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3-G-Regelung am Arbeitsplatz

Hinweistafel 3-G-Regel © Bihlmayerfotografie
Hinweistafel 3-G-Regel © Bihlmayerfotografie
23.10.2021

Ab 1. November ist am Arbeitsplatz ein 3-G-Nachweis zu erbringen. Das bedeutet: Wenn am Arbeitsort ein physischer Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden kann, braucht es künftig einen Impf-, Genesungs- oder Testnachweis. Bis einschließlich 14. November gilt eine Übergangsfrist: Wer in dieser Zeit am Arbeitsplatz keinen 3-G-Nachweis hat, muss durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Gesetzlich geregelt wird dies in der 3. COVID-19-Maßnahmenverordnung.  

Die 3-G-Regelung gilt für all jene, die in ihrem Arbeitsalltag mit anderen Menschen in Kontakt kommen – z.B. im Büro oder in der Kantine –, nicht aber etwa für LKW-Fahrer:innen, die alleine in ihrem Fahrzeug sitzen. Das Bundesministerium für Arbeit stellt auf seiner Website detaillierte Fragen und Antworten rund um die 3-G-Regelung am Arbeitsort zur Verfügung: FAQ: 3-G am Arbeitsort

Besserer Schutz vor Corona-Infektion in der Arbeit 

„Die 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Sie sorgt für besseren Schutz dort, wo die Menschen täglich hinmüssen und einen großen Teil ihres Tages verbringen und sie schafft darüber hinaus zusätzliche Planungs- und Rechtssicherheit für die Arbeitgeber:innen“, erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in einer Aussendung.  

Arbeitsminister Martin Kocher betonte den Schutz der Arbeitnehmer:innen am Arbeitsplatz. „Wir haben uns daher auf eine für die Unternehmen praxistaugliche 3-G-Regelung geeinigt, die gleichzeitig den gesundheitlichen Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherstellt. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben in Zukunft stichprobenartig die Einhaltung eines 3-G-Nachweises an Arbeitsorten, in denen der physische Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden kann, zu überprüfen“, so Kocher.  

Die Regelungen für Mitarbeiter:innen im Gesundheits- und Pflegebereich werden ebenfalls angepasst: So wird die Testintensität ab 1. November für nicht geimpfte und nicht genesene Personen erhöht. Diese Arbeitsorte können nur betreten werden, wenn ein entsprechender 3-G-Nachweis vorliegt. Eine 3-G-Pflicht wird es künftig auch für Spitzensportler:innen geben.

Stichproben geplant

Für die Einhaltung der Maßnahme sind beide Seiten – sowohl Arbeitgeber:innen als auch Arbeitnehmer:innen – verantwortlich. Für die Kontrollen sind in erster Linie die jeweiligen Arbeitgeber:innen zuständig. Es sei nicht angedacht, dass es etwa beim Eintritt lückenlose Kontrollen geben soll, sondern Stichproben, so Kocher auf orf.at. Bei Zuwiderhandeln drohen Strafen laut dem Covid-19-Maßnahmengesetz: für Arbeitnehmer:innen bis zu 500 Euro, für Arbeitgeber:innen bis zu 3.600 Euro.

Anpassung der allgemeinen Maskenregeln 

Mit Einführung einer 3-G-Regelung am Arbeitsplatz konnten auch die Maskenregelungen vereinfacht werden. Demnach gilt ab 1. November folgendes:

  • Arbeitnehmer:innen sind durch Erbringung eines 3-G-Nachweises von der Maskenpflicht entbunden. Einzige Ausnahme: In Alten- und Pflegeheimen sowie in Spitälern ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – zusätzlich zum 3-G-Nachweis – verpflichtend.
  • Für Kundinnen und Kunden bzw. Besucher:innen gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht an Orten zur Deckung notwendiger Grundbedürfnisse (z.B. Supermärkte, Apotheken, öffentliche Verkehrsmittel), ebenso in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen (zusätzlich zu 3-G).
  • In sonstigen Kundenbereichen (z.B. nicht-lebensnotwendiger Handel, Reisebüros, Museen etc.) muss entweder ein 3-G-Nachweis erbracht oder eine FFP2-Maske getragen werden.
  • In sämtlichen 3-G-Settings wie u.a. Gastronomie, Beherbergungsbetrieben, Theatern oder bei Friseuren und Veranstaltungen gilt weiterhin keine Maskenpflicht.

Weitere Informationen:

Hinweis Im Text wird mit dem Doppelpunkt zwischen männlicher und weiblicher Bezeichnung die Geschlechtervielfalt berücksichtigt.

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