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Erste Hilfe & Wiederbelebung bei Erwachsenen

Bei medizinischen Notfällen ist schnelle Erste Hilfe wichtig – manchmal sogar lebensrettend. Dies gilt besonders bei einem Herzstillstand. Unbehandelt führt er innerhalb kürzester Zeit zum Tod. Daher ist es wichtig, dass Ersthelfer:innen sofort den Notruf wählen und mit der Wiederbelebung beginnen. Es kann der erkrankten Person das Leben retten. Fachleute bezeichnen eine Wiederbelebung als Reanimation.

Die im Folgenden beschriebenen lebensrettenden Basismaßnahmen der Ersten Hilfe werden im Englischen als Basic Life Support bezeichnet. Sie zeigen, wie jede und jeder im Notfall richtig reagieren und helfen kann. Sie richten sich an Laien – also nicht medizinisch geschulte Ersthelfer:innen und orientieren sich an den aktuellen internationalen Empfehlungen.

Drei Schritte, um Leben zu retten

Wenn Sie eine Person vorfinden, die nicht ansprechbar zu sein scheint, gehen Sie wie folgt vor:

1. Prüfen:

2. Rufen Sie sofort den Notruf 144, wenn die Person nicht reagiert.

  • Beurteilen Sie: Atmet die Person normal? 
  • Wenn Sie sich unsicher sind, hilft Ihnen die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter der Rettungsleitstelle weiter.

3. Drücken: Beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung, wenn die Person nicht reagiert und nicht normal atmet:

Diese drei Schritte können lebensrettend sein – zögern Sie nicht, zu helfen. Versuchen Sie, so ruhig wie möglich zu bleiben und handeln Sie Schritt für Schritt.

Ist es sicher, sich zu nähern?

Verschaffen Sie sich einen raschen Überblick über die Situation:

  • Was ist passiert?
  • Gibt es mögliche Gefahren, z.B. heranrasende Autos, unsicheres Terrain?
  • Kann ich mich der Person gefahrlos nähern?

Der Eigenschutz hat oberste Priorität: Bringen Sie sich und andere Personen nicht in Gefahr. Nähern Sie sich dem Ort des Notfalls nur, wenn es gefahrlos möglich ist.

Bei zu großer Eigengefahr rufen Sie Hilfskräfte wie Feuerwehr, Rettung oder Polizei.

Grafik bewusstlose Person
© IROHA

Ist die Person bei Bewusstsein?

Überprüfen Sie das Bewusstsein der betroffenen Person:

  • Schütteln Sie die Person vorsichtig, aber bestimmt an der Schulter.
  • Sprechen Sie die Person laut an und fragen Sie: „Geht es Ihnen gut?“
Grafik eine Person ansprechen
© IROHA

Wenn die Person nicht reagiert: 

  • Die Person könnte möglicherweise einen Herzstillstand haben.
  • Wählen Sie unverzüglich den Notruf 144.

Wenn die Person reagiert, z.B. antwortet, jammert, sich bewegt etc.:

Notruf

Schalten Sie den Lautsprecher Ihres Mobiltelefons ein und wählen Sie unverzüglich

  • die Notrufnummer der Rettung 144
  • oder den Euronotruf 112, wenn Sie sich außerhalb von Österreich befinden. Der Euronotruf gilt in ganz Europa.
Grafik Notruf
© IROHA

Beachten Sie:

  • Wenn andere Personen anwesend sind, wenden Sie sich direkt an jemanden und bitten darum, den Notruf zu übernehmen.
Grafik um Hilfe rufen
© IROHA
  • Wenn Sie alleine sind und kein Telefon bei sich haben oder wenn Ihr Telefon nicht funktioniert, rufen Sie laut um Hilfe, damit jemand auf die Situation aufmerksam wird.
  • Wenn Sie glauben, dass niemand zu Hilfe kommen wird, müssen Sie die bewusstlose Person verlassen, um den Notruf zu veranlassen. Machen Sie das so rasch wie möglich.

Während Sie darauf warten, dass der Anruf entgegengenommen wird, überprüfen Sie, ob die betroffene Person normal atmet.

Atmet die Person normal?

So überprüfen Sie, ob die betroffene Person normal atmet:

  • Drehen Sie die Person vorsichtig auf den Rücken.
  • Überstrecken Sie den Kopf der Person nach hinten, damit die Atemwege frei sind: Legen Sie eine Hand auf die Stirn der Person und heben mit der anderen Hand vorsichtig deren Kinn an.
Grafik Kopf überstrecken
© IROHA
  • Beugen Sie Ihren Kopf über das Gesicht der Person und schauen dabei zehn Sekunden lang auf deren Brustkorb:
    • Hebt und senkt sich der Brustkorb?
    • Können Sie Atemgeräusche hören?
    • Können Sie an Ihrer Wange den Atem der Person spüren?
Grafik Wiederbelebung Atmung überprüfen
© IROHA

Zu Beginn eines Herzstillstandes kann es manchmal kurzzeitig zu Krampfanfällen kommen. Wenn dies der Fall ist: Warten Sie, bis die Krämpfe aufhören und beurteilen Sie danach die Atmung.

