Warzen bzw. verdächtige Hautveränderungen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen.

Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

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