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Mann am Sofa © Ljupco Smokovski

COPD: Akute Verschlechterung

Bei einer COPD-Erkrankung kann es – insbesondere in fortgeschrittenen Stadien – zu kurzfristigen Verschlechterungen kommen. Diese sogenannten Exazerbationen sollen durch eine gute Basistherapie möglichst verhindert werden. Wichtig ist zudem ein frühes Erkennen der Verschlechterung. Starke Beschwerden können bereits durch Infektionen auftreten, die im Normalfall kaum bemerkt werden . . .

Anzeichen einer Exazerbation

Anzeichen einer akuten Verschlechterung sind bestimmte Symptome, die in stärkerer Intensität oder häufiger auftreten als gewohnt, wie beispielsweise

  • stärkere Atemnot,
  • vermehrter Husten,
  • zunehmender Auswurf (der verfärbt, zäher und eitrig sein kann),
  • unspezifische Beschwerden wie verringerte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Fieber.

Auslöser einer Exazerbation

Akute Verschlimmerungen können durch zahlreiche Faktoren ausgelöst werden, z.B. durch:

  • Infektionen der Atemwege (z.B. durch Grippe, Erkältung),
  • Rauch, Abgase, Luftverunreinigung (Smog),
  • kaltes oder feuchtkaltes Wetter (Winter), Hitze,
  • Medikamente, die die Atmung beeinflussen (z.B. Schlafmittel, die eine hemmende Wirkung auf die Atemtätigkeit haben),
  • Begleiterkrankungen (beispielsweise des Herzens).

Behandlung einer Exazerbation

Besprechen Sie eine mögliche Verschlechterung möglichst bereits im Vorhinein mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. So erfahren Sie, was Sie im Akutfall tun können und welche Medikamente bzw. Notfallsmedikamente eingenommen werden müssen.

Bereits bei ersten Anzeichen einer Verschlechterung sollten Betroffene die Ärztin/den Arzt informieren – vor allem bei schwerer Erkrankung. Leichte Verschlimmerungen können oft ambulant behandelt werden. Schwere Exazerbationen, die mit sehr plötzlichen und heftigen Verschlechterungen der Beschwerden einhergehen, müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Bewahren Sie bei akuten Schüben Ruhe und befolgen Sie die mit der Ärztin/dem Arzt besprochenen Maßnahmen. Verbessert sich die Situation nicht oder haben Sie keine Medikamente für den Notfall, verständigen Sie sofort Ärztin/Arzt bzw. Notärztin/Notarzt (144)!

Rasche notfallmedizinische Hilfe ist v.a. notwendig bei:

  • starker Kurzatmigkeit,
  • beschleunigter Atmung,
  • verfärbtem Hustensekret mit Blut,
  • starken Verschlechterungen des Allgemeinzustandes,
  • gesteigerter Herzfrequenz,
  • Bewusstseinsstörungen oder komatösen Zuständen,
  • blau-roten Verfärbungen der Haut, die neu auftreten oder zunehmen. Diese deuten auf eine Sauerstoffabnahme im Blut hin.

Weitere Informationen finden Sie unter Notfälle und Erste Hilfe.

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