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„Grüner Pass“: Umsetzung in 3 Phasen

27.05.2021

Der „Grüne Pass“ ist ein Überbegriff für den einfachen Nachweis einer Corona-Schutzimpfung, einer durchgemachten Infektion mit SARS-CoV-2 oder eines negativen Testergebnisses. „Getestet, geimpft oder genesen“ sind Voraussetzungen, um als Person zu gelten, von der ein geringes Ansteckungsrisiko ausgeht. Der Grüne Pass wird als einfacher und anwendungsfreundlicher Zutrittsnachweis dienen. Auch das Reisen in der EU soll mit dem Grünen Pass leichter möglich werden. Am 26. Mai wurde die gesetzliche Grundlage im Nationalrat beschlossen.

Die COVID-19 Pandemie hat nicht nur die Gesundheitssysteme stark belastet, sondern auch das Zusammenleben beeinträchtigt. Der Grüne Pass soll nun wieder ein möglichst normales soziales Leben ermöglichen und gleichzeitig eine unkontrollierte Verbreitung von SARS-CoV-2 verhindern.

Die Um­set­zung des Grü­nen Pas­ses in Ös­ter­reich er­folgt in drei Pha­sen:

1. Phase: Be­ste­hen­de Nach­wei­se im Rahmen der Öffnungsschritte

Bis der Grüne Pass in Ös­ter­reich ein­ge­setzt wird, dür­fen seit 19. Mai fol­gen­de bis­he­ri­ge 3-G-Nach­wei­se für Zu­trit­te ver­wen­det wer­den:

  • Ge­tes­tet: be­hörd­lich an­er­kann­te ne­ga­ti­ve Test­ergeb­nis­se. Die Gültigkeitsdauer richtet sich nach den bisher etablierten Zeiträumen.
  • Ge­impft: Be­stä­ti­gung des Impf­sta­tus mit­tels Pa­pier-Impf­pass, Impf-Kärtchen oder vorübergehend auch mit einem Ausdruck aus dem e-Impfpass. Die Gültigkeitsdauer der Impfnachweise finden Sie in den FAQ Grüner Pass (Gesundheitsministerium).
  • Ge­ne­sen: ein Ab­son­de­rungs­be­scheid oder eine ärzt­li­che Be­stä­ti­gung über eine in den ver­gan­ge­nen sechs Mo­na­ten er­folg­te und ak­tu­ell ab­ge­lau­fe­ne In­fek­ti­on. Ein Nachweis über eine positive Testung auf neutralisierende Antikörper ist für drei Monate gültig.

2. Phase: Der Grüne Pass in Österreich - Digitale Nachweise

Voraussichtlich Mitte Juni werden in Österreich zusätzlich zu den bereits bestehenden Nachweisen die Zertifikate des Grünen Passes (PDF-Dokumente mit individuellem QR-Code) zum Einsatz kommen. Die Zertifikate können einerseits digital und andererseits analog (ausgedruckt) vorgezeigt werden. Es wird keine verpflichtende Nutzung der digital und analog verfügbaren Zertifikate mit QR-Code geben. Es wird weiterhin möglich sein, die bisher gängigen Nachweise wie einen Absonderungsbescheid oder behördlich anerkannte Impfpässe zu verwenden. Für prüfende Stellen etwa in Hotels oder Kulturinstitutionen ist der Scan eines QR-Codes allerdings einfacher und schneller möglich als die Kontrolle eines ausgefüllten Dokuments. Besonders relevant wird dies bei Reisen ins Ausland sein, sobald die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate in den EU-Mitgliedsstaaten möglich sein wird.

Wie kommt man zu Zertifikaten?

Bürgerinnen und Bürger können demnächst über gesundheit.gv.at die Zertifikate des Grünen Passes herunterladen. Dafür ist eine Handysignatur oder Bürgerkarte notwendig. 

Mitte Juni sollen auch alle Zertifikate des Grünen Passes über die ELGA-Ombudsstellen, die Kundenservicestellen der ÖGK  sowie über die Gemeinden und  Bezirksverwaltungsbehörden kostenlos ausgedruckt werden können. Impfzertifikate können auch bei niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten und Apotheken kostenlos ausgedruckt werden.

Das Impfzertifikat werde auch per Post zugestellt, um möglichst viele Menschen zu erreichen, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz. Die Zusendung ist einmalig Mitte Juni an Personen geplant, die bis dahin vollimmunisiert sind.

Der QR-Code erlaube keine Rückschlüsse, welches der drei G vorliege, und auch keine Nachverfolgung, wo die Person sich im Laufe des Tages aufgehalten habe.

3. Phase: Der Grüne Pass in der EU

Innerhalb der Europäischen Union (EU) ist eine gegenseitige Anerkennung der Zertifikate grundsätzlich ab Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlage voraussichtlich ab Ende Juni 2021 möglich. Die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate wird dann auf EU-Ebene zur Erleichterung der Reisefreiheit beitragen. Bereits im Laufe des Junis werden die einzelnen Mitgliedsstaaten ihre Systeme nach und nach an die EU-Schnittstellen anbinden und damit eine gegenseitige Prüfung ermöglichen. Nach derzeitigem Stand soll der Grüne Pass in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR-Raum und der Schweiz gültig sein. Die Daten, die im QR-Code enthalten sind, dürfen von den besuchten Staaten nicht gespeichert werden.

Der Grüne Pass – die gesetzliche Grundlage

Die am 26.5. beschlossene Novelle zum Epidemie- und COVID-19-Maßnahmengesetz konkretisiert die rechtlichen Voraussetzungen für den digitalen Einsatz der Nachweise für Geimpfte, Genesene und Getestete. Alle drei Zertifikate, die mit einem individuellen QR-Code versehen werden, werden sowohl in digitaler als auch in ausgedruckter Form als Eintrittstests für Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Theater etc. anerkannt. Die Regelungen stehen in engem Zusammenhang mit dem auf EU-Ebene geplanten "digitalen COVID-19-Zertifikat". 

Weitere Informationen unter: FAQ Grüner Pass (Gesundheitsministerium).

Wohin kann ich mich bei Fragen wenden?

Bei Fragen zum Grünen Pass können Sie sich an die Info Hotline der AGES unter der Telefonnummer 0800 555 621 wenden -  sieben Tage in der Woche, von 0 bis 24 Uhr.


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