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Toiltette wird mit Putzmittel gereinigt © Gina Sanders

Chemikalien im Haushalt

Chemikalien sind im Haushalt oder im Büro allgegenwärtig. Sie sorgen für Sauberkeit, angenehme Gerüche, erleichtern das tägliche Leben oder verschönern unser Heim. Dazu zählen Geschirrspülmittel, Waschpulver, Fleckentferner, Entkalkungsmittel, Schimmelstopper, Klebstoffe, Holzschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Schwimmbadchemikalien, Auftaumittel etc.

Manche eingesetzten Chemikalien sind giftig, ätzend, leicht entzündlich oder haben andere gefährliche Eigenschaften für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt. Grundsätzlich sollte man daher vorsichtig und sparsam mit Chemikalien im Haushalt oder in der Arbeit umgehen, um Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen zu minimieren.

Akute Gesundheitsrisiken durch Haushaltschemikalien

Beispiele für Gesundheitsgefahren durch Chemikalien im Haushalt sind:

  • Schäden der Atmungsorgane: Sanitär-, Abflussreiniger oder Antischimmelmittel können Natriumhypochlorit enthalten, es wird auch als Aktivchlor oder Chlorbleichlauge bezeichnet. Es kann sich bei unsachgemäßer Anwendung Chlorgas entwickeln, das beim Einatmen Schäden an der Lunge oder an Atemwegen verursacht.
  • Hautreizungen: Zement und Kalk in Bauchemikalien (z.B. Spachtelmasse, Wandfarben, Mörtel, Putze) wirken reizend bzw. ätzend. Daher ist der Schutz der Haut (z.B. durch Handschuhe, Arbeitskleidung) und der Augen (Brillen) notwendig, um akute Hautreizungen zu vermeiden.
  • Allergien: Bestimmte Duftstoffe, z.B. in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln, können Allergien auslösen (Hautausschläge, Juckreiz). Derzeit sind 26 allergieauslösende Stoffe bekannt. Enthält ein Produkt mehr als 0,01 Prozent eines allergieauslösenden Stoffes (bezogen auf das Gewicht), muss dieser auf der Verpackung angeführt werden.

Haushaltschemikalien können in geschlossenen Räumen als Staubpartikel die Atemluft belasten und als unerwünschte Nebenwirkung Gesundheitsschäden verursachen. Sie können auch z.B. über Abwasser in die Umwelt gelangen und sich dort ablagern. Deshalb sollten gefährliche Chemikalien möglichst sparsam eingesetzt werden. So verwenden Kraftreiniger stärkere Rezepturen als die milderen Allzweckreiniger. Die Risiken für Gesundheit und Umwelt bei unsachgemäßer Anwendung sind dafür auch höher als bei milden Reinigungsmitteln.

Gefährliche Chemikalien erkennen

Mögliche Gefahren, die bei der Anwendung und Lagerung des Produktes auftreten können, müssen auf der Verpackung und dem Etikett beschrieben sein. Eine Hilfestellung zum richtigen Umgang mit Chemikalien geben Gefahrenpiktogramme und -hinweise.

ToxHelp-App: Vergiftungen vermeiden

Die Toxhelp-App des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft bietet einfache Informationen zur Vorsorge bzw. Verhütung von Vergiftungsfällen. Im Notfall erleichtert sie die rasche Kontaktaufnahme mit der Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) und unterstützt eine rasche Diagnose für Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Chemie im Haushalt der Umweltberatung.

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