Achtung

Eine Person, die sehr schwach und unregelmäßig atmet, oder die sehr langsame, geräuschvolle und schnappende Atemzüge nimmt, atmet nicht normal. Eine solche Atmung kann ein Hinweis auf einen Herzstillstand sein. Wenn Sie nach zehn Sekunden noch unsicher sind, ob die Person normal atmet oder nicht, warten Sie nicht länger ab. Gehen Sie von einem Herzstillstand aus und beginnen Sie mit der Wiederbelebung.

Wenn die Person normal atmet:

Grafik Stabile Seitenlage
© IROHA

Wenn die Person nicht normal atmet:

  • Beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung.

Wiederbelebung

Wenn die betroffene Person bewusstlos ist und nicht normal atmet: 

  • Beginnen Sie umgehend mit einer Herzdruckmassage.
  • Wenn andere Personen anwesend sind: Sprechen Sie jemanden direkt an und bitten darum, in der Umgebung einen Defibrillator zu finden und diesen zu holen.

Hinweis

Beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob Sie der Person damit schaden oder sie versehentlich verletzen könnten. Das Risiko dafür ist gering. Es ist wichtiger, das Leben der Person zu retten.

Wie funktioniert eine Herzdruckmassage?

  • Knien Sie sich neben die betroffene Person auf den Boden.
  • Legen Sie eine Hand mit dem Handballen auf die Mitte des Brustkorbs der Person. Wenn nötig, entfernen Sie die Kleidung der Person, damit Sie die richtige Stelle am Brustkorb auffinden.
  • Legen Sie Ihre andere Hand auf Ihre erste Hand, verschränken Sie Ihre Finger und strecken Sie Ihre Arme durch.
Grafik Herzdruckmassage
© IROHA
  • Verlagern Sie Ihren Oberkörper mit ausgestreckten Armen nach vorne und drücken sie den Brustkorb der betroffenen Person 5 bis 6 cm tief ein.
Grafik Herzdruckmassage
© IROHA
  • Lösen Sie den Druck wieder, damit sich der Brustkorb vollständig zurück heben kann. Lassen Sie Ihre Hände dabei auf dem Brustkorb liegen, aber achten Sie darauf, dass Sie sich nicht auf dem Brustkorb abstützen.
Grafik Herzdruckmassage
© IROHA
  • Wiederholen Sie diese Bewegungen mit einer Frequenz von 100 bis 120 pro Minute. Als Richtwert: Dies entspricht etwa dem Rhythmus des Liedes „Stayin Alive“.

Hinweis

Als ungeübte Ersthelferin oder ungeübter Ersthelfer müssen Sie die bewusstlose Person nicht beatmen. Führen Sie nur eine Herzdruckmassage durch. 

Fahren Sie mit der Herzdruckmassage kontinuierlich fort. Hören Sie nur auf wenn

  • die Rettungskräfte eintreffen und die Wiederbelebung übernehmen
  • die betroffene Person wieder zu Bewusstsein kommt, das heißt wenn die Person
    • sich bewegt
    • die Augen öffnet
    • wieder normal atmet
  • Sie sehr erschöpft sind. Wenn andere Personen vor Ort sind, wechseln Sie sich alle zwei Minuten ab, denn eine Herzdruckmassage ist für die Helfer körperlich sehr anstrengend.

Wie verwende ich einen Defibrillator?

Sobald ein Defibrillator zur Verfügung steht:

  • Schalten Sie den Defibrillator ein.
  • Folgen Sie den Anweisungen des Defibrillators.
  • Wenn andere Personen anwesend sind, arbeiten Sie gemeinsam:
    • Während eine Person den Defibrillator vorbereitet und die Elektroden am Oberkörper der bewusstlosen Person anbringt, setzt jemand anderes die Herzdruckmassage fort. Und zwar so lange, bis der Defibrillator dazu auffordert, sie zu unterbrechen.
Grafik Defibrillator
© IROHA
  • Wichtig: Während der Defibrillator den Herzrhythmus analysiert, darf niemand die bewusstlose Person berühren. Das gleiche gilt, wenn ein Stromstoß abgegeben wird. Manche Geräte geben den Stromstoß automatisiert ab, manche Geräte fordern Sie auf, die Schock-Taste zu betätigen.
Grafik Defibrillator
© IROHA
  • Nachdem ein Schock abgegeben wurde folgen Sie den weiteren Anweisungen des Gerätes, z.B. die Herzdruckmassage fortzusetzen.

Hinweis

Ein Defibrillator ist ein Gerät, das den Herzrhythmus analysieren und - wenn nötig - einen kontrollierten Stromstoß abgeben kann. Dadurch kann das Gerät die Herzaktion wieder normalisieren, z.B. bei Kammerflimmern. Defibrillatoren, die für Ersthelferinnen und Ersthelfer an öffentlichen Plätzen zur Verfügung stehen, sind sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren, kurz AED. Sie geben schrittweise Anleitungen, was zu tun ist und sind für Laien sicher und einfach zu bedienen.

Wo sich ein Defibrillator befindet, ist durch die Abkürzung „AED“ oder durch ein grünes Hinweisschild mit Herz-Symbol erkennbar.

Hinweisschild Defibrillator AED
© antikwar1

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Univ.Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Arzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Innere Medizin, Zusatzfach Innere Medizin (Intensivmedizin), Spez. in Klinischer Akut- und Notfallmedizin, ÖÄK-Diplom Notarzt

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